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Kariesvorbeugung mit Fluorid

Dr. Winter

von
verfasst am

© mtr_iStockFluorid beugt Karies vor (© mtr_iStock)Regelmäßiges gründliches Zähneputzen, eine gesunde Ernährung und zahnärztliche Vorsorgeuntersuchungen sind die wirksamsten Mittel, um Karies vorzubeugen. Gerade das Zähneputzen mit fluoridhaltigen Zahnpasten kann die Zähne widerstandsfähiger machen, da sie das Fluorid aufnehmen und eine Art Schutzfilm bilden. Auf diese Weise wird der Zahnschmelz säureresistenter. Medizinisch bewiesen ist dies seit 1850.

Erst durch richtiges Zähneputzen entfaltet sich die Wirkung von Fluoriden

Sowohl Wissenschaftler als auch Verbraucherschützer sind sich einig, dass Fluoride für die Zahngesundheit sinnvoll sind und Karies verhindern. Aus diesem Grund sollten bereits ab Durchbruch der ersten Milchzähne bei Kindern fluoridhaltige, kariesprophylaktische Zahnpasten zur Zahnpflege verwendet werden. Um die maximale Wirksamkeit der Fluoridzufuhr durch das Zähneputzen zu erlangen, sollte man jedoch einige Hinweise beachten. Zum einen kann die Einlagerung des Fluorid-Ions nur dann geschehen, wenn die Zähne ausgiebig geputzt werden. Gerade Kleinkinder sollten während ihrer ersten Zeit des Zähneputzens beaufsichtigt werden. Darüber hinaus sollte der fluoridhaltige Schaum nur mit wenig Wasser ausgespült werden, da sonst keine umfassende Remineralisierung durch die Fluoridzufuhr erzielt werden kann.
Die zunehmende Verbreitung von fluoridhaltiger, kariespräventiver Zahnpasten hat in den vergangenen Jahren zu einem sehr deutlichen Kariesrückgang bei Kindern und Jugendlichen geführt.

Fluoride sind nicht gesundheitsschädlich

Allgemeine Verunsicherungen, dass Fluoride gesundheitsschädlich sein könnten, sei entgegengestellt, dass der Verzicht auf Fluorid zu einem erhöhten Kariesrisiko führt. Die Verwendung von fluoridhaltigen Zahnpasten ist absolut unbedenklich. Schon allein über Wasser und Nahrung nehmen die Menschen täglich etwa 0,5 mg Fluorid zu sich. Um auf eine gesundheitsgefährdende Dosis zu kommen, müsste ein Erwachsener über einen langen Zeitraum hinweg täglich fast drei Tuben Zahnpasta essen. Untersuchungen im Auftrag der Zahnärztlichen Zentralstelle Qualitätssicherung (ZZQ) machten deutlich, dass die Fluoridkonzentration in Zahnpflegeprodukten keinerlei gesundheitliche Gefährdungen darstellen.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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