Außervertragliche Leistungen bei Zahnspangen: Das sind die Vorteile

Verschiedene Methoden können die Behandlung mit einer Zahnspange angenehmer gestalten und verbessern. (© wayhomestudio - freepik)

An einem Großteil der Kosten, die bei einer kieferorthopädischen Behandlung anfallen, beteiligt sich die gesetzliche Krankenkasse. Es gibt aber auch eine Reihe an medizinisch sinnvollen Leistungen, welche nicht von den Krankenkassen übernommen werden.

Genauere Diagnoseverfahren 

Zum einen ist es für den langfristigen Erhalt des Kausystems wichtig, dass die Zähne und das Kiefergelenk harmonisch zusammenarbeiten. Dafür ist es erforderlich, die Zahnposition auf die Gelenkfunktion abzustimmen. Eine Funktionsdiagnostik bringt hier Erkenntnisse über Fehlstellungen und Fehlfunktionen im Kausystem, die auch unter dem Begriff der Craniomandibulären Dysfunktion (CMD) zusammengefasst werden.

Die Ergebnisse der Funktionsdiagnostik sind im Folgenden die Grundlage für die Planung einer funktionsorientierten kieferorthopädischen Therapie. Über eine funktionsorientierte Therapie kann einer CMD vorgebeugt oder diese therapiert werden.

Besserer Komfort durch spezielle Brackets

Abgesehen von einer besseren und effektiveren Therapieplanung gibt es auch verbesserte und effektivere festsitzende Zahnspangen. In diesem Zusammenhang gibt es neben den Standardbrackets auch selbstligierende Brackets. Mit der neuesten Entwicklung im Bereich der „friktionsarmen Brackets“ gleiten die Drähte mit sehr geringem Widerstand durch die Brackets.

Dies hat den Vorteil, dass eine Zahnbewegung mit geringeren Kräften durchgeführt werden kann. Dadurch ist die kieferorthopädische Behandlung wesentlich angenehmer für die Patienten. Zusätzlich ist auch eine bessere Mundhygiene mit diesen Brackets möglich. Zudem gibt es auch die Option, für die Oberkiefer-Frontzähne Keramik-Brackets zu wählen, wodurch eine feste Zahnspange im Alltag unauffälliger wird.

Schnellere Ergebnisse durch qualitativere Drähte

Wie bei den Brackets, gibt es bei den Drähten auch weiterentwickelte und verbesserte Varianten, zu denen die superelastischen Drähte gehören. Sie sind weicher und flexibler als herkömmliche Stahldrähte und bieten somit eine Daueraktivierung über mehrere Wochen.

Mit den superelastischen Drähten können so schnellere und effektivere Zahnbewegungen vollbracht werden. Genauso wie die selbstligierenden Brackets, ermöglichen auch sie eine Zahnbewegung mit geringeren Kräften und sind so im Vergleich zu herkömmlichen Drähten angenehmer und weniger schmerzhaft.

Welche Unterschiede bringen neue Klebeverfahren?

Das indirekte Kleben ist eine außervertragliche Leistung mit der das Kleben einer festen Zahnspange angenehmer, schneller und präziser erfolgen kann. Dazu werden die Brackets vorher auf einem Gipsmodell vorpositioniert und im Anschluss über eine Übertragungsschiene in den Mund des Patienten überführt.

So kann die Hygiene im Mundraum verbessert werden

Um Entkalkungen und Karies zu vermeiden, ist es ratsam, die Außenflächen der Zähne zu versiegeln. Insbesondere bei festsitzenden Zahnspangen ist es sinnvoll, das Bracket-Umfeld mit einem widerstandsfähigen Lack in Kombination mit einer regelmäßigen Reinigung zu versiegeln. So kann während der Behandlung ein ausreichender Schutz für die Zähne gewährleistet werden.

Langfristige Ergebnisse dank Retainern

Eine weitere wichtige außervertragliche Leistung ist der Retainer. Mit ihm können die Behandlungsergebnisse langfristig stabilisiert werden.

Eine Stabilisierung ist notwendig, da sich Zähne ein Leben lang bewegen. Sei es aufgrund von körpereigenen Kräften wie Pressen oder Knirschen oder aufgrund einer ungünstigen Ausgangssituation, wie zum Beispiel bei starken Engständen. Hierbei wird auf die Rückseite der Frontzähne ein individualisierter Draht angebracht, um die Zähne so dauerhaft in ihrer gewünschten Position zu halten.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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