Feste Zähne bis ins hohe Alter: Zahnersatz auf Implantaten

Glücklich mit dem richtigen Zahnersatz (© Robert Kneschke - fotolia)

Zahnimplantate werden in Sachen Zahnersatz immer beliebter. Zu Recht, denn im Vergleich zu konventionellen Versorgungslösungen geht diese Art des Zahnersatzes mit zahlreichen Vorzügen einher. Lesen Sie hier, welche Vorteile die Implantat-Versorgung mit sich bringt, welche Vorbehandlungen unter Umständen erforderlich sind und wie die eigentliche Implantation verläuft.

Die Vorteile von Zahnimplantaten im Überblick:

  • Es müssen keine Nachbarzähne zur Verankerung des Zahnersatzes beschliffen werden. Gesunde Zahnsubstanz bleibt erhalten.
  • Künstliche Zahnwurzeln verhindern Knochenabbau, da der Kieferknochen beim Kauen ganz normal belastet wird.
  • Implantat getragener Zahnersatz ermöglicht festsitzende Versorgungslösungen. Ästhetik, Sicherheit und Tragekomfort sind deutlich höher als bei herkömmlichen Prothesen.

Kurz: Implantate sind eine optimale Versorgungslösung - und das sogar im höheren Alter!

Welche Vorbehandlungen können notwendig sein?

Künstliche Zahnwurzeln benötigen eine stabile und gesunde Basis. Diese ist nur dann gegeben, wenn der Kieferknochen genügend Knochensubstanz aufweist und sich Gebiss und Zahnfleisch in gutem Gesundheitszustand befinden. Vorerkrankungen wie Parodontitis und Karies müssen daher zunächst behandelt werden. Gleiches gilt, wenn sich der Kieferknochen aufgrund des fehlenden Kaudrucks nach Verlust eines Zahnes zurückgebildet hat. Ist dies der Fall, muss neue Knochenmasse gebildet werden. Dies kann oralchirurgisch durch einen Knochenaufbau (Augmentation) erfolgen, beispielsweise durch den Sinuslift.

Knochenaufbau mit dem Sinuslift

Das Sinuslift-Verfahren ist heute eine der am häufigsten verwendeten Techniken des Knochenaufbaus. Grundprinzip der Methode ist das Auffüllen des Kieferknochens mit speziellem, biokompatiblem Material. Der Knochen wird dadurch zur Bildung neuer, fester Knochenmasse bewegt.

Ablauf der eigentlichen Implantat-Behandlung

Sind die individuell erforderlichen Vorbehandlungen abgeschlossen, werden die künstlichen Zahnwurzeln schließlich in den Kiefer eingepflanzt. Dazu können ein oder mehrere OP-Termine erforderlich sein. Im Anschluss daran werden die Implantate zunächst mit einem Provisorium versorgt. Nach einer mehrwöchigen Einheilphase erhält der Patient schließlich seine endgültige Versorgung mit Zahnkrone oder Prothese.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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