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Hirntumoren

Der Begriff Hirntumor ist eine Sammelbezeichnung für primäre Neubildungen im Gehirn, die sowohl gutartig als auch bösartig sein können. Auch Zellen eines von einem anderen Organ ausgehenden Tumors können sich im Gehirn ansiedeln und dort wachsen; dann spricht man von Hirnmetastasen. Hirntumoren sind relativ selten und haben einen Anteil von unter zwei Prozent aller Krebserkrankungen von Erwachsenen. Bei Kindern sind sie allerdings nach den Leukämien die häufigste bösartige Krebserkrankung. Mehr als 20 Prozent aller Krebsdiagnosen im Kindesalter entfallen auf Tumoren des Gehirns und des zentralen Nervensystems.


Akustikusneurinom

Das Akustikusneurinom ist eine in der Regel einseitig auftretende gutartige Neubildung im Gehirn und stellt beim Erwachsenen den häufigsten Tumor in der hinteren Schädelgrube dar.

Lediglich bei der Neurofibromatose kommt das Akustikusneurinom auch beidseitig vor. Die Neurofibromatose ist eine erbliche Erkrankung, die mit knotigen Tumoren einhergeht, die von den Nervenhüllen ausgehen. Charakteristisch für diese Erkrankung sind Milchkaffee-farbene Hautflecken, die überall am Körper zu finden sind.

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Hirnmetastasen

Hirnmetastasen entstehen durch die Verschleppung von Tumorzellen aus anderen Organen oder Körperbereichen ins Gehirn. Oft sind sie längere Zeit klinisch stumm, d.

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Therapie

Komplementäre Medizin

Allgemein

Da in der Behandlung von Hirntumoren die Verfahren der konventionellen Medizin im Vordergrund stehen, reduzieren sich die komplementärmedizinischen Maßnahmen auf die Linderung von Begleiterscheinungen und die Stärkung der Lebenskräfte.

Die indische Weihrauchpflanze (Boswellia serrata) hat sich in Untersuchungen als ein Mittel gezeigt, das offenbar das Hirnödem, das sich meist um den Tumor bildet, reduziert oder auch verhindert. In vielen Fällen kommt es dadurch zu einer deutlichen Abnahme von Kopfschmerzen und Lähmungserscheinungen.

In der anthroposophischen Medizin werden Mistelpräparate angewendet, die in der Regel zweimal in der Woche gespritzt werden. Durch die begleitende Behandlung mit einer auf den Patienten abgestimmten Mistelart kann sich dessen Lebensqualität erheblich bessern.


Primärtumoren

Ein großer Teil der Hirntumoren bei Erwachsenen sind sogenannte primäre Neubildungen. Es handelt sich um verschiedene gut- und bösartige Tumorarten, die aber alle im zentralen Nervensystem selbst entstehen, d. h. die von der Gehirn- bzw. Rückenmarksubstanz selbst oder den sie schützend umgebenden Hirnhäuten ausgehen.

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Symptome und Beschwerden

  • Morgendliche Kopfschmerzen mit Erbrechen
  • Wesensveränderungen
  • Schläfrigkeit
  • Sehstörungen
  • Leistungsverlust
  • Gangunsicherheit
  • Neurologische Ausfälle
  • Krampfanfälle

Links

Gehirntumoren - „Blauer Ratgeber“ der Deutschen Krebshilfe
Informationen der deutschen Krebsgesellschaft über primäre Tumoren von Gehirn und Rückenmark
Informationen des Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums über Hirntumoren
Deutsche Hirntumorhilfe
Deutsche Gesellschaft für Neurologie
Deutsche Gesellschaft für Neurochirurgie
Deutsche Krebshilfe
Österreichische Krebshilfe
Krebsliga Schweiz
Deutsches Krebsforschungszentrum


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