Das jameda-Interview: 7 Fragen an Frau Dr. med. dent. Andrea Galminfo_plain_20gr

Frau Dr. Galm praktiziert als Zahnärztin in Bad Soden. (© Galm)

Ärzte haben einen besonderen Blick auf die Welt der Medizin. Damit Patienten hinter die Kulissen des Gesundheitswesens blicken können, stellt jameda Frau Dr. med. dent. Andrea Galm interessante Fragen zu ihren Erfahrungen als Zahnärztin.

jameda: Frau Dr. med. dent. Andrea Galm, was hat Sie motiviert, Zahnärztin zu werden, und warum haben Sie sich für Ihre Spezialgebiete entschieden?

Dr. Andrea Galm: Menschen zu helfen, war schon immer ein Anliegen. Auch das Thema Gesundheit und Erhaltung dieser. Zähne nehmen eine zentrale Stellung ein. Nicht umsonst sagt man "Gesund beginnt im Mund". Neben der medizinischen Herausforderung gibt es noch die handwerkliche Komponente in der Zahnmedizin, die diesen Beruf so vielseitig macht. Während meiner Arbeit als Allgemeinzahnärztin entdeckte ich meinen Spaß an der Behandlung von Kindern, die auch gerne zu mir gekommen sind. Nach einigen Jahren im öffentlichen Dienst als Jugendzahnärztin machte ich meinen Tätigkeitsschwerpunkt für Kinderzahnheilkunde.

jameda: Worin liegt Ihr Tätigkeitsschwerpunkt, und was macht diesen so besonders?

Dr. Andrea Galm: Ich habe mich auf die Behandlung von Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Angstpatienten spezialisiert. Kinder sind sehr direkt und geben sofort zu verstehen, ob sie uns mögen oder nicht und gehen dann, wenn sie Vertrauen haben  auch schwere Wege mit. Das ist sehr faszinierend. Ein Dankeschön ist Ihnen gewiss. Und Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Sie bedürfen einer anderen Ansprache und auch einer anderen Behandlung als Erwachsene.

jameda: Wo sehen Sie in Ihrem Fachgebiet die größten Herausforderungen für die Zukunft?

Dr. Andrea Galm: Es ist bekannt, dass die Karies rückläufig ist. Trotzdem gibt es noch Kinder, gerade zwischen 1-3 Jahren, die stark von Karies betroffen sind und ohne Narkosen schwer behandelbar sind. Deshalb sind die nun eingeführten Frühuntersuchungen für Kinder ab der Geburt sehr zu begrüßen.

So wie ein U-heft beim Kinderarzt gibt es ein Zahn-U-heft, das halbjährliche Untersuchungen beinhaltet, die auch von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden. Ein weiteres Problem ist das verstärkte Auftreten der Kreidezähne an den ersten bleibenden Backenzähnen oder sogar manchmal auch den Milchbackenzähnen. Diese Zähne beeinträchtigen manche Kinder in erheblichem Maße und stellen den Behandler vor große Herausforderungen.

jameda: Was wird an Ihrem individuellen Umgang mit Ihren Patienten besonders geschätzt?

Dr. Andrea Galm: Das Einfühlungsvermögen, das individuelle Eingehen auf jede neue Situation eines Kindes, ausführliche Erklärung der nötigen Behandlungsschritte und individuelle Therapiekonzepte.

jameda: Was schätzen Sie an Ihren Patienten besonders?

Dr. Andrea Galm: Kleine Patienten sind voller Lebensenergie, die sie zeigen und auch teils an uns weitergeben können. Es gibt jeden Tag Grund zum Schmunzeln und gemeinsamen Lachen. Kinder sind direkt und geben sofort Feedback, egal ob positiv oder negativ.

jameda: Welchen Gesundheitstipp möchten Sie unseren Lesern mit auf den Weg geben? 

Dr. Andrea Galm: Regelmäßige Zahnpflege von Geburt an. Schon der Säugling kann mit einem Läppchen oder dem Finger über die Zahnleisten massiert werden und gewöhnt sich an die tägliche Zahnpflege. Die jetzt angebotenen Vorsorgeuntersuchungen ab Geburt beim Kinderzahnarzt wahrnehmen. Wasser ist der beste Durstlöscher. Fläschen nur für die Mahlzeiten nutzen, nicht zur Beruhigung oder zum Einschlafen.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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