Einheilzeit bei implantatgetragenem Zahnersatzt - gut geheilt ist halb gewonnen!

Damit die Implantate ihre Qualität auch langfristig behalten, ist es wichtig, dass sie gut einheilen können (©fotolia-Antonioguillem)

Wenn Zahnlücken versorgt werden müssen, sollte keine Zeit verloren werden, um Knochenabbau durch fehlende Belastung und die Verschiebung der verbliebenen Zähne zu verhindern. Dennoch sollte darauf geachtet werden, die Lücke möglichst hochwertig und nachhaltig zu versorgen.

Viele Patienten entscheiden sich für Zahnimplantate, die sowohl optisch als auch in ihrer Funktion einem natürlichen Zahn sehr nahe kommen. Dafür wird eine künstliche Zahnwurzel in den Kieferknochen eingesetzt, die dann als Fundament für den Zahnersatz dient. Um lange etwas von dem Implantat zu haben und für die nötige Stabilität zu sorgen, sollte eine angemessene Einheilzeit beachtet werden. Es ist sehr wichtig, dass das Implantat fest mit dem Kieferknochen verwachsen kann.


Wovon hängt die Einheilzeit des Implantats ab?

Es nehmen verschiedene Faktoren Einfluss darauf, wie lang ein Zahnimplantat einheilen muss, um den Zahnersatz tragen zu können. Der behandelnde Zahnarzt ermittelt diese Faktoren individuell je nach Patientensituation.

Maßgeblich ist zum einen die gewählte Behandlungsmethode. Bei idealen medizinischen Voraussetzungen kann eine Sofortversorgung stattfinden, bei entsprechender notwendiger Vorbehandlung kann die Regenerationszeit mehrere Monate in Anspruch nehmen.

Zum anderen ist auch die Oberflächenbeschaffenheit des Implantats zu berücksichtigen, je nach Werkstoff, Rauigkeit und Beschichtung der Implantat-Außenfläche. Auch die Beschaffenheit des Knochenmaterials ist bei der Einheilzeit zu beachten, ebenso wie die Anzahl der eingesetzten Zahnimplantate. Der Implantologe berücksichtigt all diese Faktoren, genauso wie die individuelle Mundgesundheit des Patienten und errechnet so, wie lang das Implantat einheilen sollte.


Auch das Zahnfleisch muss heilen

Nicht nur der Kieferknochen braucht Zeit, um abzuheilen. Auch das Zahnfleisch muss sich regenerieren, bevor der dauerhafte Zahnersatz eingesetzt werden kann. Hier gibt es verschiedene Methoden. Je nach Variante kann der Zahnarzt das Zahnfleisch über der Zahnimplantatschraube vernähen oder eine Verschlussschraube auf den Implantat-Hals setzen. Man spricht von einer gedeckten beziehungsweise einer geschlossenen Implantatheilung. Beide Methoden sind ähnlich erfolgversprechend und werden je nach Patientensituation gewählt.


Weniger ist nicht immer mehr!

Es ist wichtig, alles gut einheilen zu lassen. Nur so kann die künstliche Zahnwurzel den Zahnersatz stabil und sicher tragen und der Patient gewinnt nicht nur seine Lebensqualität zurück, sondern auch ein schönes, natürliches und lückenloses Lächeln. Sollten Sie sich für ein Zahnimplantat entschieden haben, ist es wichtig, einen Zahnarzt zu wählen, der im Bereich Implantologie gut ausgebildet ist und Erfahrung mitbringt.

Ein erfahrener Implantologe wird Sie umfassend beraten und die für Ihre individuelle Situation richtige Methode wählen. Wenn Sie Ihrem Körper dann genügend Zeit geben, sich zu erholen und abzuheilen, steht einem langlebigen, festen Implantat und ästhetisch ansprechendem Zahnersatz nichts mehr im Wege! Lassen Sie sich in der Zahnarztpraxis Ihres Vertrauens beraten.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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