Schöne dritte Zähne: Welche Methode ist die beste?

Dr. Meckbach

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©AndreyPopovFür die sogenannten "dritten Zähne" gibt es verschiedene Methoden (©AndreyPopov)Gesunde und schöne Zähne ein Leben lang ist etwas sehr wünschenswertes und sollte das Ziel jedes Patienten sein. Auch Zahnärzten liegt der Erhalt der echten Zähne besonders am Herzen.

Dennoch gibt es Situationen und Umstände, in denen ein Erhalt des eigenen Zahnes nicht möglich ist und eine Versorgung mit einem künstlichen Zahn oder den sogenannten "Dritten" die einzige sinnvolle Lösung darstellt.

Worauf es bei einem guten Zahnersatz ankommt

Es gibt verschiedene Methoden und Lösungen, die je nach individueller Situation der Patienten mehr oder auch weniger Sinn machen. Egal welche Lösung es am Ende wird, als Ziel steht ein perfekter Zahnersatz, der die Lebensqualität des Patienten erhält. Denn niemand möchte bei der Nahrungsaufnahme, Aussprache oder der Optik Minderungen hinnehmen.

Wie finde ich die Methode, die zu mir passt?

Um diese optimale Lösung für jeden individuell gelagerten Fall zu definieren, empfiehlt sich ein persönlicher Termin bei einem Zahnarzt Ihres Vertrauens, der sich auf den Gebieten der Implantologie und Prothetik auskennt. So kann er Ihnen die Lösungen zusammen mit dem Behandlungsaufwand, der Behandlungsdauer und vor allem den damit verbundenen Kosten detailliert vorstellen.

 

Dauerhafter Zahnersatz mit Implantaten

Die sicherlich beste und komfortabelste Lösung stellt eine Versorgung mit Implantaten dar. Wenn Sie als Patient die nötigen Voraussetzungen mitbringen, wie z.B. ausreichend Knochenstärke und eine gesunde Mundhygiene, ermöglicht Ihnen ein festsitzender Zahnersatz mit Implantat eine alternativlose, perfekte Lösung, die auch optisch keine Wünsche offen lässt. Ästhetik, Lage des Zahnersatzes sowie der Umgang und die Pflege mit dieser Art des Zahnersatzes sind unschlagbar und werden individuell von Ihrem Implantologen auf Ihre Bedürfnisse angepasst.© beawolfZahnimplantate werden direkt im Kiefer eingesetzt und sind daher sehr haltbar (© beawolf)

Vom setzen des Implantates über die Einheilzeit bis hin zum Einsetzen der finalen Krone vergehen in der Regel vier Monate. Es gibt aber auch schnelle Verfahren wie z.B. das sogenannte All-On-4, bei dem es um einen implantatgetragenen Komplettzahnersatz geht. Reinigung und Pflege erfolgt, wie auch bei den eigenen Zähnen, durch Zahnbürste und Zahnseide bzw. einer Interdentalbürste für die Zwischenräume.

Zahnlücken mit Brücken schließen

Um eine Lücke zu schließen und das vielleicht teure und aufwendige Implantat zu umgehen, ist die Versorgung mit einer Brücke eine Möglichkeit. Hier spricht man dann nicht von einem festsitzenden Zahnersatz und es kann über die Jahre immer wieder zur Lockerung oder Beschädigung der Brücke kommen. Auch Zahnfleisch oder Knochen kann sich an dieser Stelle zurückbilden.

Der Umgang mit einer Brücke ist bei einer gut gemachten Versorgung unkompliziert, aber grundsätzlich nicht so komfortabel wie ein Zahnersatz mit Implantat. Auch bei der Reinigung muss hier darauf geachtet werden, dass unter der Brücke keine Essensreste oder ähnliches zurückbleiben.

Herausnehmbarer Zahnersatz durch Prothesen

Eine dritte Alternative bei dem Ersatz mehrerer Zähne oder eines kompletten Kiefers ist die Teil- bzw. Vollprothese. Sie ist in den meisten Fällen herausnehmbar und nicht festsitzend. Das Gefühl und der Umgang mit einer Prothese ist natürlich kein Vergleich zu den eigenen Zähnen oder einem festsitzenden Zahnersatz, stellt aber für einige Patienten die preislich attraktivere Lösung dar bzw. ist bei manchen Patienten auch die einzig umsetzbare Lösung. Hier sollten Sie sich aber in jedem Fall auch über die Alternative einer implantatgetragenen Prothese nach All-On-4 erkundigen.

Fazit

Sollten Knochenhöhe und -stärke für Implantate nicht ausreichen, kann ein Knochenaufbau die Voraussetzungen für festen Zahnersatz schaffen. Informieren Sie sich und sprechen Sie Ihren Zahnarzt an, denn nichts gibt Ihnen mehr Lebensqualität und Lebensfreude als gesunde und festsitzende Zähne in perfekter Optik.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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