Veneers oder Bleaching?

Lassen Sie das Bleaching professionell beim Zahnarzt durchführen, um möglichst große Komplikationen zu vermeiden. (© Nobilior - fotolia)

Viele Patienten sind mit der Form, Farbe oder der Stellung ihrer Frontzähne unzufrieden. Dies kann unterschiedliche Ursachen haben, die im Nachfolgenden näher erläutert werden.

Sowohl das Bleaching als auch das Anbringen keramischer Verblendschalen - sogenannter Veneers - sind häufig nachgefragte Therapieformen aus dem Bereich der ästhetischen Zahnmedizin. Während durch das Bleaching ausschließlich Zähne die „zumindest nahezu“ füllungsfrei sind, optimiert werden können, sind mit Veneers zusätzlich auch Veränderungen der Farbe, der Form und auch der Stellung in gewissem Umfang möglich. 

Veneers werden beispielsweise bei stark reduzierten Schneidekannten, oder wenn kleine Stücke eines Zahnes restauriert werden müssen, eingesetzt. Wesentlicher Unterschied zwischen beiden Verfahren ist die Langfristigkeit. So können Veneers bei entsprechender perfekter Anfertigung und Applikation über 20 Jahre ihr Aussehen beibehalten.

Aufgehellte/ Gebleachte Zähne müssen hingegen regelmäßig nachgebleicht werden - je nach Fall bis zu einer Frequenz von 1-2 Jahren. Regelmäßiges Bleaching kann mitunter notwendig werden, um die Farbe zu erhalten: Abhängig ist dies von der Menge bzw. der Konsumgewohnheiten von z.B. Kaffee, Tee, Nikotin und Rotwein. 

Ist Zähne bleichen schädlich?

Bleichen schadet grundsätzlich nicht. Vorausgesetzt, es wird vom Fachmann, also dem Zahnarzt durchgeführt. Aktuelle Studien belegen, dass im freien Handel erhältliche Produkte vermehrt zu überempfindlichen Zähnen und Zahnfleischentzündungen führen können.

Ab und zu ist das auch bei Bleichverfahren in der Praxis der Fall, dies kann aber häufig durch einfache zahnärztliche Maßnahmen wie Politur oder Fluoridierung verbessert werden.

Für wen ist ein Bleaching nicht geeignet?

Nicht alle Zähne können gebleicht werden: Gerade bei älteren Patienten haben Zähne oft Sprünge, die nach dem Bleaching zu einem starken Schmerzempfinden führen können. Ähnliches gilt für sehr junge Patienten, bei denen die Pulpa (Zahnmark) noch sehr groß ist. Auch hier sollte nicht gebleicht werden.

Welche Alternativen gibt es?

Keramische Schalen, sogenannte Veneers, sind hauchdünne Zahnverblendungen aus hoch lichtdurchlässiger Keramik, die dauerhaft auf einzelne, oder auf mehrere Zähne angebracht werden können.

Man unterscheidet zwischen sogenannten „Prep-Veneers“ (invasives Verfahren), für die Zahnschmelz im Ausmaß von 0,3 bis 0,9 Millimetern abgetragen werden muss, und „Non-prep-Veneers“ (nicht-invasives Verfahren), die direkt auf den Zahnschmelz geklebt werden, ohne den Zahn zu präparieren.

Welches Verfahren ist das richtige für mich?

Das Bleaching stellt eine häufig durchgeführte Behandlung dar. (© leaf - iStock)
Weil bei den sogenannten „Non-prep-Veneers“ keine Zahnsubstanz geopfert werden muss, sollten Sie möglichst immer dieses Verfahren vorziehen. Allerdings müssen die Zähne eine nahezu perfekte Stellung aufweisen, gesund sein und möglichst keine oder nur sehr kleine Füllungen haben.

Möchte man aus Zähnen, die nicht an optimaler Position stehen und die gleichzeitig verfärbt sind, eine gleichmäßigere, weißere Zahnreihe machen, so gelingt dies auf zwei Arten. Man entfernt so viel Zahnschmelz für die Veneers, mit denen optisch auch leichte Schiefstellungen begradigt werden können, oder man entscheidet sich für eine Begradigung der Zähne durch eine Zahnregulierung mit anschließendem Bleaching.

Die erste Möglichkeit ist schneller umzusetzen, die zweite dauert allerdings deutlich länger, schadet dafür den Zähnen weniger.

Wie lange halten Veneers?

Durch die Verwendung modernster High-Tech-Keramiken können Veneers sehr lange halten (bis zu 20 Jahre). Wie so oft gibt es hier eine Ausnahme: Für "Zähneknirscher" sind Veneers nicht, oder nur eingeschränkt, zu empfehlen.

Entscheidend für das Ergebnis ist die Art der Befestigung der Veneers. Optimale Ergebnisse lassen sich erreichen, indem jedes Veneer einzeln auf den Zahn geklebt wird. Der Zahnschmelz wird erst konditioniert und danach mit Kunststoff hauchdünn bestrichen.

Dieser Kunststoff verbindet sich mit dem Kleber, auf welchen dann das Veneer gesetzt wird. Handwerklich perfekt hergestellte und geklebte Veneers können 20 Jahre und länger halten, OHNE sich dabei zu verfärben.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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