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Eine Zahnspangenbehandlung stärkt Gesundheit und Wohlbefinden am ganzen Körper

©goodluz - fotoliaGerade Zähne wirken sich nicht nur auf den Mundraum sondern auf die Gesundheit des ganzen Körpers aus. (©goodluz - fotolia)Die meisten Menschen verbinden den Begriff Zahnspange mit schöneren Zähnen. An die gesundheitlichen Aspekte einer Zahnspangenbehandlung denken sie oftmals nicht. Tatsächlich fördert ein gut funktionierender Biss die Gesundheit des ganzen Körpers und tut letztlich auch der Seele gut.

Die Gründe für eine Zahnspange sind vielfältig. Die wichtigsten Vorteile einer Zahnspangenbehandlung haben ich hier für Sie zusammengefasst.


Effektivere Mundhygiene

Eine effektive Methode zur Reinigung der Zahnzwischenräume sind Zahnseide und Interdentalbürsten. Bei besonders engen Zahnzwischenräumen gestaltet sich der Einsatz von Zahnseide und Interdentalbürsten jedoch als schwierig. Oftmals bleibt die Zahnseide beim Herausziehen hängen und der Reinigungsversuch somit erfolglos.

Beim Versuch, die Zahnseide gegen den Widerstand aus den Zahnzwischenräumen zu entfernen, verletzen Viele Ihr Zahnfleisch und verstärken so die Parodontitis-Symptomatik. Interdentalbürsten können bei engen Zwischenräumen erst gar nicht eingeführt werden.

Eine kieferorthopädische Zahnspangenbehandlung sorgt dafür, dass Sie Ihre Zähne effektiv pflegen und langfristig erhalten können.


Weniger anfällig für Karies und Parodontitis

Der Zahnengstand – eine häufig vorkommende Zahnfehlstellung – geht mit schiefen, gekippten und verdrehten Zähnen einher. Die engen Zahnzwischenräume machen es den Betroffenen auch bei regelmäßiger Mundpflege schwer, alle Speisereste zwischen den Zähnen zu entfernen.

Speisereste bilden die „gedeckte Tafel“ für Zahnbakterien, die von den in ihnen enthaltenen Zuckerverbindungen leben. Je „reicher der Tisch gedeckt“ ist, desto schneller können sich die Bakterien vermehren.


Plaque – ein zäher Film aus Speichel, Speiseresten und Bakterien

Das, was wir gemeinhin Zahnbeläge (Plaque) nennen – eine Mischung aus Speichel, Speiseresten und Bakterien – lagert sich auf den Kauflächen, freiliegenden Wurzeloberflächen, Zahnhälsen und zwischen den Zähnen ab. Plaque ist eine zähe, weiche Masse, die sich allmählich zu Zahnstein verhärtet, wenn sie nicht regelmäßig entfernt wird. Auf der rauen Oberfläche des Zahnsteins lagern sich frische Zahnbeläge noch leichter ab.

Ein wenig erinnert der Prozess an die Entwicklung von Tropfsteinen in einer Tropfsteinhöhle – mit dem Unterschied, dass Zahnstein sich nicht über viele Jahre, sondern rasant entwickelt. 

Mit der Zunahme von Zahnbelägen und Zahnstein wird die Bakterienlast im Mund immer größer. Hierdurch steigt das Risiko, an Karies oder Parodontitis zu erkranken, signifikant an. Dabei sind nicht die Bakterien an sich die Übeltäter, sondern ihre sauren Stoffwechselprodukte, die Zähne sowie Zahnfleisch angreifen und zu Karies oder entzündlichen Prozessen führen.

Karies und Parodontitis sind die Hauptursachen für einen frühen Zahnverlust. Indem der Kieferorthopäde die Zahnfehlstellung mit einer Zahnspange beseitigt, reduziert er das Karies- und Parodontitis-Risiko.


© bilderzwerg - fotoliaEine unbehandelte Parodontitis kann schwerwiegende Folgen mit sich ziehen. (© bilderzwerg - fotolia)Vermeidung von möglichen Spätfolgen  einer Parodontitis

Anders bei einer Zahnfleischentzündung (Gingivitis) bedarf die entzündliche, chronische Parodontitis einer lebenslangen Behandlung. Trotz Behandlung führt sie – wenn auch verlangsamt – zu einem fortschreitenden Abbau des Kieferknochens und schlimmstenfalls Zahnverlust.

Problematisch: Die entzündlichen Vorgänge im Mund können auf den Körper übergreifen und die Entstehung anderer Erkrankungen fördern wie zum Beispiel: 

Viele Wissenschaftlicher vertreten außerdem die Meinung, dass eine Parodontitis das Risiko einer Frühgeburt oder Fehlgeburt erhöhen kann.

Indem Sie sich einer Zahnkorrektur unterziehen, können Sie mögliche Folgeerkrankungen einer Parodontitis reduzieren und tun langfristig etwas Gutes für die Gesundheit von Mund und Körper.


Geringeres Risiko für die Schädigung der Zähne und des umliegenden Zahnhalteapparats

Der Abbau bzw. die Schädigung der Zähne und des Zahnhalteapparats kann auch durch nicht-entzündlichen Prozesse entstehen. Eine Zahnfehlstellung kann dazu führen, dass die Kaukräfte nicht gleichmäßig auf die Zähne verteilt werden.

Ein über längere Zeit ungleichmäßiger Kaudruck kann dazu führen, dass einige Areale überbelastet werden. Diese Areale können durch langfristige Überbelastung stärker abgenutzt und somit irreversibel geschädigt werden. Die betroffenen Zähne können sich lockern und schlussendlich ausfallen.

