Das jameda-Interview: 7 Fragen an Herrn Dr. med. Dr. med. dent. Marc Holstinfo_plain_20gr

Herr Dr. med. Dr. med. dent. Marc Holst praktiziert als Mund-Kiefer-Gesichtschirurg in Magdeburg. (© Holst)

Ärzte haben einen besonderen Blick auf die Welt der Medizin. Damit Patienten hinter die Kulissen des Gesundheitswesens blicken können, stellt jameda Herrn Dr. med. Dr. med. dent. Marc Holst interessante Fragen zu seinen Erfahrungen als Mund-Kiefer-Gesichtschirurg.

jameda: Herr Dr. Holst, was hat Sie motiviert, Mund- Kiefer-Gesichtschirurg zu werden, und warum haben Sie sich für Ihre Spezialgebiete entschieden?

Herr Dr. Holst: Die MKG-Chirurgie vereint die Human- und die Zahnmedizin mit der Voraussetzung der Doppelapprobation. Wer den langen Weg dieser doch sehr gegensätzlichen Studiengänge gegangen ist, den erwartet danach eine interessante, abwechslungsreiche Tätigkeit – ob in der Klinik oder der Praxis. Wie in jedem anderen Beruf kann man sich durch weitere Fortbildungen nach eigenem Interesse spezialisieren und Schwerpunkte herausarbeiten.

jameda: Worin liegt Ihr Tätigkeitsschwerpunkt und was macht diesen so besonders?

Herr Dr. Holst: Meine Tätigkeitsschwerpunkte sind einerseits die Implantologie und Knochenaufbau im Bereich des Kiefers und andererseits die ästhetische Gesichtschirurgie. Diese beiden Schwerpunkte sind gar nicht so gegensätzlich, wie es sich anhört. In beiden Bereichen kommt es auf Präzision, die richtige Indikation und auf eine optimale präoperative Planung an. 

jameda: Gibt es im medizinischen Bereich ein Vorbild, das Ihre Laufbahn besonders geprägt hat?

Herr Dr. Holst: Man kann jeden Tag wieder von anderen Menschen als Positiv- oder auch als Negativbeispiel lernen und sich dabei unbewusst selber weiterentwickeln. Ein Vorbild in einer Person vereint habe ich nicht, eher eine Collage aus ganz vielen Erfahrungen und Erlebnissen, die den eigenen Charakter geformt haben.

jameda: Wo sehen Sie in Ihrem Fachgebiet die größten Herausforderungen für die Zukunft?

Herr Dr. Holst: Die Behandlung der Periimplantitis ist immer noch ein häufig langwieriger und nicht immer zufriedenstellender Weg. Eine komplette Restitution ist selten – da ist in der Zukunft noch viel Luft nach oben...

jameda: Was wird an Ihrem individuellen Umgang mit Ihren Patienten besonders geschätzt?

Herr Dr. Holst: Es ist schwierig, sich selber einzuordnen, weil man sich selber möglicherweise anders wahrnimmt als der Patient.

Wichtig ist, dass man sich bei der Arbeit in der Praxis nicht anders gibt, als man wirklich ist. Nur dann hat man eine Chance, Vertrauen aufzubauen und authentisch zu sein. In meinem Fall bedeutet das, dass ich mich immer voll engagiere und mir unbedingt Mühe gebe.

Daneben sind Empathie und Freundlichkeit für mich so selbstverständlich für den ärztlichen Beruf, dass man es eigentlich nicht noch extra hervorheben sollte.

jameda: Was schätzen Sie an Ihren Patienten besonders?

Herr Dr. Holst: Jeden Tag lernt man neue, verschiedenste Menschen kennen und kann sich mit ihnen austauschen. Da sind wirklich tolle Begegnungen und Geschichten dabei. Jeder Mensch ist anders und das ist auch gut so!

jameda: Welchen Gesundheitstipp möchten Sie unseren Lesern mit auf den Weg geben? 

Herr Dr. Holst: Der Weg zum MKG-Chirurgen ist für viele Patienten eine große Überwindung. Überwinden Sie sich und wir finden dann eine angenehme Lösung für Sie!

Zur Person

  • Studium der Humanmedizin und Zahnmedizin in Rostock und Hannover (1995-2004)
  • Facharztausbildung in der Klinik für MKG-Chirurgie Henriettenstiftung Hannover (2002-2007)
  • Promotion in Humanmedizin 2007
  • Promotion in Zahnmedizin 2008
  • Angestellter MKG-Chirurg in MKG-Praxis in Herford 2007-2010
  • Niedergelassen in MKG-Gemeinschaftspraxis in Wolfsburg und Gifhorn 2010-2021
  • Zertifizierte Tätigkeitsschwerpunke: Implantologie (DGMKG), Ästhetische Gesichtschirurgie (DGMKG)

Zur Praxis

Die im Jahr 2021 gegründete Überweiser-Praxis in der Magdeburger Neustadt verfügt auf 526 m² über vier Eingriffräume und einem separaten Operationsraum.

Wir bieten das gesamte Spektrum der MKG- und Oralchirurgie an und führen sie auf Wunsch entweder in Lokalanästhesie, Dämmerschlaf oder Vollnarkose durch.

Ein Team aus einem MKG-Chirurgen, einem Oralchirurgen, mehreren Fachärzten für Anästhesie und acht Zahnmedizischen Fachangestellte verfügen über wissenschaftlich fundierte Kenntnisse und umfangreiche praktische Erfahrung.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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