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Zahnimplantate: Vorteile und Voraussetzungen

Dr. Loebel

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© Dan Race - fotoliaAuch Zahnimplantate müssen täglich gepflegt werden (© Dan Race - fotolia)Der Zahnschmelz unserer Zähne ist die härteste Substanz unseres Körpers und dadurch besonders widerstandsfähig. Dennoch kann es passieren, dass wir im Laufe des Lebens unsere eigenen Zähne verlieren - sei es durch Lockerung aufgrund von Parodontose oder Karies oder durch einen Unfall.

Eine komfortable und naturnahe Variante, einen Zahn zu ersetzen, bietet die moderne Implantologie. Der größte Vorteil von Zahnimplantaten ist, dass der Patient einen festen Biss hat und somit ein Stück Lebensqualität zurückbekommt.


Was ist eigentlich ein Zahnimplantat?

Ein Implantat ist eine künstliche Zahnwurzel, meist aus dem langlebigen und bioverträglichen Titan. Sie wird an der Stelle des fehlenden Zahns in den Kiefer eingesetzt und anschließend mit Hilfe des perfekt nachgebildeten Zahns als Krone, die aus hochwertiger und metallfreier Keramik besteht (Zirkon), fixiert.

Zahnimplantate eignen sich auch als Brückenlösung, um größere Zahnlücken zu schließen, oder zur Versorgung eines zahnlosen Kiefers mit einer Prothese. In der Regel sind dafür 6 - 10 Implantate pro Kiefer notwendig. 


Vorteile von Zahnimplantaten

Ein großer Vorteil von Zahnimplantaten ist, dass die gesunden Zähne neben dem Implantat nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Bei einer herkömmlichen Zahnbrücke werden die Nachbarzähne angeschliffen, um den Zahnersatz sicher fixieren zu können. Bei einer implantologischen Behandlung dient das Zahnimplantat selbst als Stützpfeiler.

Zudem wird Knochenabbau im Bereich der fehlenden Zähne vermieden, wie es bei einer lockeren Prothese oder einer Brücke der Fall wäre. Der Grund dafür ist, dass die Kaukraft von implantatgestütztem Zahnersatz genauso stark ist wie die von echten Zähnen. Patienten können somit wieder alles essen und erhalten das Gefühl eigener Zähne zurück.

Zahnimplantate werden fest im Kieferknochen verankertOptisch ist zwischen dem implantierten Zahnersatz und den angrenzenden Zähnen kein Unterschied zu erkennen. Implantatgestützter Zahnersatz schließt jede Zahnreihe perfekt, auch aufgrund der natürlich weißen Zahnfarbe des keramischen Kronen-Materials.

Hinzu kommt der langfristige Behandlungserfolg des Zahnimplantats - bei guter Pflege und regelmäßiger Kontrolle können Zahnimplantate ein Leben lang halten.


Wie wird das Implantat eingesetzt?

Das Implantat wird in einem kleinen Eingriff unter lokaler Betäubung oder auf Wunsch unter Narkose eingesetzt. Eine ausführliche Diagnostik mit dreidimensionalem Röntgen, in welcher die optimale Position der künstlichen Zahnwurzel bestimmt wird, reduziert das Behandlungsrisiko und fördert somit die Einheilung des Implantats in den Kieferknochen.


Welche Voraussetzungen gibt es für Zahnimplantate?

Nicht immer kann eine Implantation ohne Vorbehandlung durchgeführt werden. Damit ein Implantat eingesetzt werden kann, muss der Kiefer über genügend Knochenmasse verfügen. Sollte das nicht der Fall sein, kann ein Knochenaufbau mit künstlichem oder biologischem Füllmaterial durchgeführt werden.

Des Weiteren müssen Implantat-Patienten auf strikte Mundhygiene und Prophylaxe beim Zahnarzt achten, da die Gefahr eines Implantat-Verlustes durch Entzündungen um die künstliche Zahnwurzel herum besteht.

Wenn die Voraussetzungen für ein Implantat erfüllt sind, steht dem Einsetzen eines Zahnimplantats nichts mehr im Weg. Bereits nach einer Einheilung von einigen Wochen kann der Patient wieder unbeschwert lachen, essen und reden.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare zum Artikel (2)


31.07.2017 - 21:43 Uhr

Inwieweit verhält sich das Risiko bei Rauchern mit...

von D.Ebeling

... Implantaten?

Dr. Loebel

Antwort vom Autor am 01.08.2017
Dr. med. dent. Thomas Loebel

Raucher haben ein höheres Risiko Implantate zu verlieren. Dies gilt genauso für Parodontose an den eigenen Zähnen. MfG ThomasLoebel

17.03.2017 - 11:24 Uhr

Ist ein Implantat im Oberkieferbereich (Seitenzahn...

von Edeltraut

... 1.3) sinnvoll? Wegen Wurzelentzündung soll 1.3 gezogen werden. 1.4 und 1.5 fehlen bereits. Die Brücke ging von 1.3 bis 1.6. Wäre eine Prothese besser?

Dr. Loebel

Antwort vom Autor am 21.03.2017
Dr. med. dent. Thomas Loebel

Eine unterbrochene Zahnreihe ist für die Implantation gut geeignet. Man muss die Entzündung ausheilen lassen und dann kontrollieren, wie viel Knochen dann vorhanden ist. Das Ziehen des Zahnes muss dann für die Implantation korrekt durchgeführt werden. Danach lässt sich die Versorgung gut Planen. Dazu muss das Knochenlager analysiert werden. Dazu sind Röntgenbilder notwendig.


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