Zahnfehlstellungen: Entstehung, Folgen & Vorbeugung

Zahnfehlstellungen sollten frühzeitig erkannt und behandelt werden, um Folgeschäden zu vermeiden. (© santypan - fotolia)

Um eine Zahnfehlstellung handelt es sich, wenn ein Zahn oder mehrere Zähne im Ober- oder Unterkiefer nicht korrekt angeordnet sind. Die Zähne können schief stehen, gedreht sein oder nicht an der vorgesehenen Stelle stehen.

Zahnfehlstellungen können ästhetische Auswirkungen haben, müssen aber nicht zwangsläufig auch gesundheitliche Nachteile mit sich bringen.

Welche Folgen können Zahnfehlstellungen mit sich bringen?

Stehen die oberen Schneidezähne zum Beispiel etwas schief, kann das Sprechen, Essen und die Zahnreinigung dennoch uneingeschränkt funktionieren. In einigen Fällen führen allerdings schon kleine Abweichungen von der idealen Zahnstellung zu funktionalen Einschränkungen. So kann zum Beispiel das Abbeißen erschwert sein.

Des Weiteren entsteht durch eine Zahnfehlstellungen oftmals ein erhöhtes Risiko für Karies und Parodontitis, denn unregelmäßig angeordnete Zähne lassen sich mit Zahnbürste und Zahnseide nur erschwert und in vielen Fällen unzureichend reinigen.


Wie kommt es zu Zahnfehlstellungen?

Zahnfehlstellungen können genetisch bedingt sein. Häufiger sind sie jedoch durch äußere Umstände entstanden. 

Die Grundlage für die Zahnstellung wird oft schon im Kindesalter gelegt. Einfluss auf Fehlstellungen haben zum Beispiel schlechte Angewohnheiten wie auf die Lippe beißen, die Zunge an die Vorderzähne drücken oder auch Zähneknirschen. Besonders dauerhaftes Daumenlutschen ist ungesund und auch der Schnuller sollte dem Kind rechtzeitig wieder abgewöhnt werden. 

Ein weiterer Auslöser für Zahnfehlstellungen können Asthma und andere Atemwegserkrankungen sein, die die Nasenatmung behindern. Die Betroffenen atmen vermehrt durch den Mund. Bei der Mundatmung sinkt die Zunge, die normalerweise am Gaumen liegen sollte, nach unten und der wachstumsstimulierende Reiz der Zunge auf den Gaumen und den Oberkiefer ist nicht ausreichend, so dass der Oberkiefer in der Entwicklung zurückbleibt.

Wichtig sind außerdem die Zahnpflege und auch die Ernährung bei Kindern, da eine schlechte Zahnpflege und Ernährung im Kindesalter häufig Zahnfehlstellungen fördern. Fallen die Milchzähne zum Beispiel aufgrund von Karies frühzeitig aus, entsteht eine Zahnlücke, die nicht so schnell geschlossen wird.

Durch den zusätzlichen Platz beginnen die nebenstehenden Zähne, sich in Richtung der Lücke zu bewegen. Dadurch ist der Platz für die nachwachsenden Zähne wiederum eingeschränkt und es besteht die Gefahr, dass sie schief oder an einer falschen Stelle nachwachsen. 

Bei Erwachsenen können sich ebenfalls Zähne verschieben etwa durch Fehlbelastungen oder Dysfunktionen, wie Knirschen und Pressen oder den Durchbruch der Weisheitszähne.


Zahnfehlstellungen vorbeugen

Karies führt bei Kleinkindern schnell zu größeren Schäden und Schmerzen. Aus diesem Grund ist es umso wichtiger, bereits ab dem ersten Milchzahn mit der Zahnpflege zu beginnen und regelmäßige Vorsorgetermine beim Zahnarzt wahrzunehmen. Dieser verfolgt die Entwicklung von Zähnen und Kiefer und überweist die Kinder, wenn notwendig, zu einem Kieferorthopäden.

Sind schlechte Angewohnheiten vorhanden, wie zum Beispiel Zungenpressen oder Daumenlutschen, gilt es diese zu erkennen und in Zusammenarbeit mit einem Logopäden abzutrainieren.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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