Mehr zu den Kosten für Zahnersatz: Wo macht eine private Zahnzusatzversicherung Sinn?

Dr. Ludwig

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© Kurhan - iStockHochwertiger Zahnersatz ist oft mit entsprechenden Kosten verbunden. (© Kurhan - iStock)Viele der umfangreichen medizinischen Leistungen in allen Bereichen kommen leider nicht mehr ohne private Zuzahlungen aus. Das beginnt bei A wie Arzneien und reicht bis Z wie Zahnersatz.

Bei den Kosten für Zahnersatz übersteigt der Eigenanteil andere Zuzahlungen zumeist deutlich. Das führt immer wieder zu Fragen, wie sich diese Kosten überhaupt zusammensetzen oder wie sich Zahnersatz am besten finanzieren lässt.


Diese Faktoren bestimmen die Kosten für Zahnersatz

Zuerst kommt es auf den Versorgungsbedarf an. Eine einzelne Zahnlücke kann einfacher und zu geringeren Kosten versorgt werden als ein zahnloser Kiefer. Der zweite Faktor entsteht durch die Art der Versorgung.

Die gesetzlichen Krankenkassen haben als Basis eine Regelversorgung für eine ganze Reihe zahnärztlicher Befunde definiert. Sie beinhaltet eine ausreichende, wirtschaftliche und zweckmäßige Versorgung. Schon bei der Regelversorgung übernehmen die Kassen im Normalfall nicht die vollen Kosten für den Zahnersatz, sondern leisten nur anteilig durch Festzuschüsse.

Lange Jahre waren das 50 bis 65 Prozent der Kosten, ab Oktober 2020 gelten Festzuschüsse von 60 bis 75 Prozent. Schon hier erfordert die Finanzierung von Zahnersatz damit jeweils eine Eigenbeteiligung. Diese Zuschüsse erhalten Patienten aber immer unabhängig von der tatsächlichen Versorgung oder deren Kosten.

Für hochwertigen Zahnersatz oder moderne Diagnostik wächst dann mit der Zahnarztrechnung die private Zuzahlung an. Dabei gibt es schließlich noch regionale Unterschiede. Die jeweiligen Lebenshaltungskosten spiegeln sich genauso als Faktor bei den Kosten für Zahnersatz wider. Ein Papier gibt dazu detailliert Auskunft und macht Zahnersatzkosten damit transparent und vergleichbar.


Der Heil- und Kostenplan

Vor jeder Versorgung mit Zahnersatz halten Zahnärzte im Heil- und Kostenplan den Befund fest und führen dazu die Regelversorgung auf. Im Patientengespräch zeigen sie mögliche Versorgungsalternativen und erläutern sie mit ihren Vorteilen gegenüber der Regelversorgung. Entscheiden sich die Patienten danach für eine Alternative, findet diese mit allen Bestandteilen und deren voraussichtlichen Kosten ebenfalls Eingang in den Heil- und Kostenplan.

So sind die Patienten frühzeitig und vollständig zu den Kosten für den Zahnersatz informiert. Einzig unvorhersehbare Schwierigkeiten bei der späteren Versorgung könnten die endgültige Rechnung noch erhöhen – die Abweichung darf aber selbst dann nicht größer als 20 Prozent ausfallen. Durch immer bessere Diagnostik und Planung der Versorgung kommt es dazu aber nur in sehr wenigen Einzelfällen.


Private Zahnzusatzversicherung

Der Heil- und Kostenplan geht dann an die Krankenkasse des Patienten, die damit die Höhe ihrer Zuschusszahlung bestimmt. Die Differenz zu den Zahnersatzkosten ergibt dann den privaten Eigenanteil. Manche Patienten sparen dazu Geld an, wenn Sie in der näheren Zukunft bereits mit der Notwendigkeit eines Zahnersatzes rechnen. Andere nutzen die Angebote vieler zahnärztlicher Praxen und finanzieren ihren Zahnersatz.

Immer mehr Patienten besitzen für diesen Fall allerdings eine private Zahnzusatzversicherung. Schon für wenige Euro an monatlichem Versicherungsbetrag kann jeder sie, teilweise mit, teilweise ohne Gesundheitsfragen abschließen. Einige Zahnzusatzversicherungen beinhalten nicht einmal eine Wartezeit.

Die Leistungen fallen dabei ebenso unterschiedlich aus. Preiswerte Zahnzusatzversicherungen bieten tendenziell eher einen Basisschutz mit begrenzten Leistungen, während einige Premium-Tarife selbst die Kosten für Zahnersatz auf Implantaten vollständig abdecken.

Ein Tarifvergleich lohnt sich daher immer – genau wie anschließend der Abschluss der privaten Zahnzusatzversicherung, um Kosten für Zahnersatz zu sparen.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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