Festsitzender Zahnersatz auf Zahnimplantaten

Dr. Ulmer

von
verfasst am

© beawolfDas Zahnimplantat wird direkt in dem Kiefer verpflanzt. Darauf wird der neue Zahnersatz befestigt. (© beawolf)Zahnimplantate sind künstliche Zahnwurzeln, die in den Kiefer eingesetzt werden und dort fest mit dem Knochen verwachsen. Dieser Eingriff wird in den meisten Fällen ambulant und unter Lokalanästhesie durchgeführt. Angst- oder Risikopatienten wird allerdings oft die Option der Vollnarkose geboten.

Nach der Einheilzeit bilden Zahnimplantate so eine stabile Basis für den Zahnersatz, der auf ihnen befestigt wird. Essen, sprechen, lachen - all das ist problemlos möglich und nicht länger von der Angst begleitet, die „Dritten“ zu verlieren. Zahnimplantate eignen sich dabei für beinahe jeden Patienten, auch im hohen Alter oder mit Vorerkrankungen.


Implantate erfordern gelegentlich einen Knochenaufbau

Damit die Zahnimplantate festen Halt im Kiefer finden und dem Zahnersatz ein stabiles Fundament bieten können, muss ausreichend gesundes Knochenmaterial vorhanden sein. Wenn sich der Knochen bereits abgebaut hat, kann dieser Mangel an Knochensubstanz mit einem sogenannten Knochenaufbau behoben werden. Auch sollte der gesamte Mundraum vor einer Implantation gesund und entzündungsfrei sein.


Ablauf des Implantat-Eingriffs

Sind Kieferknochen und Zahnfleisch gesund und optimal auf den Eingriff vorbereitet, setzt der Oralchirurg die Zahnimplantate ein. Die Schleimhaut über dem Kieferknochen wird an strategisch sinnvollen Stellen geöffnet und der Knochen wird mit einem speziellen Bohrer vorbereitet. Dann bringt der Zahnarzt die Implantate ein. Sie dürfen in Ruhe in den Knochen einheilen, was etwa zwei bis sechs Monate dauert.

Die Zahnmedizin unterscheidet eine gedeckte von einer offenen Einheilung, Bei einer gedeckten Einheilung wächst das Implantat völlig geschützt unter dem Zahnfleisch ein, wobei es bei einer offenen Einheilung mit einer sogenannten Deckschraube aus dem Zahnfleisch ragt. Nach der Einheilzeit wird der Zahnersatz auf den Implantaten befestigt und gibt seinem Träger so das Gefühl fester Zähne zurück. Manchmal können Implantate auch sofort nach der Implantation mit einem Zahnersatz versorgt werden.


Pflege und Nachsorge von Zahnimplantaten

Ebenso wie bei den natürlichen Zähnen sind eine gewissenhafte häusliche Mundhygiene und regelmäßige Termine bei Ihrem Zahnarzt die Schlüssel zum dauerhaften Erhalt. Empfehlenswert ist es außerdem, zweimal jährlich eine professionelle Zahnreinigung durchführen zu lassen. So können Beläge auch an schwer erreichbaren Stellen entfernt werden.


Die Vorteile von Zahnimplantaten

Implantatgetragener Zahnersatz ist fest, belastbar, überaus hochwertig und ästhetisch ansprechend. Er kann nicht verrutschen oder gar aus dem Mund fallen. Gesunde Nachbarzähne müssen nicht, wie es bei herkömmlichen Brücken der Fall ist, beschliffen werden. Außerdem bleibt der Kieferknochen durch die andauernde Stimulation langfristig stabil. Implantatgetragener Zahnersatz steigert den Kaukomfort, Ihr Wohlbefinden und so Ihre Lebensqualität.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

Wie hilfreich fanden Sie diesen Artikel?
3
Interessante Artikel zum Thema „Zahnersatz & Implantate”

Kommentar abgeben oder Rückfrage stellen:

Ihr Name(wird veröffentlicht)
Ihre E-Mail(wird nicht veröffentlicht)
Ihr Kommentar(wird veröffentlicht)
 
Ich akzeptiere die Nutzungsrichtlinien und AGB der jameda GmbH und habe die Datenschutzerklärung gelesen.
  

Inhaltssuche

Durchsuchen Sie sämtliche Artikel auf jameda. Wenn Sie auf der Suche nach Ärzten oder Heilberuflern sind, geht es hier zur Arztsuche

Passende Behandlungsgebiete und Lexikon-Inhalte

Ärzte für spezielle Behandlungsgebiete

jameda Behandlungsgebiete

Über Krankheiten und Symptome informieren

Das jameda Lexikon