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Kariesprophylaxe bei Kindern

Claudia Galler

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© Jani Bryson_iStockDie wichtigste Grundlage der Kariesprophylaxe bei Kindern: Fluoridhaltige Zahnpasta (© Jani Bryson_iStock)Zur richtigen Pflege der Milchzähne gehört mehr als nur Zähneputzen. In diesem Gesundheitstipp stellt die jameda Gesundheitsredaktion die vier Säulen der Kariesprophylaxe vor.

Das Milchzahngebiss besteht aus 20 Zähnen

Die ersten Milchzähne, die bei Kleinkindern im Alter von 6-10 Monaten durchbrechen, sind normalerweise die vorderen Schneidezähne. Es folgen die seitlichen Schneidezähne (10.-14. Monat), die vorderen Mahlzähne (14.-18. Monat), die Eckzähne (18.-24. Monat) und schließlich die hinteren Mahlzähne im Alter von 24-30 Monaten. Milchzähne sind heller und weicher als bleibende Zähne, sie dienen zum Kauen und tragen zu einer normalen Sprechentwicklung bei, auch fungieren sie als Platzhalter für die bleibenden Zähne. Kommen die Kinder ins Schulalter, rücken die bleibenden Zähne von unten nach, die Milchzähne fallen aus.

Zahngesunde Ernährung: Zahnpflege beginnt beim Essen

Kariesauslösende Bakterien in der Mundhöhle verarbeiten Zucker zu Säuren, die den Zahnschmelz angreifen. Dies wird besonders durch einen langen Kontakt zwischen Zucker und Zähnen gefördert, z.B. beim Trinken aus einer Nuckelflasche. Kinder sollten deshalb keine gesüßten Tees oder Kakao aus der Babyflasche bekommen, sondern möglichst bald aus einem Becher trinken. Ungesüßte Tees und Wasser sind ideale Durstlöscher und unterstützen die Speichelbildung. Besser als zucker- und stärkehaltige Snacks, die oft an den Zähnen hängen bleiben wie Salzstangen, Chips und Süßigkeiten, ist Rohkost für den Hunger zwischendurch. So enthalten
z. B. Gurke, Karotte und Paprika wenig Zucker und regen durch das intensive Kauen den Speichelfluss an. Fluoridhaltige Lebensmittel wie Milch, Käse und Fisch unterstützen den Aufbau des Zahnschmelzes, auch fluoridiertes Speisesalz ist eine hilfreiche und sinnvolle Ergänzung.

Gewissenhafte Zahnpflege: Putzen ab dem ersten Zahn

Vom Durchbruch des ersten Zahns an sollten Eltern ihren Kindern einmal täglich mit einem dünnen Film fluoridhaltiger Kinderzahnpasta (500 ppm) die Zähne putzen. Kinder ab zwei Jahren putzen ihre Zähne unter elterlicher Kontrolle zweimal am Tag mit einer erbsengroßen Menge Zahncreme. Die Zahnpasta drückt man praktischerweise in die Zahnbürste ein, damit das Kind die Paste nicht sofort ablutscht. Bis zum Alter von acht Jahren helfen die Eltern durch eventuelles Nachputzen. Da Fluoride vornehmlich lokal wirken, ist es sinnvoll, ca. zwei Minuten lang zu putzen. Kommt der erste bleibende Zahn, verwenden Kinder eine Zahnpasta mit höherem Fluoridgehalt (1000-1500 ppm).

Stärkende Fluoride: Zahnpasta, fluoridiertes Speisesalz, Tabletten

Fluorid härtet den Zahnschmelz, beugt Karies vor, kann leichte Kariesschäden beseitigen und hemmt das Wachstum von Karies auslösenden Bakterien. Kinder verwenden Zahnpasten mit 500 ppm Fluorid, bei schlechter Zahnsubstanz oder ernsten Zahnschäden kann der Zahnarzt ein hochdosiertes Fluoridgel mit 12.500 ppm empfehlen, das einmal in der Woche angewendet wird. Bekommt das Kind Fluoridtabletten beispielsweise vom Kinderarzt verschrieben, sollte auf fluoridiertes Speisesalz verzichtet werden.

Zahnärztliche Vorsorge: Schäden rechtzeitig erkennen

Der erste Zahnarztbesuch steht an, wenn der erste Milchzahn durchgebrochen ist. Ab dann sollte der Zahnarzt jährlich kontrollieren, ab dem siebten Lebensjahr gehen Kinder zweimal im Jahr zur Kontrolle.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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