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Zahnbrücken einsetzen: Was Sie über den Ablauf & Risiken wissen sollten

Herr Schophaus

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© mtr - iStockWas muss ich über die Risiken von Zahnbrücken wissen? (© mtr - iStock)Zahnbrücken sind Konstruktionen aus dem Bereich des festsitzenden Zahnersatzes, die wie der Name schon sagt mit einem Zement fest eingesetzt werden und dann nicht mehr abnehmbar sind. Häufig kommt es hier zur Verwechslung mit der Prothese, die immer herausnehmbar ist.
Brücken ersetzen fehlende Zähne, indem Sie die Zähne, die die Lücke begrenzen, als Brückenanker nutzen.

Es gibt einfache Brücken zum Ersatz eines Zahns und komplexe Brückenkonstruktionen. Sie können gleich mehrere Zähne ersetzen. Neben Zähnen können auch Implantate als Brückenanker dienen. Das bedeutet aber nicht, dass jede Zahnlücke ein Implantat erhält. Komplexe Brückenkonstruktionen, also Brücken auf Implantaten, eignen sich gerade bei größeren Zahngruppen.


So läuft die Behandlung in der Regel ab

Es ist notwendig, die Zähne vor dem Einsatz der Brücke abzuschleifen. Nur so ist die Befestigung der sogenannten Ankerkronen auf den Zähnen möglich. Die vorbereitende Planung ist der erste Schritt. Danach geht es darum, die Zähne unter lokaler Betäubung im eigentlich ersten Behandlungsschritt abzuschleifen. Es folgt ein Präzisionsabdruck vom entsprechenden Kiefer, der anschließend an das Dentallabor geht.

Seit neuestem erfolgen die Abformungen mit einem Intraoralscanner. Allerdings ist das nicht immer möglich. Im Anschluss setzt der Behandler in der Regel ein Provisorium aus Kunststoff ein. Es soll die abgeschliffenen Zähne schützen und ihre Funktion bewahren.

Nach ca. ein bis zwei Wochen entfernt der Behandler das Provisorium und bringt die Brücke aus dem Labor ein. Nun steht der Zahnarzt vor der Wahl. Er kann die Brücke gleich fest zementieren. Er kann aber zunächst auch für einen gewissen Zeitraum provisorisch einsetzen. Welche Variante er wählt, hängt davon ab, ob der Patient an den beschliffenen Zähnen noch Beschwerden hat. Es kommt bei seiner Entscheidung aber auch darauf an, aus welchem Material die Brücke besteht.


Formen und Typen

Wie bereits weiter oben erläutert, können Brücken durch Implantate oder Zähne getragen werden. Außerdem gibt es noch Brücken, die nur mit Flügeln an den Nachbarzähnen befestigt sind, sogenannte Marylandbrücken. Es gibt auch Brücken, bei denen die Brückenanker lediglich aus Inlays bestehen, sogenannte Inlaybrücken.

Folgende Materialien sind am günstigsten:

  • Zirkonoxid als Gerüstmaterial mit einer Glaskeramikverblendung
  • Zirkonoxid (aus einem Stück gefräst)
  • eine Nicht-Edelmetalllegierung mit und ohne keramische Verblendung
  • eine Edelmetalllegierung mit oder ohne keramische Verblendung


Risiken der Behandlung

Das Abschleifen der Zähne stellt vermutlich das größte Behandlungsrisiko dar, da sich die Nerven, die hier verlaufen, entzünden können. Das würde eine Wurzelbehandlung erfordert, die zum Ziel hat, den entzündeten Zahnnerv zu entfernen.

In diesem Artikel ging es nur darum, die gängigsten Formen und Methoden für Zahnbrücken vorzustellen. Natürlich gibt es darüber hinaus noch mehr Methoden und Brückenarten.

Trotz einiger Alternativen behält die Behandlung mit Brücken zum Ersatz fehlender Zähne ihren festen Stellenwert in der modernen Zahnheilkunde. Sie wird ihn auch in Zukunft behalten.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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