Das jameda-Interview: 9 Fragen an Dr. Sebastian Räckeinfo_plain_20gr

Dr. med. dent. Sebastian Räcke praktiziert als Zahnarzt in Bremen. (© Räcke)

Ärzte haben einen besonderen Blick auf die Welt der Medizin. Damit Patienten hinter die Kulissen des Gesundheitswesens blicken können, stellt jameda Herrn Dr. Sebastian Räcke interessante Fragen zu seinen Erfahrungen als Zahnarzt.

jameda: Herr Dr. Sebastian Räcke, was hat Sie motiviert, Zahnarzt zu werden, und warum haben Sie sich für Ihre Spezialgebiete entschieden?

Herr Dr. Räcke: Schon immer wohnte mir ein starker Wissensdrang inne, sodass ich mich schon früh für verschiedene Natur- und Geisteswissenschaften interessierte und mich mit ihnen beschäftigte.

Zum Entschluss, Zahnmedizin zu studieren, kam ich durch mein Interesse am sozialen Kontakt zu den Menschen und der Hilfe, die man leisten kann. Das Aneignen und Anwenden von immer neuen Erkenntnissen der Wissenschaft, um das faszinierende Zusammenspiel der Prozesse im menschlichen Körper zu verstehen, üben einen alltäglichen, starken Reiz und eine starke Motivation auf mich aus.

jameda: Worin liegt Ihr Tätigkeitsschwerpunkt und was macht diesen so besonders?

Herr Dr. Räcke: In der Zahnmedizin spezialisierte ich mich auf die Bereiche Endodontie, Ästhetik und Chirurgie.

Das höchste Ziel ist der Zahnerhalt. Hierfür bietet die moderne Endodontie mit Zuhilfenahme modernster Instrumente und Geräte in der alltäglichen Praxis sehr gute Voraussetzungen.

Wenn der Zahnerhalt absolut nicht mehr möglich ist, bietet die Implantologie in vielen Fällen eine optimale Möglichkeit des Erhalts der Funktion und Ästhetik. 


jameda:
Gibt es im medizinischen Bereich ein Vorbild, das Ihre Laufbahn besonders geprägt hat?

Herr Dr. Räcke: Ich hatte das Glück unter vielen anderen Namen Prof. Dr. Christian Graetz als Dozent zu haben. Seine positive Einstellung und fachliche Kompetenz haben mich stark beeinflusst.

Nun bin ich sehr glücklich, mit Dr. Köneke zu zusammenzuarbeiten, der eine wahre Koryphäe auf seinem Gebiet ist.
 

jameda: Gibt es aktuell Hilfen oder Neuerungen, die Ihnen Ihren Praxisalltag erleichtern können?

Herr Dr. Räcke: Die Endodontie hat in den letzten Jahrzehnten große Fortschritte gemacht. So können wir heutzutage in der Praxis mit modernen Instrumenten präziseste Arbeit leisten.

Zum Beispiel kann ich bei einer Wurzelkanalbehandlung durch die Verwendung eines OP-Mikroskops und flexibler Feilensysteme Ergebnisse erzielen, die vor einigen Jahren noch nicht möglich waren.

Dasselbe gilt für die Implantologie, in der zum Beispiel durch die Verwendung von DVTs und computerunterstützter Navigation auch schwierige Fälle möglichst atraumatisch, vorhersagbar und präzise durchgeführt werden können.

jameda: Wo sehen Sie in Ihrem Fachgebiet die größten Herausforderungen für die Zukunft?

Herr Dr. Räcke: Allgemein gesprochen liegt die größte Herausforderung in der Medizin und allgemein in der Wissenschaft die Evidenz.

In der Zahnmedizin sind CAD/CAM-Verfahren und 3D-Druck große Herausforderungen und bieten eine große Chance in der Vereinfachung und Standardisierung von Behandlungsprozessen.

jameda: Was wird an Ihrem individuellen Umgang mit Ihren Patienten besonders geschätzt?

Herr Dr. Räcke: Meine offene Art und dass ich mir viel Zeit für die Patienten nehme. 

jameda: Was schätzen Sie an Ihren Patienten besonders?

Herr Dr. Räcke: An den Patienten schätze ich besonders eine kommunikative Art. Manchmal muss man zuerst das Vertrauen hierfür gewinnen und dies ist für mich auch ein großer Lohn meiner Arbeit.

jameda: Gibt es ein besonderes Patientenerlebnis, das Sie nie vergessen werden?

Herr Dr. Räcke: Ich denke immer wieder gerne an die Dankbarkeit einer Patientin nach dem definitiven Einsetzen eines Zahnersatzes.

jameda: Welchen Gesundheitstipp möchten Sie unseren Lesern mit auf den Weg geben?

Herr Dr. Räcke: Für die Zahnmedizin ist Professionelle Zahnreinigung durch unser Team der Schlüssel zum Einsparen fast jeglicher weiterer Zahnbehandlung.

Sollte trotzdem selten einmal eine Reparatur an Zähnen notwendig sein, lassen Sie sich gut und mit Zeit beraten und wählen Sie eine haltbare Lösung aus.

Und lassen Sie sich nicht von Zahlungsstellen-Mitarbeitern verunsichern, die Ihnen möglicherweise ohne zahnärztliche Ausbildung einen gut gemeinten Tipp geben wollen, wie Sie für die Krankenkasse Geld sparen können. Denn damit sparen Sie zum Ende an Ihrer Gesundheit und das ist dann langfristig oft sehr teuer.

Zur Person

Im Jahr 2015 habe ich das Staatsexamen Zahnmedizin an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel gemacht. Nachdem Studium habe ich in der Praxis „Zahnärzte im Graf-Anton-Günther-Haus“ in Oldenburg gearbeitet und 2020 das Curriculum „Ästhetische Zahnmedizin" der DGZÄK erfolgreich absolviert.

Seit 2022 bin ich in der Praxis Dr. Köneke/Dr. Schroeder in Bremen angestellt.

Zur Praxis

Die Praxis für interdisziplinäre ZahnMedizin Dr. Köneke/Dr. Schroeder hat ihren Haupttätigkeitsschwerpunkt in der komplexen Behandlung von CMD. Die Praxis deckt aber auch alle anderen Spektren der Zahnmedizin ab.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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