Zahnimplantate: So funktionieren künstliche Zahnwurzeln

Über Zahnimplantate gibt es viele Vorurteile, hier werden einige aufgeklärt. (© Hiltscher)

Erfahren Sie mehr über Zahnimplantate: Wie wird ein Implantat eingesetzt? Wie lange hält es? Warum braucht man bei fortgeschrittener Parodontitis Zahnersatz? Wie beugen Sie vor?

Implantate haben sich seit 30 Jahren bewährt und sind im Zuge des zahnmedizinischen Fortschritts inzwischen als Zahnersatz konkurrenzlos. Entgegen weit verbreiteten Vorstellungen ist die Implantologie weder Luxusmedizin noch mit besonderen Belastungen für den Patienten verbunden. Im Gegenteil: Implantate bedeuten für die Betroffenen einen beträchtlichen Gewinn an Lebensqualität.

Implantate können einen oder mehrere einzelne Zähne ersetzen, aber auch zur Fixierung einer Prothese dienen: Implantate sind auch bei Diabetes möglich. Bei professioneller Pflege hat ein Implantat die gleiche Lebensdauer wie ein echter Zahn.


Ist ein Zahnimplantat schmerzhaft?

Das im Kiefer eingebrachte Zahnimplantat ist eine frische Wunde und braucht etwas Zeit zur Heilung. Bis maximal zwei Wochen nach der Implantation muss man mit Schmerzen am Zahnimplantat rechnen. Sie sind daher medizinisch betrachtet normal, können aber in den meisten Fällen schon mit Ibuprofen behandelt werden.

Operationen und der optimale Sitz der Implantate werden anhand von Röntgenbildern und einem zusätzlichen 3-D-Modell im Computer sowie bei Bedarf mithilfe einer Computer-Tomografie (CT) auf ein Zehntel Millimeter exakt geplant. Anatomische Strukturen wie die Ausdehnung der Kieferhöhle und der Verlauf des Nervs im Unterkiefer können genau lokalisiert und in die Planungen mit einbezogen werden.

Durch die so erreichte Präzision werden Komplikationen im Vorfeld verhindert, Risiken minimiert. Innovative, minimal invasive Verfahren machen das Implantieren äußerst schmerzarm. Die Heilzeit eines Implantats liegt bei nur noch durchschnittlich sechs Wochen, nur mit Knochenaufbau dauert es länger.


Zahlt die Krankenkasse bei einem Zahnimplantat?

Die Behandlung mit Zahnimplantaten ist im Normalfall keine Leistung, woran sich eine gesetzliche Krankenversicherung beteiligt. Sie tragen daher in den meisten Fällen die Kosten für das Implantat und die damit verbundenen Leistungen in voller Höhe selbst. Wenn Sie allerdings eine Zahnzusatzversicherung haben, werden 100 % der Kosten übernommen.


Was kostet ein Zahnimplantat?

Ein Zahnimplantat kostet ca. 1.000-3.000,- €, dies variiert durch individuelle Behandlungen. Die Krone, die daraufgesetzt wird, kostet ca. 750,- €.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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