Karies bei Kindern – Ursache und Behandlung erklärt

Zahnpflege ist bereits ab dem ersten Zahn wichtig. (© oksun70 - iStock)

Karies ist eine der häufigsten Zahnkrankheiten bei Kindern. Jedes zehnte Kind im Alter von unter drei Jahren ist davon betroffen. Damit Karies verhindert werden kann, sollten Eltern seine Ursachen kennen.

Deshalb soll es in diesem Beitrag darum gehen, worin die Ursachen für Kinderkaries liegen, wie sich die Krankheit verhindern lässt und welche Behandlung notwendig wird, falls Zähne dennoch an Karies erkranken.


So entsteht Karies bei Kindern

Karies entsteht durch eine sogenannte Demineralisierung des Zahnschmelzes. Bestimmte Bakterien im Mund wandeln Zucker in Säuren um, die wiederum die äußerste Schutzschicht der Zähne angreifen. Das ist allerdings vor allem dann ein Problem, wenn der Mund häufig und über lange Zeit mit Zucker versorgt wird.

Das bedeutet: Sind die zuckerhaltigen Speisen und Getränke am Tag gut eingeteilt, ist das Kariesrisiko geringer. Dagegen ist zum Beispiel das Trinken von zuckerhaltigen Getränken über den Tag verteilt ein großer Risikofaktor. Zu zuckerhaltigen Getränken gehören neben Limonaden auch Fruchtsäfte ohne Zuckerzusatz.

In diesem Zusammenhang gibt es in der Zahnmedizin den Begriff der „Nuckelflaschenkaries“. Trinken Kleinkinder regelmäßig durch ihre Nuckelflasche, kann das verheerende Folgen für die noch sehr jungen Zähne haben.


Ab wann bekommen Kinder Karies?

Sobald der erste Zahn durchgebrochen ist, können Kinder Karies bekommen. Daher ist die Zahnpflege bereits ab dem ersten Zahn wichtig, um das Kariesrisiko zu minimieren. Speziell für Kleinkinder gibt es viele Zahnbürstenvarianten, die das Putzen vereinfachen. Nicht jedes Kind findet das Zähneputzen angenehm – es wehrt sich teilweise dagegen.

Um dem vorzubeugen, sollte die Zahnbürste bereits vor dem Zahndurchbruch bei Kindern als Spielzeug vorgestellt werden. Das kann die Akzeptanz erhöhen. Es ist außerdem möglich, dass Eltern bereits vor dem Zahndurchbruch das Putzen simulieren, damit beim ersten Zahn alles entspannt abläuft.


Warum bekommen Kinder Karies?

Die zwei einflussreichsten Faktoren für Karies sind die Ernährung und die Zahnpflege. Der Zucker in der Nahrung sollte so weit wie möglich reduziert und möglichst gut über den Tag verteilt werden. Dadurch sind die Zähne dem Zucker nicht dauerhaft ausgesetzt und weniger angreifbar. Vor allem bei Getränken sind Wasser oder ungesüßter Tee die beste Wahl.

Bei der Zahnpflege empfiehlt die Bundeszahnärztekammer bei Kindern

  • im Alter von bis zu 12 Monaten: bis zu 2x täglich Zähneputzen durch die Eltern und die Aufnahme von Fluorid, entweder durch die Zahnpasta oder durch extra Tabletten.
  • im Alter von 12 Monaten bis 24 Monaten: 2x täglich Zähneputzen durch die Eltern mit fluoridhaltiger Zahnpasta
  • im Alter von 2 bis 6 Jahren: 2 bis 3x täglich Zähneputzen. In diesem Alter können Kinder das Putzen erlernen, die Eltern sollten zur Sicherheit allerdings nochmal nachputzen.

 

Hilfe mein Kind hat Karies – was jetzt zu tun ist

In der Regel wird Karies beim Kinderzahnarztbesuch entdeckt. Daher sollten die regelmäßigen Kontrolltermine wahrgenommen werden. Je nach Fortschritt der Karies wird dann eine Behandlung vorgeschlagen. Ist die Karies weiter fortgeschritten, wird diese häufig ausgeräumt und der Zahn gefüllt. Dadurch breitet sie sich nicht weiter aus und gefährdet auch nicht die darunterliegenden, bleibenden Zähne.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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