Zahnkorrektur mit Invisaligns: 4 Mythen und Fragen zu Behandlungen

Werden Invisaligns ihrem Ruf gerecht? (© Moschik)

Jeden Morgen sieht man sich selbst im Spiegel und manchmal fällt es einem dann auf, dass plötzlich ein Zahn nicht mehr so gerade steht wie noch kurz zuvor. Es ist normal, dass man sich nun zuerst online informiert, wie die Zähne wieder gerade geschoben werden können. Schnell liest man über viele Erfahrungsberichte und hört unterschiedliche Meinungen.

Vor allem beim Thema Aligner gibt es viele Anbieter und es ist oft schwierig die Tatsachen von Einzelerfahrungen zu trennen. In diesem Expertenratgeber decke ich einige der gängigen Mythen über Aligner auf:

1. Bei Alignern plant der Computer die Behandlung!

Immer öfter hört man, dass die Behandlung durch den Computer geplant wird. Wenn man sich beraten lässt und die Zähne gescannt werden, sieht man sogar nach wenigen Minuten das mögliche Endergebnis. Für eine gute Behandlung ist diese automatische Simulation jedoch nicht ausreichend. Denn werden die Schienen auf dieser automatisierten Simulation basierend hergestellt, wird das gezeigte Ziel nicht erreicht.

Vielmehr liegt es in der Erfahrung eines ausgebildeten Kieferorthopäden, hier gekonnt Korrekturen vorzunehmen, gewisse Bewegungen zu überzeichnen und dadurch Aligner produzieren zu lassen, die tatsächlich das gewünschte Ergebnis erreichen. Fachliches Wissen ist hier für einen Erfolg entscheidend.

2. Ist die feste Zahnspange nicht besser?

Entscheidend für eine Behandlung ist das Wissen und die Erfahrung des behandelnden Arztes. Gerade in der Kieferorthopädie ist eine genaue und detaillierte Auswertung der Planungsunterlagen die Basis für das weitere Vorgehen. Nur wenn hier ein guter Plan entworfen wird, kann die Behandlung zum Erfolg werden.

Welche Apparatur schließlich eingesetzt wird, ob Brackets oder Invisalign, ist danach zweitrangig. Es sind nur „Werkzeuge“ und jeder Arzt muss in Absprache mit dem Patienten entscheiden, mit welchem Werkzeug das gewünschte Ziel am bequemsten, schnellsten und angenehmsten erreicht werden kann. Durch eine umfassende Ausbildung und Erfahrung mit Alignern können hiermit fast alle Fälle, egal wie einfach oder schwierig, behandelt werden.

3. Ohne Attachments wird die Behandlung nicht gut!

Hier stimmt die Aussage insoweit, dass Attachments für gewisse Zahnbewegungen unerlässlich sind. Ähnlich wie der Türgriff an einer Tür, dienen die Attachments dazu, dass die Aligner die Bewegung verlässlich ausführen können. Natürlich versuchen wir die Anzahl der Attachments so gering wie möglich zu halten und Patientenwünsche immer zu berücksichtigen.

4. Mit Alignern kann man nur schwer sprechen!

Aligner sind derzeit die angenehmste kieferorthopädische Behandlungsmethode. Diese dünnen Kunststoffschienen legen sich sanft über die Zähne und sind fast unsichtbar. Die Zunge hingegen ist sehr sensibel und man merkt sogar, wenn sich ein Haar in den Mund verirrt hat. Da wirken die Invisalign-Schienen natürlich im ersten Moment recht groß. Manchmal muss man sich einige Tage daran gewöhnen, bevor der Körper lernt, dass sie da sind und man vergisst, dass man sie trägt. Auch kann die Aussprache des S-Lautes einige Tage minimal beeinträchtigt sein. Sobald man sich jedoch an die Aligner gewöhnt hat, normalisiert sich wieder alles und man kann sich auf sein neues Lächeln freuen.

Invisalign-Schienen sind derzeit eine der modernsten Behandlungsmethoden und dank der langen Entwicklung kann ein geübter Kieferorthopäde damit nahezu jede Zahnfehlstellung behandeln. Es steht also jedem offen, sein neues Lächeln auf angenehme und nahezu unsichtbare Art und Weise zu erhalten.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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