Das jameda-Interview: 7 Fragen an Herrn Dr. Bernd Cöln

Dr. Bernd Cöln im jameda-Interview (© (c) Dr. Cöln)

Ärzte haben einen besonderen Blick auf die Welt der Medizin. Damit Patienten hinter die Kulissen des Gesundheitswesens blicken können, stellte jameda Dr.  Cöln interessante Fragen zu neuen Diagnosemöglichkeiten in der Zahnchirurgie und seinem Umgang mit Angstpatienten.

jameda: Herr Dr. Cöln, was hat sie motiviert, Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurg zu werden?
Herr Dr. Cöln: Ich habe zunächst Medizin studiert. In meinem praktischen Jahr im Lehrkrankenhaus der Uni Bonn habe ich in der Abteilung für Mund,-Kiefer-und Gesichtschirurgie gearbeitet. Wegen der fachübergreifenden Tätigkeit von Medizin und Zahnmedizin und dem relativ großem Anteil plastischer und kosmetischer Chirurgie habe ich mich entschlossen, diese Fachrichtung zu meinem Beruf zu wählen und im Anschluss an das Medizinstudium noch Zahnmedizin zu studieren.

jameda: Was macht Ihnen im Praxisalltag am meisten Freude? Wo sehen Sie die größten Herausforderungen?
Herr Dr. Cöln: Die chirurgische Tätigkeit am Patienten mit immer wieder neuen Fragestellungen und Herausforderungen. 

jameda: Welchen Vorurteilen begegnen Sie häufig in Ihrer Praxis?
Herr Dr. Cöln: Die meisten Patienten kommen mit großer Angst und der Vorstellung eines zeitintensiven und schmerzhaften Eingriffes zu mir. Es freut mich immer wieder, sie dann vom Gegenteil überzeugen zu können.

jameda: Manche Krankheiten und Therapien sind unangenehm und verlangen viel Durchhaltevermögen vom Patienten. Was raten Sie Patienten in solchen Situationen?
Herr Dr. Cöln: Jeder Patient empfindet Schmerz individuell verschieden. Bei besonders ängstlichen Patienten haben wir die Möglichkeit, den Eingriff in Narkose oder im Dämmerschlaf durchzuführen.

jameda: Wie reagieren Sie, wenn Sie merken, dass ein Patient Ihren Therapieplan nicht befolgt?
Herr Dr. Cöln: Dies ist natürlich eine besonders schwierige Situation, aber ich versuche den Patient dahingehend anzuleiten, dass nur die Einhaltung des Behandlungsschemas letztendlich zum entsprechenden Erfolg führt. Dabei ist es mir besonders wichtig, die Notwendigkeit des Handelns zu erläutern, selbst wenn sich der Patient angegriffen fühlt.

Die MKG- Praxis von Dr. Bernd Cöln (© (c) Dr. Cöln)
jameda: Die Welt der Medizin verändert sich ständig. Gibt es neue Therapieverfahren oder Gerätschaften, die Sie in Ihrer Praxis anwenden?
Herr Dr. Cöln: Im Prinzip haben sich Anatomie und Ursache der Erkrankung nie geändert. Nun gibt es hin und wieder neue Therapieansätze für die entsprechende Behandlung. Ich versuche, mit meinem Equipment immer auf dem neuesten Stand zu sein. Sinnvolles Handeln liegt mir dabei jedoch sehr am Herzen, z. B. habe ich vor vier Jahren in meiner komplette Praxis digitales Röntgen einschließlich neuester dreidimensionaler Diagnostik eingeführt. Das bietet eine erhebliche Verbesserung der diagnostischen Möglichkeiten bei deutlich reduzierter Strahlenbelastung. Des Weiteren kann ich durch den Einsatz von piezoelektrischen Ultraschallaufsätzen eine optimale Aufbereitung der Zahnwurzelkanäle gewährleisten.

jameda: Welchen Gesundheitstipp möchten Sie unseren Lesern mit auf den Weg geben?
Herr Dr. Cöln: Schauen Sie, dass Sie Ihre Zähne gut pflegen, damit sie noch lange mit Ihren Zähnen schlafen können.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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