Parodontitis kann zu Knochenschwund führen!

Herr Treckler

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©fotolia-103737531-irinaorelParodontitits kann weitreichende Folgen haben - Eine davon ist Knochenschwund und damit oft dass der Zahn ausfällt (©fotolia-103737531-irinaorel)Sehr häufig haben Infektionen der Mundschleimhaut einen direkten Zusammenhang mit den Erkrankungen der Zähne und des beteiligten Zahnhalteapparates.

 

Ursachen einer Zahnfleischentzündung

Die Ursachen für eine beginnende, unspezifische Entzündung des Zahnfleisches, eine sogenannte Gingivitis, sind sehr vielfältig. Plaque, Zahnstein und Ablagerungen unterhalb des Zahnfleisches, überstehende Füllungs- oder Kronenränder und Klammerarme einer Teilprothese können mögliche Auslöser einer Gingivitis sein.

Das befallene Zahnfleisch zeigt Rötungen, kann auch angeschwollen sein, mitunter sogar schmerzhaft und nicht nur bei Berührung bluten. Darüber hinaus kann es unangenehm riechen. Ein einfacher Test, bei dem man mit einer Fingerkuppe massierende Bewegungen entlang des Zahnfleischsaumes macht und anschließend am Finger riecht, kann somit bereits erste Gewissheit über eine Gingivitis geben.

Eine vorübergehende Gingivitis kann jedoch auch allgemeine Ursachen haben, wie zum Beispiel hormonelle Umstellungen während einer Schwangerschaft oder in der Pubertät. Auch können Durchblutungsstörungen oder Ernährungsfehler, wie zum Beispiel Vitamin-C-Mangel, zu Zahnfleischentzündungen ausarten.

Hier reicht es jedoch manchmal aus, die lokalen Ursachen zu beseitigen und die häusliche Selbstpflege durch Mundduschen, Bürstenmassagen und antiseptische Mundspüllösungen zu intensivieren.

 

Was ist eine Parodontitis?

Parodontitis entsteht, wenn die Entzündung des Zahnfleisches auf den entsprechenden Zahnhalteapparat übergreift. Der Zahnhalteapparat, das Parodontium, ist das funktionelle Verankerungssystem der Zähne im Kieferknochen. Hierzu zählt man das Zahnfleisch, den Zement der Wurzelhaut, ein bindegewebiger Bandapparat, der den Zahn elastisch federnd umgibt, und die Alveole, das eigentliche Zahnfach im Kieferknochen.

Eine Entzündung breitet sich ausgehend vom Zahnfleisch in die Umgebung des Zahnes aus. Bei weiterem Fortschreiten erreicht sie ganz allmählich die Wurzelhaut und den Kieferknochen. Mitunter können Schmerzen auftreten, jedoch empfindet der Patient den Zustand oft noch nicht als bedrohlich.

 

Folgen einer Parodontitis

Die entzündlichen Prozesse breiten sich entlang der Zahnwurzel immer weiter in Richtung Wurzelspitze aus, sodass der beteiligte Kieferknochen schwindet und nicht selten zur Lockerung des jeweiligen Zahnes führt. Die an diesem Prozess beteiligten Bakterien sind nicht alle gleichermaßen dafür verantwortlich und nicht jeder Patient ist gleichermaßen anfällig. Darüber hinaus sind Faktoren wie starkes Rauchen, Diabetes oder Stress ebenfalls negative Reize für den Zahnhalteapparat. Aber auch genetische Aspekte spielen eine Rolle.

In wissenschaftlichen Studien konnte außerdem belegt werden, das eine Parodontitis auch ansteckend sein kann. Eltern können also die verantwortlichen Keime auch auf ihre Kinder übertragen.

Wenn eine Parodontitis nicht behandelt wird, können die Bakterien aus den Entzündungsherden auch in verschiedene Organe des Körpers gelangen. Muskelschmerzen, Neuralgien oder Gelenkrheumatismus bis hin zu einer Entzündung der Herzinnenhaut können eine Folge sein.

 

Ist eine Prodontitis heilbar?

Eine Parodontitis ist auf jeden Fall heilbar. Die Erkrankung des Zahnbettes sollte daher frühzeitig erkannt und entsprechend behandelt werden. Diese Behandlungen sind ohne weiteres schmerzfrei durchführbar, erfordern aber natürlich auch die Mitarbeit des Patienten.

Mundhygieneinstruktionen sollten auf jeden Fall individuell sein, um das "richtige" Putzen der Zähne und des umgebenen Zahnfleisches zu veranschaulichen. Zusätzlich gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher, individueller Maßnahmen, um eine gesunde Mundflora zu erzielen.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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