Eine Zahnspange sorgt für die richtige Zahnstellung sowie einen gleichmäßigen Kaudruck und hält so Ihren Zahnhalteapparat und Ihr Kiefergelenk gesund.


Behebung von Sprachfehlern

Die Art, wie wir sprechen, wird von der Stimme und der Zunge beeinflusst. Beim Sprechen stößt die Zunge immer wieder gegen Zähne und Gaumen. Bestimmte Zahnfehlstellungen können daher Sprachfehler wie beispielsweise das Lispeln begünstigen.

Eine kieferorthopädische Behandlung, kombiniert mit logopädischen Übungen, kann in einigen Fällen wirksam Sprachstörungen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen beseitigen.


Bessere Verdauung dank gesünderer Ernährung

Bei korrekter Zahnstellung fällt das Kauen von Lebensmitteln viel leichter. Vielen Menschen mit einer Zahnfehlstellung fällt das oft erst nach der Zahnspangenbehandlung auf. Je mehr die Nahrung im Mund zerkleinert und eingespeichelt wird, desto leichter und besser schließt der Körper die in dem Speisebrei enthaltenen Nährstoffe und Vitamine auf.

Eine Zahnkorrektur kann somit unterstützend einem Nährstoff- und Vitaminmangel vorbeugen, die Leistungsfähigkeit verbessern und einer Blutarmut vorbeugen. Wer seine Speisen ausreichend kaut, kann Magenschmerzen und Verdauungsproblemen entgegenwirken. 

Eine Zahnbegradigung verbessert nachhaltig Ihre Kaufähigkeit, Nährstoffaufnahme und Verdauung. Wer gut kauen kann und es auch tut, fühlt sich schneller gesättigt – perfekt, wenn man eine Gewichtsreduktion anstrebt.


Weniger Zahntraumata und Verletzungen im Mund

Menschen mit vorstehenden Zähnen (einen Überbiss) sind häufiger von einem Zahntrauma betroffen. Schnell werden die Zähne durch einen Schlag oder Sturz verletzt, vor allem bei sportlichen Aktivitäten. Das ist schmerzhaft und die anschließende Zahnrestauration kostet Zeit. Wenn sogar ein Zahn verloren geht, steht Zahnersatz an, und der kann auch schon einmal kostspielig sein. 

Eine Zahnspange korrigiert den Überbiss und verringert die Gefahr, durch ein Zahntrauma Zähne zu verlieren, wie es bei Kontaktsportarten besonders häufig vorkommt.


Hilfe bei Kiefer- und Kiefergelenksschmerzen

Bei einigen Menschen treffen die Zähne von Ober- und Unterkiefer nicht richtig aufeinander. Unbewusst versuchen die Betroffenen, den „falschen Biss“ über Ihre Kiefergelenke zu korrigieren. Das führt häufig zu Problemen und Schmerzuständen wie

  • Kopfschmerzen und Migräneattacken
  • knackenden Kiefergelenken
  • Kieferschmerzen und Kiefergelenkschmerzen
  • Kieferklemme („Maulsperre“)
  • verspannte Gesichts- und Kaumuskulatur

Leider bleiben die Schmerzen oft nicht auf den Kiefer- und Kopfbereich beschränkt. Da die Kiefer- und Gesichtsmuskulatur funktional mit den Muskeln des Körpers verbunden ist, können auch in anderen Körperbereichen Schmerzen entstehen. Wussten Sie, dass ein verspannter, schmerzender Rücken oder bestimmte Bewegungseinschränkungen von einer unphysiologischen Bisslage herrühren können?

Sollten Sie ähnliche Symptome bei sich feststellen, leiden Sie vielleicht an der sogenannten Craniomandibulären Dysfunktion (kurz: CMD). Das ist ein guter Grund, schnell den Kieferorthopäden aufzusuchen.

Für den Fall, dass eine Zahnfehlstellung die CMD verursacht hat, kann der Kieferorthopäde die betroffenen Patienten mithilfe einer Zahnkorrektur von ihren Schmerzen befreien.


© STUDIO GRAND OUEST - fotoliaZahnfehlstellungen können auch im Erwachsenenalter dezent und unauffällig korrigiert werden. (© STUDIO GRAND OUEST - fotolia)Mehr Selbstbewusstsein durch ein hübsches Lächeln

Wer schiefe Zähne hat, lächelt meist nicht gern und fühlt sich beim Sprechen gehemmt. In Extremfällen kapseln sich die Betroffenen sogar von der Außenwelt ab. 

Mit geraden, schönen Zähnen geht der Mensch freudvoller und sicherer durchs Leben. Ein schönes Lächeln kann zum beruflichen Erfolg beitragen und auch die psychische Gesundheit verbessern.

Aus den genannten Beispielen wird deutlich, dass Kieferorthopädie mehr bedeutet als Zähne zu verschönern. Jeder ganzheitlich denkende Kieferorthopäde wird vor allem Ihre Gesundheit in den Fokus rücken, Sie eingehend beraten und individuell behandeln.

Für eine Zahnspange ist es nie zu spät, sodass auch Erwachsene von einer kieferorthopädischen Behandlung profitieren können. Wer mitten im Beruf steht, erhält mit der modernen Aligner-Therapie beziehungsweise der „durchsichtigen Zahnspange“ die Möglichkeit, die Zahnspangenbehandlung unauffällig in den Alltag zu integrieren.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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