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Schadet Bleaching den Zähnen?

Dr. Tornow

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© yanlev - fotoliaDie Bleachingbehandlung stellt keinerlei Risiko für Ihre Zähne dar! (© yanlev - fotolia)Ein strahlendes Lächeln mit schönen, hellen Zähnen symbolisiert Attraktivität, Erfolg und Leistungsfähigkeit. So ist es nur logisch, dass Bleachingbehandlungen ( aus dem englischen – to bleach „bleichen“) im Trend liegen und die Zahl der durchgeführten Aufhellungstherapien stetig steigt.

Zahnaufhellungsbehandlungen werden seit vielen Jahrzehnten durchgeführt. Während früher Chemikalien wie Chlor und Salzsäure zum Einsatz kamen, werden Zähne heute mit Wasserstoffperoxid oder Carbamidperoxid gebleacht.

Die Wirkungsweise der Bleichmittel

Alle Bleichmittel wirken gleich: Wasserstoffperoxid zerfällt bei Kontakt mit Licht, Wärme oder Luft in Sauerstoff und Wasser. Die bei dieser Reaktion freiwerdenden Sauerstoffradikale dringen in den Zahnschmelz ein und verdrängen eingelagerte, dunkle Farbpigmente. Dadurch werden die Zähne aufgehellt.

Die unterschiedlichen Bleichtechniken

Es gibt drei Bleichmethoden

  • Chairside-Bleaching

Das Chairside-Bleaching findet in der Zahnarztpraxis statt. Hochkonzentriertes Bleachinggel wird auf die Außenflächen der Zähne aufgetragen und nach einer Einwirkzeit von 10 Minuten wieder entfernt. Während der Bleachingsitzung wird dieser Vorgang circa 6 bis 8-Mal wiederholt.

  • In Office-Bleaching

Hierbei werden individuell für den Patienten hergestellte Schienen mit hochkonzentriertem Bleachinggel versehen und auf die Zahnreihen gesetzt. Während der Einwirkzeit von 30 bis 60 Minuten wird der Patient im Wartezimmer der Zahnarztpraxis überwacht.

  • Home-Bleaching

Auch beim Home-Bleaching werden Kunststoffschienen für die Zahnreihen angefertigt. Sie werden mit Bleachinggel mittlerer Konzentration bestückt und tagsüber für 3 bis 4 Stunden oder auch nachts getragen. Der Patient bekommt vom Zahnarzt genaue Informationen über den Bleachingprozess und bleicht seine Zähne selbständig in häuslicher Anwendung.

Mögliche Nebenwirkungen des Bleachings

© Daniel Ernst - fotolia Patienten, die sich bereits einem Bleaching unterzogen haben, nehmen regelmäßiger Vorsorge-Termine bei Ihrem Zahnarzt wahr. (© Daniel Ernst - fotolia )Die am häufigsten auftretenden Nebenwirkungen des Bleachings sind Sensibilitätsstörungen des Zahnnervs. Sie werden durch das Eindringen von Wasserstoffperoxid im nervennahen Zahnbereich ausgelöst.

Der Patient empfindet dann eine gesteigerte Empfindlichkeit der Zähne auf Wärme-  und Kältereize.

Diese Überempfindlichkeitsreaktionen sind reversibel. Das bedeutet, dass der Zahnnerv nicht geschädigt wird und die gesteigerte Empfindlichkeit wenige Tage nach Beendigung des Bleachings wieder zurückgeht.

Wichtig ist, dass zur Unterstützung des Bleachings keine Wärme in Form von Licht- oder Laserenergie zugeführt wird, weil diese zur Temperaturerhöhung und somit zu länger andauernden Reizung des Zahnnervens führen kann.

Oftmals fragen Patienten, ob das Bleaching die Härte des Zahnschmelzes verringert. Doch auch hier besteht keine Gefahr; Härte und Beschaffenheit des Zahnschmelzes verändern sich nicht.

Fazit

Zusammenfassend ist festzustellen, dass Bleaching eine sehr effektive Methode ist, um Zähne aufzuhellen. Bleaching schadet den Zähnen nicht und Überempfindlichkeitsreaktionen der Zahnnerven gehen schnell wieder zurück.

Ein positiver Nebeneffekt des Bleachings: Patienten mit aufgehellten Zähnen sind darauf bedacht, dass ihre Zähne auch dauerhaft hell bleiben. Sie haben oftmals eine überdurchschnittlich gute Mundhygiene und nehmen regelmäßig Prophylaxe-Termine bei ihrem Zahnarzt wahr.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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