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Veneers bei belasteten Zähnen: Wann kommen sie infrage?

Frau Vaje

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© Dan Race - fotoliaVeneers eignen sich hervorragend, um die Ästhetik einzelner Zähne zu verbessern. (© Dan Race - fotolia)Veneers sind hauchdünne Verblendungen aus Composit oder Keramik, die idealerweise nicht im Kaudruckbereich, sondern auf die sichtbaren Vorderseiten der Zähne geklebt werden.

So können nicht nur Verfärbungen oder Fehlstellungen korrigiert, sondern auch in bestimmten Umfängen Substanzverluste ausgeglichen werden.

Wann kommt die Versorgung mit Veneers infrage?

Veneers sind bei korrekter Indikationsstellung keine echte Alternative zum Bleaching – zur Zahnaufhellung. Ein Bleaching verändert weder die Farbe von eventuell vorhandene Zahnfüllungen oder auch das Aussehen der Zahnform.

Das ästhetisch anspruchsvollste und dauerhafteste Ergebnis erreicht man mit der Versorgung durch Keramikveneers. Die Behandlung erfolgt in mehreren Schritten. Im Rahmen einer gründlichen Untersuchung werden nicht nur die Zähne auf eine Versorgungsmöglichkeit mit Veneers geprüft, sondern auch das Gesamtgebiss funktionell beurteilt.

Einschränkungen können hier zum Beispiel starkes Knirschen oder Pressen bedeuten. Denn sie strapazieren nicht nur den natürlichen Zahn stark, sondern auch das Veneer und die Klebeverbindung.

Wie werden Veneers angelegt?

Nachdem die notwendige Menge Zahnsubstanz – zwischen 0,5-1,0 mm Zahnschmelz – abgetragen wurde, wird ein Präzisionsabdruck für das zahntechnische Labor angefertigt. Idealerweise kann im Labor zusammen mit dem Zahntechniker der Anspruch an Farbe und Form der Rekonstruktion abgestimmt werden.

Nach Fertigstellung werden in der Praxis noch einmal Farbe, Form und Passgenauigkeit der Veneers überprüft. Nachdem die Zähne vorbereitet wurden, werden die Veneers mit dünnflüssigem Composit an den Zähnen festgeklebt und mit UV-Licht verhärtet.

Veneers oder Krone: Was eignet sich besser?

Kronen waren lange Zeit die einzige Möglichkeit, ein strahlendes Lächeln à la Hollywood zu realisieren. Allerdings ist der Substanzabtrag für die Versorgung mit einer Krone deutlich umfangreicher als für ein Veneer. Durch die Transparenz der hauchdünnen Verblendschalen lassen sich mit Veneers täuschend echte natürliche Effekte erzielen. Allerdings sollten die Zähne gut erhalten sein.

Weisen die Zähne starke Substanzverluste auf, sind sie eventuell endodontisch vorbehandelt oder weisen eine starke Fehlstellung auf, ist die bewährte Krone die bessere Wahl. Auch das erwähnte starke Knirschen oder Pressen führt dazu, dass das Gesamtgebiss beansprucht wird und die Behandlung mit Veneers zu einem Misserfolg führen kann.

Wie geht es nach der Veneerbehandlung weiter?

Unseren Patienten empfehlen wir nach einer Veneerbehandlung, eine Aufbissschiene für die Nacht zu tragen. Sie schützt nicht nur die Zähne, sondern kann auch die stressbedingte Verspannung der Kaumuskulatur, Spannungskopfschmerzen oder Veränderungen im Kiefergelenksbereich deutlich reduzieren.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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