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Metall Ade! - Zirkonoxid - Material der Zukunft

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© Kurhan - Fotolia.com© Kurhan - Fotolia.comEin Werkstoff erobert die Zahnmedizin - Zirkonoxid. Metallfrei, zahnfarben, sehr fest und körperverträglich. Zirkonoxid, richtigerweise Zirkoniumdioxid, ist eine Hochleistungskeramik. Sie findet nun auch immer mehr in der Zahnmedizin Verwendung, nachdem sie sich schon im Maschinenbau, der Raumfahrttechnik und in der Medizinprothetik bewährt hat. Jeder kennt das Space Shuttle der NASA. Dort fungierte Zirkonoxid als Hitzeschild. Sicher hat der ein oder andere von Ihnen zu Hause ein Keramikmesser. Tja, auch hier handelt es sich um Zirkonoxid. Die extreme Härte, die auch mit Diamanten verglichen werden kann, macht diesen Werkstoff zu einer ästhetischen und gleichzeitig sicheren Versorgung in der Zahnmedizin.

Zirkonoxid ist reaktionsfrei. D.h., es werden keine Spuren an den Organismus abgegeben und dies macht diesen Werkstoff so bioverträglich und allergieneutral.

In der Zahnmedizin eignet sich Zirkonoxid für Kronen und Brückenversorgungen, Wurzelstifte oder Teleskopprothesen. Mittlerweile werden Zahnimplantate aus Zirkonoxid angeboten. Viele Versorgungsarten sind nun auch metallfrei möglich. Ein weiterer Vorteil des Werkstoffes ist seine Wirtschaftlichkeit.

Bei Bedarf kann auf Zirkonoxid auch eine Keramikschicht aufgebrannt werden. Dabei wird statt des Metallgerüstes für die herkömmlichen Kronen und Brücken ein Kern aus Zirkon gefräst. Nachteile, welche diese Metallkonstruktion mit sich bringt, werden somit eliminiert. Kälte- und Wärmeempfindlichkeit gehören der Vergangenheit an.

Die Herstellung von Werkstücken aus Zirkonoxid geschieht mit hochmodernen Verfahren. Nach der Präparation der Zähne macht der Zahnarzt einen konventionellen Abdruck. Aus dem Abdruck wird ein Modell Ihres Kiefers aus einem Spezialgips hergestellt. Nachdem das Gipsmodell mit einem speziellen Scanner erfasst wurde und durch einen Zahntechniker die Form der zukünftigen Brücke am Bildschirm modelliert wurde, entsteht durch die digitalisierte Datei ein virtueller Abdruck der Zahnpräparation. Die Brücke wird durch eine CNC-Fräsmaschine innerhalb von Minuten aus einem industriell gefertigten Zirkon-Rohling gefräst und erhält in einem Brennofen seine endgültige Härte.

 

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare zum Artikel (1)


28.08.2014 - 17:56 Uhr

Zirkonoxid > infolge meiner Allegie gegen Cobalt...

von walter

... Chloride Nickel BIS.GMA Benzolperoxid,Paraben Myroxylon pereiere LAtex, Kunstoffe der Otoplastik(Hörgerät: Zahnersatz) und Reaktion gegen Titanspange( möglicherweise BI Titan) bei Zahersatzbrücke Wer bietet mir die Möglichkeit eines vollständigen Implantat-Zahnersatz ?

Sehr geehrter Walter, in Ihrem Fälle käme eine Versorgung mit Zirkonoxidimplantaten in Frage. Nicht jeder Implantologe setzt diese Art von Implantaten, da auch die Studienlage nicht so umfangreich ist wie im Falle von Titan. Erkundigen Sie sich bei Oral oder MKG Chirurgen. Die haben meistens mehrere Implantatsysteme. Beste Grüße!


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