Röntgenstrahlung beim Zahnarzt - wie minimieren?

© Dr. med. dent. Andreas Kurrek

Die Anfertigung von Röntgenbildern ist für eine zuverlässige Diagnose oft unumgänglich. Veränderungen an den Zähnen oder am zahntragenden Kieferknochen können somit schnell und einfach erkannt werden: Etwa Karies zwischen Zahn und Zahnwurzel, mangelhafte Füllungen oder Parodontitis. Auch sind Röntgenbilder für die operative Planung bei Zahnimplantaten und Kieferorthopädie unerlässlich. Sicher ist: Eine moderne, wirksame und umfassende Zahnheilkunde ist ohne die Hilfe von Röntgenaufnahmen nicht möglich!

Jedoch sollte nicht fahrlässig mit Röntgenstrahlung umgegangen werden - die Energie der elektromagnetischen Wellen geht nämlich, wenn auch nur in geringen Mengen, auf den Körper über und kann somit prinzipiell jede Körperzelle nachhaltig schädigen. Auch ist jeder Mensch neben der medizinisch induzierten Röntgenstrahlung natürlicher, industrieller oder zivilisatorischer Strahlenbelastung ausgesetzt, etwa der natürlichen Erdstrahlung, Strahlung durch Langstreckenflüge, leuchtende Zifferblätter oder den Nachwirkungen von Reaktorkatastrophen wie Tschernobyl. Der menschliche Körper verfügt allerdings über sehr leistungsfähige Schutzmechanismen, die die angerichteten Schäden meist wieder beheben können. Dennoch sollte jeder Einzelne, vor allem Kinder, dafür Sorge tragen, dass er oder sie möglichst wenig Strahlung ausgesetzt ist. Hierbei kommen nun auch der Zahnarzt und seine Diagnostik ins Spiel.

Bei der zahnärztlichen Untersuchung sollte darauf geachtet werden, die Röntgenstrahlung auf ein Minimum zu reduzieren. Moderne xmind-Röntgengeneratoren machen das möglich - sie beenden die Strahlenexposition automatisch, wenn eine perfekte Aufnahme erreicht wurde. Die Strahlung kann somit um bis zu 52% minimiert werden. Verantwortlich dafür ist ein spezieller Digitalsensor, der im Mundraum platziert wird und dem Röntgengerät mitteilt, wenn die Strahlung ausreicht. Die Strahlendosis wird dem Behandler direkt am Display des Geräts angezeigt und kann mithilfe einer Imaging Software in der Patientenakte gespeichert werden. Somit kann jederzeit eingesehen werden, wie viel Strahlung der Patient bisher ausgesetzt war. Das stärkt nicht nur eine vertrauensvolle Arzt-/Patientenbeziehung, sondern gewährleistet auch auf lange Sicht einen respektvollen Umgang mit der Röntgenstrahlung.

Fazit: Moderne X-mind-Unity-Röntgengeräte in der zahnärztlichen Praxis minimieren heute das Risiko einer Strahlenexposition um ein Vielfaches. Zum Wohle des Patienten und ohne Verlust an Qualität in der Bildgebung.

 

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare (2)

Patricia, 16.01.2015 - 09:31 Uhr

Was kann man machen, wenn man empfindlich auf die Strahlen reagiert. Ich wurde wegen einer extremen Rückenverspannung mit einem alten Röntgengerät ( es wird im Sommer ausgetauscht) 4 mal geröntgt, um Osteoporose ausszuschließen. Kurze Zeit später bekam ich einen Ausschlag, der seit 10 Tagen ich quält. Mir ist das Phanomen bekannt, da ich bereits vor 15 und vor 7 Jahren bei einem anderen Gerät die gleichen Symptome hatte. Was kann ich nun tun? Würde mir eine Dunkelfeldmikrospopie weiterhelfen?

Antwort von Dr. med. dent. Andreas Kurrek, verfasst am 27.02.2015

Sehr geehrte Patientin, leider kann ich Ihnen nur Auskunft über den Einsatz von Röntgengeräten in Bezug auf die Zahnheilkunde geben. Ich denke Sie sollten hierzu den behandelnden Arzt direkt ansprechen und ggf. die Hilfe eines spezialisierten Fachkollegen zu Rate ziehen. Für Ihren weiteren Therapieverlauf wünsche ich Ihnen alles Gute. Mit freundlichen Grüßen Dr. Andreas Kurrek

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