Zahnimplantate mit Hilfe von computergestützter Implantologie

Zahnimplantate überzeugen vor allem durch Ihren festen Halt. (© karelnoppe - fotolia)

Die enorme Entwicklung der Computertechnologie hat auch Einzug in die moderne Zahnmedizin gehalten und ermöglicht heute neue Behandlungsmethoden, die viele Eingriffe schonender, kürzer und sicherer machen. Aus der Implantologie kommt dabei eines der besten Beispiele für die „digitale Revolution“: Die computergestützte Implantologie.


Höchste Präzision mit 3D-Implantologie

Zahnimplantate für festen Zahnersatz überzeugen mit vielen Vorteilen, darunter ihr zuverlässiger, fester Halt beim Essen, Sprechen und Kauen. Die Stabilität der Implantate wird einerseits durch die hervorragenden Eigenschaften von Titan oder Keramik, andererseits durch die Computerunterstützung bei der der Implantat-Planung bis zur Implantation möglich.

Zahnmediziner bezeichnen diesen optimierten Prozess auch als 3D-Implantologie. Er beginnt mit digitaler Volumentomographie, einem neuen Röntgenverfahren, führt über die exakte, räumliche Darstellung des Patientenkiefers am Computerbildschirm bis hin zur Anfertigung einer auf Millimeterbruchteile genauen Schablone zum Einsetzen der Implantate.

Jeder einzelne Schritt auf dem Weg zum Zahnimplantat wird dabei um ein Vielfaches präziser als bei alten konventionellen Behandlungsabläufen.


Die digitale Volumentomographie (DVT)

Früher musste sich die Implantologie ausschließlich auf normale Röntgenbilder verlassen, welche die feinen anatomischen Strukturen des menschlichen Kiefers nur ungenau darstellen. Heute zeigt die digitale Volumentomographie, kurz DVT, selbst kleinste Nervenbahnen in aller Deutlichkeit und erlaubt so eine exakte Implantat-Planung, während gleichzeitig die Strahlenbelastung durch die Aufnahmen für die Patienten minimal ist.

Neueste technische Geräte ermöglichen die Herstellung von besonders hochwertigem Zahnersatz. (© Robert Kneschke - fotolia)
Das DVT-Gerät erstellt Aufnahmen der kompletten Kieferregion, deren Daten ein Computer dann zu fotorealistischen Modellen aufbaut. Dem Implantologen werden alle relevanten Informationen wie die Beschaffenheit des Kieferknochens oder der Verlauf von Nerven und Blutgefäßen gezeigt. Der sichere Einsatz der Implantate kann unter Berücksichtigung dieser Gegebenheiten schon im Vorfeld komplett geplant und simuliert werden. 


Implantate auf sanftem Weg

Während der DVT-Diagnostik entsteht auch eine Bohrschablone, mit der das Implantat anschließend exakt und minimalinvasiv eingesetzt wird. Diese neue computergestützte oder auch navigierte Implantologie macht sogar das früher notwendige Öffnen des Zahnfleisches per Skalpell überflüssig, was schließlich auch die Einheilungszeit erheblich verkürzt.

Exakt, sicher und sanft - aus der Sicht von Behandler und Patient sprechen viele Vorzüge für die computergestützte Implantologie. Dem steht nur ein Nachteil gegenüber: die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für computergestützte Implantologie mit 3D-Implantatplanung oder DVT-Diagnostik in der Regel leider nicht.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare (1)

Berner, 19.04.2017 - 12:44 Uhr

Was sprach dagegen, hier Orientierungspreise für die zweifelsohne vorteilhafte 3D-Implantatplanung oder DVT-Diagnostik anzugeben? So könnten sich potentielle Patienten auf die anstehenden Ausgaben noch besser vorbereiten.

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