Zahnarztangst - Was kann man tun?

Frau Naydenova

von
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© shironosov - iStock© shironosov - iStockGroße Angst zum Zahnarzt zu gehen? Unwohlsein?
Viele Patienten kennen das: Es steht eine Vorsorgeuntersuchung beim Zahnarzt bevor und allein der Gedanke daran führt zu einem Unwohlsein. Trotzdem kommen sie zum Termin und stellen fest, dass die Sorge völlig grundlos war. Laut Studien haben 60 bis 80 Prozent aller Menschen Angst vor dem Zahnarzt. Zum Problem wird es für diejenigen, die aufgrund ihrer Angst den Zahnarztbesuch völlig vermeiden. Dies kann zu schwerwiegenden Gebissschäden und gesundheitlichen Problemen führen.
Ganz gleich, ob Sie sich nur unwohl fühlen oder unter großer Angst leiden, es ist empfehlenswert, sich mit Ihren Gefühlen auseinanderzusetzen. Machen Sie sich bewusst, wovor Sie sich fürchten, und sprechen Sie Ihren Zahnarzt an. Er wird Ihnen gerne helfen.

Warum fürchten sich Patienten?
Gründe dafür sind vielfältig und unterschiedlich. Einige der häufigeren sind:

  • Das Gefühl hilflos und ausgeliefert zu sein, weil man auf dem Rücken liegt und nicht sprechen kann.
  • Erlebnisse und Erfahrungen, die sich aus früheren Zahnarztbesuchen in einem verankert haben oder Berichte von Freunden oder Verwandten über schmerzhafte Behandlungen prägen einen negativ.
  • Fehlendes Selbstbewusstsein und Scham wegen schlechter Zähne oder Mundhygiene hindern einen daran, Vertrauen aufzubauen.
  • Ängste vor Schmerzerfahrungen und unerwarteter Würgereize, die mit einer generellen körperlichen Anspannung verbunden sind.

Wie können Sie Ihren Kindern helfen?
Angst vor dem Zahnarztbesuch ist nicht angeboren. Kinder entwickeln diese erst aus negativen Erfahrungen und Erzählungen. Auch die Ängste von Eltern und Bezugspersonen spüren Kinder. Gerade der erste Besuch beim Zahnarzt ist eine wichtige Erfahrung und sollte deshalb möglichst unbelastet sein. In einer Zahnarztpraxis gibt es viele unbekannte Dinge zu sehen und zu erfahren. Sowohl unerwartete Gerüche und Geräusche als auch unbekanntes Ambiente und Gerätschaften können Kinder leicht verunsichern.

  • Achten Sie deshalb darauf, dass Sie ausreichend Zeit einplanen. Nehmen Sie sich schon vor dem Zahnarztbesuch Zeit für Ihr Kind. Erklären Sie Ihrem Kind, dass der Zahnarzt die Zähne stark macht und ihnen hilft gesund und schön zu bleiben.
  • Gehen Sie mit gutem Beispiel voran. Reden Sie vor Ihrem Kind nicht schlecht über Zahnarzterfahrungen, sondern versuchen Sie nur positive Punkte zu nennen.
  • Gehen Sie zum Zahnarzt, bevor Ihr Kind Schmerzen hat, damit er die besten Voraussetzungen hat, für Ihr Kind eine gute und positive Erfahrung zu gestalten. Gerade bei kleinen Patienten werden teilweise mehrere Versuche notwendig um ihre „Mitarbeit“ zu erreichen.
  • Achten Sie bei Ihrem Kind auf eine gesunde Ernährung und auf ein regelmäßiges und gründliches Zähneputzen.
  • Erläutern Sie Ihrem Kind die Bedeutung gesunder Zähne.

Ein kleiner Tipp:
Je größer die Angst, umso schöner ist der Erfolg, sie überwunden zu haben. Suchen Sie Ihren Zahnarzt des Vertrauens und schenken Sie Ihm Ihr Vertrauen! Und denken Sie immer daran, auch die kleinste Sorge ist nicht zu klein, um angesprochen zu werden.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare zum Artikel (1)


23.04.2017 - 22:29 Uhr

Sehr schöner Artikel! Sehr gute Tipps für...

von Bennet

... Kinder. Ich finde es auch sehr wichtig dass man es den Kindern früh beibringt, dass der Zahnarzt etwas Gutes ist. Danke für die nützlichen Infos.


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