Schleichende Gefahr Parodontits: Ursachen & Behandlung

Da zunächst kaum Symptome entstehen, bleibt eine Parodontitis-Erkrankung oft unentdeckt. (© Нигяр Гусейнова - AdobeStock)

Die Parodontologie beschreibt die Lehre des Zahnhalteapparates. Er liegt mir besonders am Herzen, da er im wahrsten Sinne des Wortes das Fundament für unser Gebiss bildet.

Die größte Gefahr für unseren Zahnhalteapparat birgt die Krankheit Parodontitis. Dabei liegt eine Entzündung des Zahnfleisches vor, die bei Fortschreiten auf den Kieferknochen übergreift und dazu führt, dass sich die Zähne lockern, wandern oder sogar ausfallen. Sollten Sie eines dieser Symptome vermuten, vereinbaren Sie am besten schnellstmöglich einen Termin beim Zahnarzt.

Die schlechte Nachricht: Die Krankheit verläuft besonders im Frühstadium oft schleichend und unbemerkt. Erste Symptome können Zahnfleischbluten, Mundgeruch, ein Rückgang des Zahnfleisches und damit einhergehend freiliegende Zahnhälse sein.

Die gute Nachricht: Bei einer regelmäßigen Kontrolluntersuchung erkennt er die Krankheit sicher und kann ihrem Fortschreiten gezielt vorbeugen. Regelmäßig wird hier ein Index erstellt. Dabei wird die Tiefe Ihrer Zahnfleischtaschen gemessen (das ist der Bereich zwischen Zähnen und Zahnfleisch), um Ihr Parodontitis-Risiko zu ermitteln.

Wie kann eine Parodontitis behandelt werden?

Liegt tatsächlich eine Parodontitis bei Ihnen vor, kann ihr nachhaltig entgegengewirkt werden. Mit einer routinierten Behandlung werden Ihre Zähne gereinigt. Um wirklich alle schädlichen Bakterien aus Ihrem Mundraum entfernen zu können, ist es gegebenenfalls notwendig, die Zahnhälse vom Zahnfleisch freizulegen, um auch hier mögliche Rückstände zu beseitigen. Dieses Verfahren kann offen und geschlossen durchgeführt werden, wobei es sich bei letzterem um einen kleinen chirurgischen Eingriff handelt.

Anschließend werden die Zähne poliert, damit das Zahnfleisch sich wieder eng und vor allem bakteriendicht an die Zahnhälse anschmiegen kann. Die Behandlung wird in der Regel unter einer örtlichen Betäubung durchgeführt, sodass Sie währenddessen keine Schmerzen verspüren.

Bei der häuslichen Pflege können Sie einer Parodontitis vorbeugen: Reinigen Sie Ihre Zahnzwischenräume mit Zahnseide, um Belag und Essensrückstände bis hinunter an das Zahnfleisch zu entfernen. So verhindern Sie, das sich kleine Plaque-Partikelchen unter das Zahnfleisch verirren und so zu Entzündungen führen.

Welche Risikofaktoren begünstigen eine Parodontitis?

Mögliche Risikofaktoren für eine Parodontitis sind das Rauchen und Diabeteserkrankungen, aber auch genetische Dispositionen, Stress und falsche Ernährung können ursächlich sein. Die erfolgreiche Behandlung einer Parodontitis erfordert in jedem Fall Ihre Mithilfe: Reinigen Sie Ihre Zähne jeden Tag gründlich, am besten mit Zahnseide und Zahnzwischenraumbürstchen. Und kommen Sie unbedingt regelmäßig zur Kontrolle zu Ihrem Zahnarzt, um den Stand Ihrer Zahngesundheit überprüfen zu lassen.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

Wie hilfreich fanden Sie diesen Artikel? 6

Kommentar abgeben oder Rückfrage stellen:

Kommentare (0)

Interessante Artikel zum Thema

Sie suchen einen passenden Arzt für Ihre Symptome?