CEREC©: mit digitaler Unterstützung abdruckfrei zu vollkeramischem Zahnersatz

Mit dem CEREC©-Verfahren sind verschiedenste Arten von Zahnersatz bequem umsetzbar. (© mrgarry - fotolia)

Computergestützte Konstruktion und Fertigung ist in vielen Bereichen der Industrie seit Langem fest etabliert. Mit CEREC© zog diese Technik vor einiger Zeit auch in viele Zahnarztpraxen ein.

Die Behandlungsmethode ist weltweit beliebt und wird von mehreren Zehntausend Zahnärzten genutzt. Das liegt daran, dass sie die Versorgung mit Zahnersatz aller Art für die Patienten gleich an mehreren Punkten entscheidend verbessert.


So läuft eine CEREC©-Behandlung ab

CEREC© ist die Kurzform für CEramic REConstruction, also keramische Rekonstruktion. Gelegentlich wird der Begriff auch mit Chairside Economical Restoration of Esthetic Ceramics aufgelöst. Hierbei ist das Verfahren bereits sehr gut beschrieben: Keramischer Zahnersatz entsteht kosteneffektiv und schnell direkt neben dem Behandlungsstuhl statt wie bisher im Dentallabor.

Dabei wird der zu behandelnde Zahn zunächst von eventueller Karies oder einer alten Füllung befreit. Dann nimmt eine 3D-Kamera ein digitales Bild des Zahnes und seiner Umgebung auf. Auf einem angeschlossenen Computerbildschirm sieht der Behandler sofort eine exakte räumliche Darstellung der Mundsituation. In diesem Bild oder Modell wird dann die Zahnersatzlösung genauso präzise geplant.

Im Hintergrund errechnet der Computer sämtliche Daten des Zahnersatzes und gibt sie an eine Präzisions-Fräs- oder Schleifmaschine in der Praxis weiter. Sie fräst dann innerhalb weniger Minuten aus einem Keramik-Rohling den fertigen Zahnersatz. Der kann den Patienten anschließend auch sofort eingesetzt werden.


Nie mehr Abdrucklöffel: Vorteile mit CEREC©

Vor den Zeiten von CEREC© war eine Abformung für die Herstellung von Zahnersatz unverzichtbar. Dabei bekommen Patienten einen Abdrucklöffel in den Mund gesetzt, der bei vielen Unbehagen oder oft sogar Würgereiz auslöst. Damit ist jetzt Schluss, denn die Bilder der CEREC©-Digitalkamera ersetzen den alten Abdruck bei vergleichbarer Exaktheit durch einen wesentlichen angenehmeren Behandlungsschritt.

Die sofortige Weiterverarbeitung der Bilddaten liefert dann die Grundlage für eine Zahnersatzversorgung mit nur einem einzigen Behandlungstermin. Es gibt keine tage- oder wochenlange Wartezeit mehr bis die Dentaltechniker den Zahnersatz fertiggestellt haben. Und auch die Provisorien für diese Zeit werden überflüssig.

Mit Hilfe der digitalen Messdaten und der hoch präzisen CEREC©-Fräsmaschine entsteht Zahnersatz, dessen Präzision dem handwerklichen Können eines Zahntechnikers in nichts nachsteht. Gleiches gilt für den hier genutzten Dentalwerkstoff. Keramik ist ästhetisch nicht von natürlichen Zähnen zu unterscheiden.

Sie ist metallfrei, absolut verträglich, äußerst haltbar und langlebig. Dazu lässt sich mit ihr jede Art von Zahnersatz anfertigen. Mit CEREC© können ganze Zahnkronen entstehen, aber genauso auch Teilkronen, Inlays und Onlays oder Veneers.


Was kostet CEREC© und zahlen die gesetzlichen Krankenkassen eine Behandlung?

Gesetzliche Krankenkassen beteiligen sich an den Kosten einer CEREC©-Behandlung mit dem Festzuschuss für eine Regelversorgung. Trotz der vielen Vorteile von Behandlung und Material gilt CEREC© allerdings nicht als angemessene Regelversorgung, sondern als andersartige Versorgung. Beispielsweise beim Einsatz einer kompletten Zahnkrone erhalten Sie einen Zuschuss von circa 150 Euro. Mit regelmäßig im Bonusheft vermerkten Kontrollterminen sind es noch ein paar Euro mehr.

Die CEREC©-Behandlung kostet – abhängig vom Aufwand zur Restauration der Zahnkrone – etwa zwischen 400 und 500 Euro. Die Differenz zum Krankenkassenzuschuss verbleibt als Eigenteil, falls keine private Zahnzusatzversicherung besteht.

Sie übernimmt die Behandlungs- und Materialkosten in aller Regel vollständig. Aber auch als Eigenleistung lohnt sich die Behandlung. Denn sie bietet eine einfache, schnelle Versorgung mit langlebigem und sehr hochwertigem Zahnersatz.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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