Das Material der Zahnkrone: Metal, Teil- oder Vollkeramik?

Dr. Peschel

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© shironosov - iStockNur Vollkeramikkronen sind in der Lage, natürliches Zahnmaterial täuschend echt zu imitieren. (© shironosov - iStock)Bei einer Krone handelt es sich um einen Zahnersatz, der dazu dient, verloren gegangenes Zahnmaterial auf künstliche Weise wiederherzustellen. Wenn ein Zahn aufgrund einer Karies oder in Folge eines Unfalls so stark zerstört ist, dass er nicht mehr mit einer Füllung oder einem Inlay zu versorgen ist, ist eine Krone notwendig.

Auch im Anschluss an eine Wurzelkanalbehandlung wird in den meisten Fällen eine Krone nötig. Sie senkt die Wahrscheinlichkeit, dass der Zahn aufgrund seiner geschwächten Struktur bricht und dann nicht mehr zu erhalten ist.

Wie wird eine Krone eingesetzt?

Um den Zahn mit einer künstlichen Krone zu versorgen, wird er zirkulär bis auf Höhe des Zahnfleisches abgeschliffen. Das schafft den nötigen Platz für die neue Krone. Nach einer Abformung wird ein Gipsmodell hergestellt, auf dem der Zahntechniker dann passgenau die neue Krone herstellen kann. Beim Patienten wird sie dann auf den präparierten Zahnstumpf aufgesteckt und eingeklebt.

Nun gibt es aber Kronen aus ganz verschiedenen Materialien die unterschiedliche Vor- und Nachteile haben. Wie soll man sich als Laie entscheiden?

Die Vorteile der verschiedenen Kronenmaterialien

Zur Auswahl stehen Metallkronen, Metallkronen die mit einer Keramik verblendet werden oder vollkeramische Kronen.

1.Einfache Metallkrone

Die einfache Metallkrone besteht aus einer nicht edelmetallhaltigen Legierung. Sie hat neben einem möglichen metallischen Geschmack vor allem einen ästhetischen Nachteil. Denn sie ist nicht zahnfarben, sondern komplett silberfarben.

2.Metallkrone, die mit einer Keramik verblendet ist

Eine mit Keramik verblendete Krone besteht aus einem Metallgerüst und einer zahnfarbenen äußeren Beschichtung aus Keramik. Sie kommt dem natürlichen Zahn zwar deutlich näher. Aber aufgrund der mangelnden Lichtdurchlässigkeit wirkt sie oft lichtundurchlässig und etwas unnatürlich.

Dieses Kronenmaterial hat einen weiten Nachteil. Im Laufe der Jahre bildet sich das Zahnfleisch etwas zurück, so dass sich daran ein ästhetisch störender metallischer Rand zeigt. Gerade im sichtbaren Frontzahnbereich ist das oft sehr unschön. Es besteht auch die Gefahr, dass die Keramikverblendung vom Metall abplatzen kann. Das ist vor allem bei Patienten der Fall, die nachts knirschen.

Vollkeramikkrone

Eine Alternative zu den bisher genannten Kronenmaterialien ist die Vollkeramikkrone, die ohne jegliches Metall hergestellt werden kann. Eine vollkeramische Krone zeichnet sich vor allem durch ihre hervorragenden ästhetischen Eigenschaften aus. Denn das Licht fällt wie bei einem natürlichen Zahn durch sie hindurch.

Durch das fehlende Metall bietet sich eine Keramikkrone auch bei Allergikern an, da dieses Material biologisch sehr gut verträglich ist.

Neben dem ästhetischen Vorteil zeichnet die Vollkeramik auch durch sehr gute mechanische Eigenschaften aus. Sie ist extrem stabil und hält selbst bei stärkster Kaubelastung dem Druck stand. Keramiken reiben sich mit der Zeit auch nicht ab. Sie sind zudem farbstabil und die Bakterienanlagerung ist geringer als bei anderen Kronenmaterialien.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Vollkeramik eines der besten Materialien der modernen Zahnmedizin ist. Sie ist langlebig und weist aufgrund ihrer positiven Eigenschaften eine hohe Haltbarkeit auf. Behandler tun daran, ihrem Patienten diese Vorteile bezüglich Gesundheitsförderung und Ästhetik zu verdeutlichen. Dann wird er sicher auch bereit sein, sich diesen hochwertigeren Zahnersatz trotz höherer Kosten anfertigen zu lassen.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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