Zahnlücken mit Veneers schließen: So funktioniert‘s

Dr. Hajto

von
verfasst am

Der Vorher-Nachher-Vergleich zeigt die Effektivität von VeneersZahnlücken werden oft mit von Zahnärzten aufmodellierten Kunststoffverbreiterungen korrigiert. Eine Alternative dazu sind auch sehr langlebige und hochästhetische Veneers aus Keramik. Dabei gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Komplettveneers, welche die gesamte Vorderfläche des Zahnes bedecken, und Teilveneers, sogenannte "additional Veneers" oder "Additionals".

Auf der Abbildung sind beide Fälle dargestellt. Der mittlere Zahn ist mit einer die gesamte Vorderfläche bedeckenden Verblendschale versorgt, die beiden Nachbarzähne mit jeweils einem seitlich angesetztem Teilveneer. Da der Übergang am Teilveneer längs zur Zahnachse verläuft, ist der Farbübergang normalerweise sehr gut anzugleichen.

Was ist vor der Behandlung zu tun?

Beide Arten erfordern je nach Fall manchmal überhaupt keine Präparation oder einen minimalem bis moderaten Substanzabtrag von 0,3 - 0,8 mm. Das ist bei Komplettveneers häufiger der Fall.
Diese Art von Keramikschalen werden aufgrund ihrer filigranen Gestaltung und individuellen Farbgebung normalerweise manuell im Labor hergestellt. CAD/CAM-Verfahren sind dazu nur bedingt geeignet.

Die Farbe sollte auf jeden Fall zuvor vom Zahntechniker persönlich am Patienten begutachtet werden, sodass eine optimale und unsichtbare Farbanpassung erzielt werden kann.

Für ein perfektes Ergebnis empfiehlt es sich, die Möglichkeit einer vorherigen kieferorthopädischen Zahnregulierung nicht außer Acht zu lassen. Insbesondere wenn die Lücken ungleichmäßig verteilt sind, sollten sie zuvor so ausgerichtet werden, dass die spätere Veneerversorgung zu einem harmonischen Ergebnis führt.

Wie bei allen ästhetischen Veneerbehandlungen wird daher im Vorfeld, oft auch basierend auf einer Fotovisualisierung zur präzisen Planung ein sogenannter Wax-Up im Labor erstellt. Diese Wachsvorlage dient der Besprechung mit dem Patienten. Sie wird aber auch als Vorgabe genutzt, ob und wie viel bei der Behandlung am Zahn präpariert werden muss. Aufgrund der hohen Anforderungen an die Genauigkeit und aufgrund der geringen Größe der Keramikteile sollten solche Behandlungen und die Herstellung im Labor unbedingt unter Lupen- oder Mikroskopvergrößerung stattfinden.

Wie läuft die Behandlung ab?

Die Behandlung erfordert neben einer ersten Beratung und einer zweiten Besprechung der Visualisierung oder des Wax-Ups drei weitere Sitzungen: Die Präparation, das Eingliedern rund zehn Tage später und eine Nachkontrolle.

Die Veneers werden mit speziellen lichthärtenden Kunststoffklebern am Zahn befestigt, die in verschiedenen Farben erhältlich sind. Somit wird die Farbanpassung nochmals optimiert.

 

Lohnen sich Veneers?

Da Veneers als indirektes Verfahren mit einer Herstellung im Zahnlabor und aufgrund der zumeist hohen ästhetischen Anforderungen mehrere Sitzungen, viel Sorgfalt und Erfahrung erfordern, ist diese Methode um ein vielfaches Zeit- und Kostenaufwändiger als ein Lückenschluss mit direktem Kompositmaterial.

Allerdings steht dem auch eine viel höhere Wertigkeit gegenüber, da Keramik im Mund deutlich verschleißfester und haltbarer ist als Kunststoff. Solche Veneers stellen die derzeit hochwertigste Möglichkeit eines Lückenschlusses dar und können auch ein Leben lang funktionieren und gut aussehen.

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