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Das jameda-Interview: 10 Fragen an Frau Dr. Alexandra Schippers

Dr. Schippers

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© SchippersFrau Dr. Schippers praktiziert als Zahnärztin in Bochum. (© Schippers)Ärzte haben einen besonderen Blick auf die Welt der Medizin. Damit Patienten hinter die Kulissen des Gesundheitswesens blicken können, stellt jameda Frau Dr. Alexandra Schippers interessante Fragen zu ihren Erfahrungen als Zahnärztin.

jameda: Frau Dr. Schippers, was hat Sie motiviert, Zahnärztin zu werden? 

Frau Dr. Schippers: Ich wollte schon im Kindergarten Zahnärztin werden und habe dann nach ein paar Praktika meinen Berufswunsch umgesetzt. Zähne haben mich schon mein ganzes Leben fasziniert. Mir gefällt an dem Beruf besonders der Kontakt zu den Menschen und die Möglichkeit, die Mundgesundheit wiederherzustellen und zu erhalten.

jameda: Was macht Ihnen im Praxisalltag am meisten Freude? Wo sehen Sie die größten Herausforderungen?

Frau Dr. Schippers: Mir macht es besonders viel Freude, mit Kindern zu interagieren und sie spielerisch an das Thema Zahnarzt heranzuführen. Zu ihnen habe ich einen sehr guten „Draht“. Außerdem liegt sonst mein Schwerpunkt beim Zahnersatz jeglicher Art. Ich arbeite mit sehr qualifizierten Dentallaboren zusammen, mit denen wir Zähne langfristig mit hochwertigem Zahnersatz versorgen können.

jameda: Welchen Vorurteilen begegnen Sie häufig in Ihrer Praxis?

Frau Dr. Schippers: Manche Männer sind immer noch skeptisch, ob eine Frau überhaupt Zähne ziehen kann. Die meisten wissen nicht, dass mittlerweile deutlich mehr Frauen Zahnärzte werden als Männer. Die Zukunft des Berufsbildes ist also weiblich. Und ja, ich kann auch als Frau Zähne ziehen.

jameda: Manche Krankheiten und Therapien sind unangenehm und verlangen viel Durchhaltevermögen vom Patienten. Was raten Sie Patienten in solchen Situationen? 

Frau Dr. Schippers: Wir teilen die Behandlung in kleine einzelne Schritte auf und informieren die Patienten während der Behandlung, wenn ein Großteil geschafft ist. Bereits nach der Betäubung können die meisten Patienten aufatmen, da die restliche Behandlung ja im Normalfall schmerzfrei möglich ist.

jameda: Wie reagieren Sie, wenn Sie merken, dass ein Patient Ihren Therapieplan nicht befolgt?

Frau Dr. Schippers: Wenn Patienten einen Therapieplan nicht befolgen, finde ich es natürlich schade, da dadurch der Behandlungserfolg beeinträchtigt wird. Dann muss mit dem Patienten eventuell ein anders Behandlungsziel definiert und ein Kompromiss gefunden werden.

jameda: Wenn Sie das Gesundheitssystem ändern könnten, was würden Sie als Erstes tun?

Frau Dr. Schippers: Ich würde versuchen, einen Großteil der Bürokratie abzuschaffen. Mein Ansatz wäre, dass jeder Patient pro Jahr für seine Zähne ein bestimmtes Budget der Krankenkasse ausnutzen kann und er selbst entscheiden kann, welche Behandlungen er durchführen lässt. Die Abrechnung würde dann vom Zahnarzt direkt mit der Krankenkasse erfolgen. So könnte man auf viele Anträge, die erst genehmigt werden müssen, verzichten. Ohne die ganzen Anträge würden wir viel Zeit und Papier sparen.

jameda: Kein Mensch ist perfekt. In welchen Bereichen haben Ärzte Ihrer Meinung nach Verbesserungspotential?

Frau Dr. Schippers: Viele Ärzte vergessen zwischendurch, sich in ihre Patienten hineinzuversetzen. Sie vergessen manchmal, wie unangenehm die Behandlungen und Untersuchungen für die Patienten sind. Ich versuche immer wieder, mir eigene Behandlungen in Erinnerung zu rufen, die ich unangenehm fand, und sage mir dann innerlich, dass es meinen Patienten genauso geht. So kann ich besonders viel Verständnis für Ihre Ängste und Anliegen aufbauen.

© SchippersDer Empfangsbereich der Praxis Dr. Schippers. (© Schippers)jameda: Die Welt der Medizin verändert sich ständig. Gibt es neue Therapien oder Geräte, die Sie in Ihrer Praxis anwenden?

Frau Dr. Schippers: Alle Geräte, die wir verwenden, sind auf dem neuesten Stand der Technik und Hygiene. Die Praxisbegehung zum Thema Hygiene haben wir erfolgreich bestanden. Die Praxis verfügt über ein Lasergerät. Es gibt ebenfalls eine CEREC Maschine, mit der im CAD-CAM-Verfahren direkte Kronen hergestellt werden können. Für die Wurzelkanalbehandlung habe ich ebenfalls ein neues Gerät, mit dem maschinell aufbereitet und die Länge gemessen werden kann. Auch unsere Röntgengeräte sind digital und auf dem neuesten Stand.

jameda: Gibt es einen Patienten oder ein Erlebnis in Ihrer Praxis, das Sie nie vergessen werden?

Frau Dr. Schippers: Am meisten berührt es mich, wenn Patienten mir etwas zurückgeben möchten, indem Sie mir als Dankeschön etwas schenken. Außerdem habe ich auch viele Patientengeschenke zur Geburt meiner Tochter erhalten. Mich freut es besonders, dass ich zu vielen Patienten ein fast persönliches Verhältnis habe und ihr Leben etwas begleiten darf.

jameda: Welchen Gesundheitstipp möchten Sie unseren Lesern mit auf den Weg geben?

Frau Dr. Schippers: Mir liegt es besonders am Herzen, die Zähne gesund zu erhalten. Durch Prophylaxe kann in der Zahnmedizin sehr viel erreicht werden. Mit regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen und Professionellen Zahnreinigungen können viele Schäden an den Zähnen vermieden werden. Das ist in nur sehr wenigen Bereichen der Medizin überhaupt möglich. Deswegen nehmen Sie doch unsere Angebote in dem Bereich wahr.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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