Deutschlands größte Arztempfehlung

Das jameda-Interview: 8 Fragen an Frau Dr. med. dent. Katharina Sensch

Dr. Sensch

von
verfasst am

© SenschFrau Dr. Sensch praktiziert als Zahnärztin in München. (© Sensch)Ärzte haben einen besonderen Blick auf die Welt der Medizin. Damit Patienten hinter die Kulissen des Gesundheitswesens blicken können, stellt jameda Frau Dr. Katharina Sensch interessante Fragen zu ihren Erfahrungen als Zahnärztin.

jameda: Frau Dr. Sensch, was hat Sie motiviert, Zahnärztin zu werden?

Frau Dr. Sensch: Schon zu Schulzeiten war ich mir sicher, dass ich einmal Zahnärztin werden wollte. Da war zum einen das Interesse an medizinischen Themen und zum anderen aber auch die gefragte manuelle Geschicklichkeit. Der Zahnarztberuf verbindet für mich beides. Hinzu kommt noch der Umgang mit den unterschiedlichsten Menschen, der ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen fordert. Dies macht den Beruf abwechslungsreich und spannend, so dass kein Tag dem anderen gleicht. Ich würde mich immer wieder für diesen Beruf entscheiden.

jameda: Was macht Ihnen im Praxisalltag am meisten Freude? Wo sehen Sie die größten Herausforderungen?

Frau Dr. Sensch: Mit Begeisterung und viel Engagement plane und versorge ich vor allem die etwas komplizierteren Behandlungsfälle. Dies fängt bei einer Zahnfleischbehandlung an, setzt sich evtl. in einer funktionstherapeutischen Therapie fort und endet letztendlich in der Zahnversorgung. Am Ende soll immer ein strahlendes Lächeln des Patienten stehen. Ich bin erst zufrieden, wenn der Patient es auch ist.

jameda: Manche Krankheiten und Therapien sind unangenehm und verlangen viel Durchhaltevermögen vom Patienten. Was raten Sie Patienten in solchen Situationen? 

Frau Dr. Sensch: Wir klären unsere Patienten von Anfang an sehr ausführlich über den Umfang der Behandlung auf. Jeder Patient sollte vorher möglichst genau wissen, was auf ihn zukommt. Deshalb stimmen wir den Therapieverlauf zusammen mit dem Patienten genauestens ab. Wenn der Patient sich für eine Behandlung entschieden hat, werden wir ihn in dieser Zeit optimal begleiten und auch jederzeit motivieren, diese zu Ende zu bringen.


jameda:
Wie reagieren Sie, wenn Sie merken, dass ein Patient Ihren Therapieplan nicht befolgt?

Frau Dr. Sensch: Zunächst ist jeder Therapieplan immer eng zusammen mit dem Patienten ausgearbeitet worden. Und der Patient kann bei uns jederzeit Fragen zu seiner Behandlung und dem Ablauf stellen. In jedem Fall werden wir den Patienten erneut darüber aufklären, was ein eventuelles Nichtbefolgen des Therapieplans für ihn bedeutet. Dennoch wird es im Leben immer wieder Gründe geben, Pläne erneut zu hinterfragen und auch zu ändern. Dies bleibt immer die persönliche Entscheidung des Patienten.

jameda: Wenn Sie das Gesundheitssystem ändern könnten, was würden Sie als Erstes tun?

Frau Dr. Sensch: Im internationalen Vergleich haben wir hier in Deutschland sicher ein sehr gutes Gesundheitssystem. Dennoch würde ich beim Gesundheitssystem den Schwerpunkt mehr auf die Vorsorge legen. So wird zum Beispiel die wirklich bewährte regelmäßige Professionelle Zahnreinigung nach wie vor bei Kassenpatienten nicht von der Versicherung übernommen.

© SenschDer Empfangsbereich der Praxis Armbrecht-Sensch. (© Sensch)jameda: Kein Mensch ist perfekt. In welchen Bereichen haben Ärzte Ihrer Meinung nach Verbesserungspotential?

Frau Dr. Sensch: So wie kein Mensch perfekt ist, ist auch kein Arzt perfekt. Jeder sollte das Ziel haben, sich weiterzuentwickeln und zu verbessern. Im Bereich der Zahnmedizin bedeutet das, sich nicht nur fachlich anhand von Fortbildungen weiterzubilden. Man muss auch das menschliche Miteinander und die Empathie immer wieder hinterfragen und verbessern. Das Schöne ist ja, dass man immer etwas verbessern kann.

jameda: Die Welt der Medizin verändert sich ständig. Gibt es neue Therapien oder Geräte, die Sie in Ihrer Praxis anwenden?

Frau Dr. Sensch: Es ist toll, was es auch in der Zahnmedizin immer wieder neue Therapien oder Geräte gibt. Allerdings prüfen wir immer genau, ob sie auch wirklich eine Verbesserung bringen und machen nicht jeden Trend mit.

Im Bereich der Implantologie setzen wir jetzt zusätzlich zu den bisherigen Titan-Implantaten auch Keramik-Implantate ein. Hier kommen wir dem häufig von Patienten geäußerten Wunsch nach einer metallfreien Versorgung nach. Im Bereich der Funktionstherapie bieten wir mit bisher großem Erfolg die DROS-Schienentherapie an. Sie hilft Patienten mit Beschwerden im Kiefergelenk und in der Kaumuskulatur.

jameda: Welchen Gesundheitstipp möchten Sie unseren Lesern mit auf den Weg geben?

Frau Dr. Sensch: Jeder sollte durch ein gesundes Leben auf sich achten und versuchen, Erkrankungen vorzubeugen. Was die Zähne betrifft, bedeutet das eine optimale Mundhygiene von Seiten des Patienten. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass Zähne und Zahnfleisch lange gesund bleiben. Zudem halte ich eine regelmäßige Professionelle Zahnreinigung bei einer Dentalhygienikerin für immens wichtig.

Zur Person

Frau Dr. Katharina Sensch, Zahnärztin mit Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie und Spezialistin auf dem Gebiet der Funktionstherapie, ist seit 2000 in eigener Praxis niedergelassen. Sie ist Mitglied in zahlreichen wissenschaftlichen Vereinigungen.

Zur Praxis

Die Praxis im Zentrum von München wird von Frau Dr. Sensch schon seit 20 Jahren geführt. Zusammen mit ihrer Kollegin Frau Dr. Reichelt und dem gesamten Team werden die Patienten in modern ausgestatteten Räumen in angenehmer Atmosphäre erstklassig behandelt.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

Wie hilfreich fanden Sie diesen Artikel?
0
Interessante Artikel zum Thema „Zähne & Mund”

Inhaltssuche

Durchsuchen Sie sämtliche Artikel auf jameda. Wenn Sie auf der Suche nach Ärzten oder Heilberuflern sind, geht es hier zur Arztsuche

Passende Behandlungsgebiete