Zahnersatz bei wenig Knochensubstanz

Individuelle Planung und Anpassung helfen dabei für jeden die passende Prothese zu erstellen. (© Ingenhaag)
Schöne, strahlende und kraftvolle Zähne sind heute längst nicht mehr der Jugend vorbehalten. Auch immer mehr Best Ager möchten mit einem sympathischen Lächeln und festen Zähne durch das Leben gehen.
 
Die moderne Zahnmedizin bietet viele Möglichkeiten, diesen Wunsch zu erfüllen. Implantate eignen sich hervorragend für eine festsitzende Versorgung. Selbst bei einem zahnlosen Kiefer und einer geringen Knochendichte kann dem Patienten geholfen werden. Hierbei ist die Stegprothese eine ideale Lösung.
 


Was ist eine Stegprothese?

Bei einer Stegprothese handelt es sich um einen kombinierten Zahnersatz. Die Versorgung besteht im Prinzip aus zwei Teilen. Dabei werden vier Implantate über einen Steg miteinander verbunden. Dieser Teil wird fest im Kiefer verankert. Die Prothese ist das herausnehmbare zweite Element.
 
Sie wird bei der Versorgung auf den Steg aufgesteckt und hält fest in der Verankerung. Die Implantate werden zudem so miteinander verblockt, dass eine ausgeglichene Kaukraftverteilung entsteht. Das Stegsystem besteht aus Metall und entsprechenden Titanimplantaten, die sehr langlebig und widerstandsfähig sind.
 
Die Implantate wachsen in den Knochen ein und sorgen für den stabilen Halt. Eine Stegprothese kann sowohl in den Unter- als auch beim Oberkiefer eingesetzt werden. Die herausnehmbare Prothese hat auf der Rückseite Aussparungen, die die Stege umgreifen. So sitzt die Prothese fest im Mund und kann nicht verrutschen. Der Zahnersatz wird aus Kunststoff im Modellgussverfahren gefertigt.


Wie verläuft die Behandlung?

Die implantatgetragene Stegprothese kann bei den meisten Patienten mühelos realisiert werden. Entscheidet sich der Patient für die Versorgung, verläuft die Behandlung wie folgt ab:
 
  1. Zunächst erfolgt eine Untersuchung des Zustands von Kieferknochen und Zahnfleisch. Dazu wird meist eine Röntgenaufnahmen angefertigt.
  2. In einem weiteren Termin setzt der Experte die Implantate unter örtlicher Betäubung in den Kieferknochen ein. Während der Einheilungsphase erhalten Patienten ein Provisorium, mit dem sie ganz normal sprechen und essen können, sodass sie sich auch damit schon wohlfühlen.
  3. Die passende Prothese für die Stegversorgung wird nach dem Abdruck im Labor individuell für den Patienten angefertigt.
  4. Wenn die Zahnimplantate fest mit dem Knochen verwachsen sind, ist die künstliche Zahnwurzel ausreichend belastbar und kann mit dem endgültigen Zahnersatz versorgt werden. Der Patient kommt dann zu einem weiteren Termin in die Praxis, bei dem die Stege eingesetzt werden und die Prothese optimal angepasst wird, sodass sie fest sitzt und der Patient das Leben wieder unbeschwert genießen kann.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare (1)

Anneliese, 29.08.2022 - 13:07 Uhr

Nachdem ich ihren Artikel "Zahnersatz bei wenig Knochensubstanz" durchgelesen habe, möchte ich wissen, wie hoch die Kosten für eine Komplettbehandlung mit der Stegmethode (Unter - und Oberkiefer komplett neu) sind und was davon meine Krankenkasse übernimmt. MfG Anneliese

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