Kieferorthopädie für Erwachsene: 3 Behandlungsmöglichkeiten

Dr. Höschel

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© Daniel Ernst - fotolia Besonders für Erwachsene im Berufsleben ist es wichtig, kieferorthopädische Behandlungen unauffällig zu gestalten. (© Daniel Ernst - fotolia )In den meisten Fällen findet die kieferorthopädische Behandlung im jugendlichen Alter statt. Das heißt aber noch lange nicht, dass danach eine kieferorthopädische Behandlung nicht mehr möglich ist.

Im Gegenteil, Zähne sind für ein Leben lang beweglich. Daher besteht auch im erwachsenen Alter noch die Möglichkeit einer Behandlung. Als Behandlungsoptionen bieten sich drei Wege an.

Festsitzende Behandlung von „außen“ (Vestibulärtechnik)

Hierbei wird ein festsitzendes Behandlungsgerät verwendet, um das gewünschte Behandlungsziel zu erreichen. Bei dieser konventionellen Methode werden auf der Außenseite der Zähne meist keramische Brackets platziert. Im Gegensatz zu metallischen Brackets sind keramische Brackets aufgrund ihrer Farbe unauffälliger fürs Auge.

Zur Realisierung des gewünschten Ergebnisses werden individualisierte Behandlungsbögen genutzt. Dadurch, dass der Außenradius des Zahnbogens größer ist als der Innenradius, kann mit geringeren Kräften die gleiche Bewegungsenergie auf die Zahnbögen übertragen werden, als dies bei der Lingualtechnik der Fall ist.

Falls man möchte, dass das Behandlungsgerät unauffälliger oder von außen nicht sichtbar ist, gibt es auch die Möglichkeit, sich für die Lingualtechnik oder Invisalign zu entscheiden.

Festsitzende Behandlung von „innen“ (Lingualtechnik)

Im Unterschied zur Vestibuläretechnik wird die festsitzende Zahnspange bei der Lingualtechnik auf der Innenseite der Zähne befestigt, mit dem Vorteil, dass sie von außen nahezu unsichtbar ist.

Aufgrund der Platzierung der Brackets kommt es aber zu Nachteilen: Es können Probleme beim Sprechen auftreten und die Zahnpflege ist erschwert. Außerdem hat man, wie oben schon angesprochen, bei der Lingualtechnick andere bzw. kleinere Hebel, wodurch sich auch die Behandlungsdauer verlängert.

Aktive Kunststoffaligner (z. B. Invisalign)

Als dritte Alternative gibt es zudem noch die Option, die kieferorthopädische Behandlung mit herausnehmbaren, transparenten Schienen, sogenannten Alignern, durchzuführen. Die vom Weltmarktführer Invisalign verwendeten Aligner sind dünne transparente Schienen, die Patienten bequem selbst einsetzen und herausnehmen können. Sie werden individuell für den Patienten angefertigt und sorgen dadurch auch für eine sehr komfortable Therapie.

Hierbei werden die Zähne in einem Abstand von ein bis zwei Wochen nach und nach, Schiene für Schiene, in Richtung der gewünschten Endposition gebracht. Abhängig vom Behandlungsbedarf werden die Aligner in Kombination mit Attachments angewendet. So können auch schwierige Fälle mit Invisalign behandelt werden.

Außerdem ist die Zahnpflege bei herausnehmbaren und transparenten Alignern im Vergleich zu festen Zahnspangen leichter. Gleichzeitig sind sie von außen auch nahezu unauffällig.

Die Schienen bieten gegenüber der festen Zahnspange einen weiteren Vorteil. Die Mundschleimhäute, und, je nachdem, für welche Behandlungsmöglichkeit man sich entscheidet, auch die Zunge sind geringfügig bis gar nicht gereizt. Mit dem Resultat einer wirkungsvollen und angenehmen Therapie verhelfen sie zu einem gesunden Biss mit schönem und perfektem Lächeln.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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