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Das jameda-Interview: 10 Fragen an Herrn Dr. Jörg Grein

Dr. Dr. Jörg Grein

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© GreinHerr Dr. Grein praktiziert als Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurg in Dinkelsbühl. (© Grein)Ärzte haben einen besonderen Blick auf die Welt der Medizin. Damit Patienten hinter die Kulissen des Gesundheitswesens blicken können, stellt jameda Herrn Dr. Jörg Grein interessante Fragen zu seinen Erfahrungen als Mund-Kiefer-Gesichtschirurg.

jameda: Herr Dr. Grein, was hat Sie motiviert, Mund-Kiefer-Gesichtschirurg zu werden?

Dr. Grein: Die breite ärztliche und zahnärztliche Ausbildung und auch der ärztliche Blick über die Grenzen der Zahnmedizin hinaus.

jameda: Was macht Ihnen im Praxisalltag am meisten Freude? Wo sehen Sie die größten Herausforderungen?

Dr. Grein: Am meisten Freude bereitet mir das Gespräch mit den Patienten und den Fach-Zahnärzten, die zu unserem breiten Netzwerk gehören, um das umfassende Wohl unserer Patienten zu gewährleisten.

Die größte Herausforderung ist die demografische Entwicklung mit immer komplexeren Krankheitsbildern.

jameda: Welchen Vorurteilen begegnen Sie häufig in Ihrer Praxis?

Dr. Grein: Der Zahnarzt ist gleich teuer, bereichert sich an mir und meine Kasse zahlt sowieso nichts.

Dabei haben wir das beste Kassensystem der Welt und die Möglichkeit, uns für alles zu versichern.

In dieser Praxisklinik habe ich die Möglichkeit, umfassend spezialisiert behandelt und diagnostiziert zu werden. Die sind immer da. Da kann ich erwarten, fast immer schnell einen Termin zu erhalten.

Tatsächlich ist unsere Praxisklinik 66 Stunden in der Woche besetzt, von Montag bis Freitag jeweils von 8:00 Uhr bis 20:00 Uhr, am Samstag von 8:00 bis 14:00 Uhr, so dass wir auf dieses positive Urteil stolz sind.

jameda: Manche Krankheiten und Therapien sind unangenehm und verlangen viel Durchhaltevermögen vom Patienten. Was raten Sie Patienten in solchen Situationen? 

Dr. Grein: Parodontitis ist eine chronisch metastasierende Erkrankung, deren Behandlung gerade auch bei Gewebetransplantationen und Implantationen langwierig ist.

Wenigstens für den chirurgischen Behandlungsabschnitt raten wir unseren Überweisern und Patienten, uns einen Vertrauensvorschuss zu gewähren, um gemeinsam erfolgreich zu sein. Wir haben als Pioniere auf diesen Gebieten große Erfahrung und sind gleichzeitig fachlich und praktisch auf der Höhe der Zeit.

Chronische Schmerzen bedürfen einer interdisziplinären Betreuung. Wir haben die zertifizierte fachspezifische Qualifikation, Erfahrung und das nötige Netzwerk.

jameda: Wie reagieren Sie, wenn Sie merken, dass ein Patient Ihren Therapieplan nicht befolgt?

Dr. Grein: Entscheidend für jegliche Therapie ist das gegenseitige Vertrauen von Zahnarzt und Patient. Hierbei übernehmen beide Seiten Aufgaben.

Wenn ein Patient seinen Teil zum Behandlungserfolg nicht beitragen will, stelle ich die Vertrauensfrage.

jameda: Wenn Sie das Gesundheitssystem ändern könnten, was würden Sie als Erstes tun?

Dr. Grein: Ich würde die Eigenverantwortlichkeit der Patienten fördern, die Voll-Kasko-Mentalität abschaffen und die Gesundheitsvorsorge ins Bildungssystem integrieren. Wir haben nicht alles selbst in der Hand, was unsere Gesundheit betrifft, aber doch Vieles.


jameda:
Kein Mensch ist perfekt. In welchen Bereichen haben Ärzte Ihrer Meinung nach Verbesserungspotential?

Dr. Grein: Ein wesentlicher Aspekt fehlt leider in der Ausbildung der Zahnärzte, nämlich der tägliche Umgang mit den Menschen.

Jeder Verkäufer und Manager lernt das. Gelegentlich leidet so die Kommunikation zwischen Zahnarzt und Patient, aber auch zwischen Kollegen. Hier gibt es Potential.

© GreinDas Praxisteam um Herrn Dr. Grein. (© Grein)jameda: Die Welt der Medizin verändert sich ständig. Gibt es neue Therapien oder Geräte, die Sie in Ihrer Praxis anwenden?

Dr. Grein: Die dreidimensionale Röntgendiagnostik, überhaupt digitale Diagnostik und Therapieverfahren, Lupenbrillen und OP-Mikroskope, Laserverfahren und verschiedene Ultraschallgeräte haben die Haut-, Schleimhaut-, Knochen- und Zahndiagnostik sowie -Therapie verfeinert und revolutioniert.

Datenbanken und persönliche sowie digitale Netzwerke verbessern die Vergleichbarkeit und den Austausch von Diagnose- und Therapieverfahren.

Wir verfügen über all diese Systeme und sind auf dem neuesten Stand.

jameda: Gibt es einen Patienten oder ein Erlebnis in Ihrer Praxis, das Sie nie vergessen werden?

Dr. Grein: Wir haben erst im Jahr 2019 die über 40-jährige Odyssee einer Patientin beenden können, die enorme Zahn- und Kieferdefekte angesammelt hatte und bei uns nach Vorbereitung innerhalb eines Tages mit neuen festen Zähnen lächelnd die Praxis verlassen hat.

Wir machen so etwas sehr oft. Diese Patientin empfand das Ende ihres Leidensweges als spektakulär.

jameda: Welchen Gesundheitstipp möchten Sie unseren Lesern mit auf den Weg geben?

Dr. Grein: Leben Sie gesund und rauchen Sie nicht. Treiben Sie Sport und ernähren Sie sich gesund ohne viel Zucker – und nutzen Sie die vielfältigen Vorsorgeprogramme, die unser Gesundheitswesen bietet.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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