Invisaligns: Was möglich ist und wann sie an ihre Grenzen kommen

In welchen Fällen sind Invisaligns eine gute Behandlungsoption? (© Obencem - iStock)

Die Behandlung mit Invisaligns ist eine beliebte kieferorthopädische Therapiemethode zur Behandlung von Zahnfehlstellungen. Insbesondere Erwachsene schätzen die transparenten Schienen, die für ein neues Lächeln mit geraden Zähnen sorgen – und das unsichtbar für Andere.

Doch eine Invisaligns-Behandlung behebt nicht nur ästhetische Makel, auch gesundheitlich können die unsichtbaren Spangen dabei helfen, das Wohlbefinden der Patienten zu steigern und Beschwerden zu lindern.

Dies ist jedoch ganz abhängig von der Fehlstellung der Zähne, denn nicht alle Probleme können mit Invisaligns erfolgreich gelöst werden.

Invisaligns: Möglichkeiten und Grenzen

Viele Zahnfehlstellungen und Beschwerden können mithilfe der Invisaligns-Behandlung behoben werden. Die transparenten Schienen werden individuell auf die Behandlungsziele der Patienten hergestellt und im Anschluss 22 Stunden am Tag getragen. Ein zweiwöchentlicher Wechsel der Schienen sorgt für die Bewegung der Zähne. Sogenannte „Attachments“ halten die Schiene an ihrem Platz und verstärken den Therapieeffekt.

Invisaligns bieten die Möglichkeit, folgende Zahnfehlstellungen und Beschwerden zu beheben:

  • Zahnlücken: Abgesehen vom ästhetischen Aspekt können die Lücken auch Zahnfleischprobleme hervorrufen.
  • Tief Biss: Kieferprobleme oder ein Abrieb der unteren Zähne können die Folge sein.
  • Kieferfehlstellung: Hier ist mit Zahnverschleiß und Kieferproblemen zu rechnen.
  • Offener Biss: Dieser beeinträchtigt nicht nur das Kauen. Häufig gehen auch Sprachfehler oder nächtliches Knirschen damit einher.
  • Kreuzbiss: Neben Zahnabrieb kann es zu Knochenschwund kommen.
  • Eng Stand: Dies führt zu schiefen Zähnen. Im schlimmsten Fall zum Zahnverfall.

Es kann demnach eine große Anzahl an kieferorthopädischen Korrekturen mit den Invisaligns-Schienen behandelt werden. Bei einem ersten Beratungsgespräch mit Ihrem Zahnarzt oder Ihrem Kieferorthopäden wird Ihnen dieser genau sagen können, ob und wie bei Ihrer Fehlstellung eine erfolgreiche Therapie mit den transparenten Spangen möglich ist.

Es gibt auch Herausforderungen und Grenzen der Invisaligns-Therapie. So können Kreuzbisse oder seitliche Zahnfehlstellungen in den wenigsten Fällen behandelt werden. Auch bei Zahnersatz muss vorerst von Ihrem Facharzt untersucht werden, ob es hier Beeinträchtigungen gibt. Brücken verbinden mindestens zwei Zähne fest miteinander und bilden einen Widerstand für die Zahnbewegung, welche die Invisaligns-Schiene für die erfolgreiche Behandlung durchführt. Kronen sind ebenfalls unvorteilhaft, da die Zusatzteile dort weniger gut halten als auf normalen Zähnen. Hier ist es davon abhängig, wo sich die Krone befindet.

Alternativen zur Invisaligns-Therapie

Falls es nicht möglich ist, Ihre Beschwerden mit Invisaligns-Schienen zu behandeln, gibt es Alternativen. Nachfolgend finden Sie diese im Überblick:

  • Feste Zahnspange

Hierbei werden Klammern aus Metall, Kunststoff oder Keramik, die so sogenannten ,,Brackets‘‘, auf den Zähnen angebracht und mit Drahtbögen miteinander verbunden. Durch die richtige Platzierung der Brackets und der notwendigen Spannung der Bögen werden die Zähne in die richtige Stellung „gezogen“.

Bestimmte Systeme erlauben es, dass die Brackets auf der Innenseite der Zähne befestigt werden. Die Zahnspange mit solchen Lingual-Brackets ist von außen nicht sichtbar.

  • Lose Zahnspange

Die herausnehmbare Variante der Zahnspange besteht aus aktiven Platten aus Kunststoff, die mithilfe von Metallklammern im Ober- bzw. Unterkiefer gehalten wird. Drahtfedern und Schrauben sorgen für einen Druck auf die Zähne, wodurch deren Stellung korrigiert wird. Die losen Spangen sollten Tag und Nacht getragen werden. Lediglich beim Essen oder beim Sport können sie rausgenommen werden. Sie eignen sich insbesondere für Kinder, deren Zahnwechsel noch nicht komplett erfolgt ist.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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