Keramik vs. Metall: Welche Zahnspange ist die richtige?

Keramik oder Metall - Welches Material eignet sich am besten für Zahnspangen? (© Picture-Factory - Fotolia)

Bei den heutigen Zahnspangen gibt es viele Unterschiede, die die Patienten nicht auf den ersten Blick erkennen. Diese Unterschiede haben in der Regel leider auch nichts mit der Höhe der Zuzahlung zu tun. Nicht alle Patienten, die viel dazuzahlen, bekommen auch hochwertige Brackets. Dieser Artikel soll den Patienten bei der Auswahl ihrer Leistungen helfen.


Wie unterscheiden Sie zwischen einem teuren und einem günstigen Bracket?

Die Auswahl des Brackets ist in der Kieferorthopädie entscheidend. Bei den einfachen Varianten werden die Metallbögen mit einem Gummi am Bracket befestigt. Diese Brackets sind im Einkauf sehr günstig und erfüllen auch ihren Zweck. Sie haben aber den großen Nachteil, dass die Gummis quellen und sich mit Plaque vollsaugen - und Plaque ist nichts anderes als eine Vielzahl von Bakterien.

Zudem können sich durch die Presskraft des Gummis die Zähne nur langsam bewegen, was die Behandlungszeit steigen lässt. Diese Brackets können die Zahnärzte heute ohne Weiteres zu einem Preis kaufen, der für die Kassenleistung ohne Zuzahlung reicht. Die Frage ist nur, ob Sie das wirklich wünschen.

Teure Brackets haben in der Regel eine spezielle Metallklappe, die den lästigen Gummi um die Brackets ersetzt. Dadurch kann sich deutlich weniger Plaque anlagern und die Behandlung ist in der Regel auch schneller! Nicht jede Praxis bietet diese Art der Brackets an.

Bei diesen Brackets macht eine Zuzahlung in der Regel auch Sinn, denn mit dem Kassenanteil sind die Kosten nicht gedeckt. Die Preise sind dabei sehr unterschiedlich, da jeder Zahnarzt andere Vergünstigungen erhält, die er rechtlich auch an die Patienten weitergeben muss. Das bedeutet, dass Sie nicht unbedingt viel mehr bezahlen als für die normalen Gummibrackets.


Keramik oder doch Metall?

Jedes dieser Brackets hat seine Vor- und Nachteile! Die Metallbrackets sind günstiger als die Keramikbrackets. Zudem haben sie den Vorteil, dass man nach dem Essen deutlich weniger Essensreste sieht. Die Metallbrackets sind auch stabiler, denn Keramik ist ein poröses Material, das gerne mal abplatzt.

Keramikbrackets haben den Vorteil, dass sie deutlich weniger sichtbar sind. Weil Essensreste wie Nutella deutlich auf den Brackets zu erkennen sind, putzen die Patienten ihre Zähne auch eher.

Ob Keramik oder Metall - die Behandlung verläuft in beiden Fällen gleich.


Transparente Schienensysteme

Heute gibt es neben Keramik- und Metall- auch transparente Brackets. Das sind die Schienensysteme, die heute aus der Kieferorthopädie nicht mehr wegzudenken sind. Die Vorteile sind, dass sie keine Brackets mit Bögen benötigen und die Schienen zum Essen herausgenommen werden können. So entstehen keinerlei Hygieneprobleme.

Der Nachteil dieser Systeme ist aber sicherlich auch darin zu sehen, dass man die Schienen jederzeit entfernen kann. Das System funktioniert also nur, wenn man sich wirklich an die Tragezeiten hält.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare (2)

Natcho, 10.06.2018 - 22:50 Uhr

Wie viel öfter muss man Zähneputzen bei der Keramik Klammer?

Antwort von Dr. med. dent. M.Sc. M.Sc. Martin Jaroch, verfasst am 13.06.2018

Je nachdem - man sieht dort mehr Essensrückstände - hat aber den Vorteil, dass man mehr putzt und die Spange so sauberer ist :)

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