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Das jameda-Interview: 10 Fragen an Herrn Dr. med. dent. Hartmut Lingelbach

Dr. Lingelbach

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© Dr. Lingelbach© Dr. LingelbachÄrzte haben einen besonderen Blick auf die Welt der Medizin. Damit Patienten hinter die Kulissen des Gesundheitswesens blicken können, stellte jameda Herrn Dr. Lingelbach interessante Fragen zu seinen Erfahrungen als Zahnarzt.

jameda: Herr Dr. Lingelbach, was hat Sie motiviert, Zahnarzt zu werden?

Herr Dr. Lingelbach: Den Wunsch, Zahnarzt zu werden, hatte ich schon seit meiner Kindheit. Er hat sich durch mein Schulpraktikum bei meinem Vorgänger Dr. Wilhelm Beckenbach bestätigt. Meine Motivation? Ich half schon immer gerne Menschen, habe einen Hang zum Perfektionismus und arbeite sehr gerne feinmotorisch. Das war und ist meine Motivation, jeden Tag. Ich kann wirklich sagen, dass ich meinen Traumberuf erlernen durfte.

jameda: Was macht Ihnen im Praxisalltag am meisten Freude? Wo sehen Sie  die größten Herausforderungen? 

Herr Dr. Lingelbach: Das positive Feedback unserer Patienten macht mir am meisten Freude. Und die Vielfältigkeit des Berufes. Die größten Herausforderungen sehe ich darin, genau die Wünsche und Vorstellungen meiner Patienten herauszufinden und zu erfüllen.

jameda: Welchen Vorurteilen begegnen Sie häufig in Ihrer Praxis? 

Herr Dr. Lingelbach: Leider denken immer noch viele Patienten, dass eine Zahnbehandlung oder OP schmerzhaft ist.

jameda: Manche Krankheiten und Therapien sind unangenehm und verlangen viel Durchhaltevermögen vom Patienten. Was raten Sie Patienten in solchen Situationen?  

Herr Dr. Lingelbach: Besonders Erkrankungen ohne akute Schmerzsymptomatik wie Parodontitis oder eine Entzündung an einer schon vorhandenen, aber insuffizienten Wurzelkanalfüllung verlangen Durchhaltevermögen. Wir beraten unsere Patienten immer auch hinsichtlich Nachhaltigkeit und erklären ausführlich an Hand von Röntgenbildern und intraoralen Fotos.

© Dr. Lingelbach © Dr. Lingelbach jameda: Wie reagieren Sie, wenn Sie merken, dass ein Patient Ihren Therapieplan nicht befolgt

Herr Dr. Lingelbach: Wir können und müssen sogar ausführlich und für alle verständlich aufklären. Aber die Verantwortung für seine Zähne und Zahngesundheit trägt letztendlich jeder Patient selbst. Wir sehen uns auch nicht als die Entscheider, sondern als Berater. Wenn in Ausnahmefällen die Vorstellungen des Patienten und unsere Therapiekonzepte nicht in Einklang zu bringen sind, lehnen wir auch mal eine Behandlung ab. Wichtig ist es doch, immer im Gespräch zu bleiben.

jameda: Kein Mensch ist perfekt. In welchen Bereichen haben Ärzte Ihrer Meinung nach Verbesserungspotential?

Herr Dr. Lingelbach: Meiner Meinung nach kommt es leider immer noch zu häufig vor, dass Patienten nicht verständlich aufgeklärt werden. Es bringt doch nichts, Krankheiten mit medizinischen Fachbegriffen zu erklären. Die Patienten verstehen am Ende nicht, was eigentlich gemeint ist. Das führt nur zu Verunsicherung und Angst.

jameda: Die Welt der Medizin verändert sich ständig. Gibt es neue Therapieverfahren oder Gerätschaften, die Sie in Ihrer Praxis anwenden? 

Herr Dr. Lingelbach: In der modernen Endodontie ist das Mikroskop unverzichtbar, um auch kleinste Mikrostrukturen zu erkennen. In der Implantologie geben uns digitale Planungen mit Hilfe von dreidimensionaler Bildgebung Sicherheit für die operativen mikrochirurgischen Behandlungen. Das ermöglicht schonende Eingriffe mit sehr kleinen Wunden und in der Konsequenz auch kaum Beeinträchtigungen für den Patienten und keine Schmerzen.
Durch unsere Ozon-/Sauerstofftherapie können wir Entzündungen schmerzfrei behandeln und oft auf die Gabe von Antibiotika verzichten. Das nur als Beispiel für moderne Behandlungskonzepte.

jameda: Gibt es einen Patienten oder ein Erlebnis in Ihrer Praxis, das Sie nie vergessen werden

Herr Dr. Lingelbach: Das sind sehr viele, da kann ich jetzt keins herausheben.

jameda: Welchen Gesundheitstipp möchten Sie unseren Lesern mit auf den Weg geben?

Herr Dr. Lingelbach: Zahnerhaltung heißt immer auch Prävention! Dazu gehört neben einer optimalen häuslichen Mundhygiene mit elektrischer Zahnbürste und abends Zahnseide immer auch ein halbjährlicher Check-up in Kombination mit einer individuellen Zahnprophylaxe. Patienten mit parodontalen Problemen empfehlen wir immer eine vierteljährliche Prophylaxe. Das sind die besten Voraussetzungen, um seine Zähne sein Leben lang zu erhalten.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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