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Erste Hilfe für die Zähne

Dr. Jung Zahnklinik

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© Mark Bowden_iStock© Mark Bowden_iStockEin abgebrochenes Stück der Zahnkrone, ein gelockerter oder gar komplett herausgeschlagener Zahn: Meistens sind Kinder und Jugendliche von Unfällen mit begleitenden Schäden an den Zähnen betroffen. Aber auch bei Erwachsenen ist ein sogenanntes Zahntrauma nicht selten.

Das größte Risiko für ein Zahntrauma haben die Frontzähne im Oberkiefer, da sie an exponierter Position stehen. Gerade bei Stürzen landet man oftmals unsanft auf den Zähnen, sodass diese einen Schaden davon tragen können.

Zahnarzt kann Zähne retten
Generell sollte direkt nach dem Trauma ein Zahnarzt aufgesucht werden. Die schnelle und richtige Diagnostik trägt maßgeblich zum Erhalt der verletzten Zähne bei. Somit können oft lebenslange Folgen und Kosten für den nötigen Zahnersatz vermieden werden. Auch begleitende Schwellungen und weiterreichende Verletzungen müssen durch den Arzt behandelt werden.

Erste (Selbst-)Hilfe nach einem Zahnunfall
Sogar ein komplett ausgeschlagener Zahn hat die Chance wieder fest mit dem Kiefer zu verwachsen. Besonders wichtig ist in diesem Fall das richtige Handeln direkt nach dem Unfall:

  • Der ausgeschlagene Zahn und möglichst alle abgeschlagenen Zahnteile sollten gesucht werden
  • Die Zahnwurzel darf nicht berührt werden: den Zahn nur an der Krone anfassen
  • Den Zahn keinesfalls säubern, am Zahn haftende Schmutzpartikel nicht entfernen, den gesamten Zahn nicht desinfizieren
  • Der Zahn sollte möglichst in einer Zahnrettungsbox aufbewahrt werden
  • Ist keine Zahnrettungsbox vorhanden, so eignet sich auch H-Milch oder Kochsalzlösung. Im Extremfall nützt auch eine Plastiktüte als Transportmöglichkeit.
  • Abgebrochene Zahnteile müssen feucht gehalten werden: In H-Milch oder Kochsalzlösung lagern
  • Für die weitere Therapie muss umgehend ein Zahnarzt aufgesucht werden

Kontrolltermine unbedingt ernst nehmen
Nach der Erstversorgung, bei der der betroffene Zahn ggf. stabilisiert oder wieder eingesetzt wird, sollten Kontrolltermine in regelmäßigen Abständen erfolgen. An diesen wird vor allem die Reaktion des Zahnnervs untersucht. Bleibt der Nerv „lebendig“, so ist von einer guten Prognose des betroffenen Zahnes auszugehen. Andernfalls sollte eine Wurzelkanalbehandlung durchgeführt werden.

Schönes Lachen - trotz Unfall
Ein häufiges Problem nach einem Zahntrauma ist das gestörte Erscheinungsbild durch abgebrochene Zahnteile. Die Wiederherstellung der Ästhetik gelingt in diesen Fällen besonders gut durch Verblendschalen aus Keramik (Veneers) oder durch Keramikkronen. Je nach Defektgröße kann sogar auf ein weiteres Beschleifen und Reduzieren der Zahnsubstanz verzichtet werden.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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