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Das jameda-Interview: 9 Fragen an Boris Shrage

Herr Shrage

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© Boris ShrageBoris Shrage ist Zahnarzt in Berlin (© Boris Shrage)Ärzte haben einen besonderen Blick auf die Welt der Medizin. Damit Patienten hinter die Kulissen des Gesundheitswesens blicken können, stellt jameda Herrn Prof. Dr. med. Kai Joachim Bühling interessante Fragen zu seinen Erfahrungen als Frauenarzt.

Ärzte haben einen besonderen Blick auf die Welt der Medizin. Damit Patienten hinter die Kulissen des Gesundheitswesens blicken können, stellt jameda Herrn Boris Shrage interessante Fragen zu seinen Erfahrungen als Zahnarzt.


jameda:
Herr Shrage, was hat Sie motiviert, Zahnarzt zu werden? 

Herr Shrage: In erster Linie die Aussicht später selbständig arbeiten zu können sowie die Option in dem Beruf weltweit tätig werden zu können.

Wie der tatasächliche Arbeitsalltag tatsächlich aussieht, konnte ich mit 19 Jahren nicht ahnen.


jameda:
Was macht Ihnen im Praxisalltag am meisten Freude? Wo sehen Sie die größten Herausforderungen?

Herr Shrage: Freude bereitet es mir, Probleme lösen zu können (Schmerzen beheben, neuer Zahnersatz der besser funktioniert und aussieht als der alte.).

Am meisten jedoch das entgegengebrachte Vertrauen, bald seit 3 Jahrzehnten von vielen Stammpatienten.


jameda:
Welchen Vorurteilen begegnen Sie häufig in Ihrer Praxis?

Herr Shrage: Zunächst herrscht immer noch der Glaube, dass jede Behandlung schmerzhaft ist. Die Zahnmedizin ist so komplex, dass es nicht einfach ist, dem Patienten den Nutzen vieler Maßnahmen zu erklären. Man braucht daher Vertrauen, welches sich häufig bildet (positive Erfahrungen) aber eben nicht immer. Das heißt, man arbeitet häufig gegen Widerstände.


jameda:
Manche Krankheiten und Therapien sind unangenehm und verlangen viel Durchhaltevermögen vom Patienten. Was raten Sie Patienten in solchen Situationen? 

Herr Shrage: Eine Wurzelkanalrevision kann sich hinziehen, sowohl was die eigentliche Behandlungsitzung angeht als auch die gesamte Heilphase. Manchmal 12 Monate. Das Ziel ist der Erhalt eines ansonsten stabilen Zahnes. Man sollte das Endergebnis im Blick haben.


jameda:
Wie reagieren Sie, wenn Sie merken, dass ein Patient Ihren Therapieplan nicht befolgt?

Herr Shrage: Unterschiedlich. Zunächst geht es darum die Ursache dafür herauszufinden, um adäquat reagieren zu können. Sind es besondere Lebensumstände so kann man darüber reden und dem Rechnung tragen. Ist es so, dass es dem Patienten gleichgültig ist, so wäre an einen Abbruch der Behandlung zu denken.


jameda:
Wenn Sie das Gesundheitssystem ändern könnten, was würden Sie als Erstes tun?

Herr Shrage: Mehr Pfleger und Ärzte einstellen, um eine intensivere Betreung sichern zu können, was für das aktuell vorhandene Personal physisch und psychisch nicht machbar ist


jameda:
Kein Mensch ist perfekt. In welchen Bereichen haben Ärzte Ihrer Meinung nach Verbesserungspotential?


Herr Shrage: 
Wer sagt, dass Ärzte nicht perfekt sind... ;-) ?

Bessere Ausbildung im Bereich Einfühlungsvermögen. EMPATHIE.


jameda:
Die Welt der Medizin verändert sich ständig. Gibt es neue Therapien oder Geräte, die Sie in Ihrer Praxis anwenden?

Herr Shrage: Ja immer wiesder.

Aktuell setzen wir den Oralyzer sehr häufig ein. Über eine Speichelprobe können wir sofort testen ob Kieferknochen abgebaut wird, und das, bevor es auf Röntgenbildern sichtbar wird, also bevor es zu spät ist.


jameda:
Welchen Gesundheitstipp möchten Sie unseren Lesern mit auf den Weg geben?

Herr Shrage: Vitamin D Haushalt prüfen. Wichtig, wird wenig kommuniziert...

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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