Stille Entzündungen im Kiefer: Auslöser für Rheuma?

Welchen Einfluss können dauerhafte Entzündungen im Körper haben? (© psdesign1 - fotolia)

Wer nicht krank ist, muss nicht gesund sein

Wir alle halten Gesundheit für etwas Selbstverständliches – bis wir krank werden.
Was viele nicht wissen oder schlichtweg ignorieren: Wir müssen uns bemühen, gesund zu bleiben!

Gesundheit ist nicht einfach das Fehlen chronischer Krankheiten wie Diabetes, Multipler Sklerose, Krebs oder Rheuma.

Bereits im frühen Alter werden die Samen für chronische Krankheiten gesät. Unsere Gene, unsere Ernährungsgewohnheiten, unser Körpergewicht und nicht zuletzt unsere körperliche Fitness bestimmen, ob wir uns zukünftig in Richtung chronischer Krankheiten bewegen. Alle diese Faktoren sind mittlerweile bewiesenermaßen auch dafür verantwortlich, ob wir später einmal unter einer stillen Entzündung leiden werden.


Was sind stille Entzündungen?

Grundsätzlich sind Entzündungen überlebensnotwendig. Sie sorgen dafür, dass Viren, Bakterien und sonstige Eindringlinge abgewehrt werden. Allerdings haben Entzündungen auch eine dunkle Seite. Sie werden gefährlich, wenn sie den Körper über einen längeren Zeitraum irritieren. Wenn der Körper nonstop gegen Entzündungen kämpfen muss, macht sich das irgendwann bemerkbar.

Und genau das ist das Problem bei stillen, schmerzlosen Entzündungen.

Stille Entzündungen machen sich nicht durch spürbaren Schmerz bemerkbar. Sondern sie schwelen im schlimmsten Fall für Jahrzehnte im Körper und brechen letztlich zu einer chronischen Krankheit aus.

Das ist es, was die stille Entzündung so gefährlich macht. Wo wir nichts spüren, lassen wir nichts behandeln. Auch wenn wir nicht aktiv krank sind, sind wir unter Umständen nicht gesund! Stille Entzündungen legen somit häufig den Grundstein für chronische Krankheiten.


Ich leide an Rheuma – ist der Auslöser eine stille Entzündung?

Übliche Röntgenaufnahmen können stille Entzündungen, die u.a. der Auslöser für Rheuma sein können, nicht sicher darstellen. Daher kann eine Diagnose ausschließlich in einer Praxis mit TAU-Ultraschallgerät erfolgen.

Das Gerät stellt eine stille Entzündung in visueller Form auf einem farbigen Bildschirm dar (rot = Knochenerweichung als stille Entzündung; grün = keine Entzündung).

Medizinisch richtig benannt wird eine stille Entzündung als fettig degenerative Osteonekrose im Kieferknochen (FDOK) oder auch als sogenannte Neuralgie induzierende hohlraumbildende Osteonekrose (Engl.: "Neuralgia Inducing Cavitational Osteonecrosis").


Wo kann ich stille Entzündungen diagnostizieren und behandeln lassen?

Immer mehr Zahnärzte arbeiten in ihren Praxen mit einem TAU-Ultraschallgerät. Sprechen Sie mit Ihrem Zahnarzt darüber, ob er bereits Untersuchungen auf stille Entzündungen durchführt. Oder nutzen Sie die Suche im Internet nach einer Zahnarztpraxis mit TAU-Ultraschallgerät.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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