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Pilzerkrankungen der Haut

Pilze sind überall in unserer Umwelt zu finden. Einige befinden sich auf unserer Haut und unseren Schleimhäuten, ohne dass sie zu einer Erkrankung führen. Oft bringt erst eine durch andere Grunderkrankungen hervorgerufene Abwehrschwäche eine Infektion mit sich. Pilzerkrankungen der Haut (Mykosen) sind die häufigsten infektiös bedingten Hauterkrankungen. Sie rufen lokale Infektionen hervor und können ganz unterschiedliche Körperbereiche betreffen.


Diagnostik

In den meisten Fällen kann die Diagnose aufgrund der typischen Hautveränderungen gestellt werden. Um allerdings erkennen zu können, um welche Pilzart es sich handelt, sind mikroskopische Untersuchungen notwendig. Bei unklarem Befund können die Pilze im Labor angezüchtet werden (Pilzkultur).

Einige Pilzarten fluoreszieren bei einer bestimmten Wellenlänge. Diese Eigenschaft macht man sich bei der Untersuchung zunutze, indem man sie mit einer speziellen UV-Lampe anstrahlt.


Symptome und Beschwerden

  • Rote, scharf begrenzte, oftmals schuppende Flecken
  • Bläschen, bei zusätzlicher bakterieller Besiedlung mit Eiter gefüllt
  • Haarausfall bei Pilzbefall der Kopfhaut
  • Gelegentlich Juckreiz

Meist beginnt eine Pilzinfektion mit einer entzündlichen Rötung der Haut. Im Lauf der Erkrankung beginnen die scharf begrenzten Herde zu schuppen und blassen in ihrem Zentrum oft ab. Gelegentlich treten zusätzlich kleine Bläschen und Eiterpusteln auf.

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Therapie

Befall der Füße
Befall der Hände

Konventionelle Medizin

Pilzinfektionen sind oft hartnäckig. Die Behandlung erstreckt sich deshalb häufig über mehrere Wochen oder sogar Monate und muss durch zusätzliche Hygienemaßnahmen unterstützt werden, um Neuinfektionen vorzubeugen. Eine Behandlung wird mit pilzabtötenden Medikamenten (Antimykotika) in Tablettenform oder als Creme durchgeführt. Zusätzlich werden die betroffenen Areale oftmals mit alkoholhaltigen oder Farblösungen (z.

Hygienische Maßnahmen

Durch die Beachtung bestimmter Hygienemaßnahmen kann der Heilungsprozess unterstützt und unter Umständen sogar beschleunigt werden. So sollten die infizierten Körperareale konsequent trocken gehalten werden, um eine Ausdehnung der Infektion zu verhindern.
Wärme- und feuchtigkeitstauende Kleidung und Schuhe sind zu vermeiden. Schuhe sollten regelmäßig mit einer pilztötenden Substanz ausgesprüht werden.
Unterwäsche, Handtücher und Waschlappen dürfen nur einmal benutzt und müssen danach bei mindestens 60

Nach dem Duschen müssen insbesondere die befallenen Hautbezirke sorgfältig abgetrocknet werden. Bei starkem Schwitzen ist ein fungizider Puder angezeigt. Wo Hautpartien aufeinander liegen wie Leisten oder unter den Brüsten, können Einlagen aus Baumwolle für Abstand und Belüftung sorgen. Ausgedehnte Bäder sind nicht zu empfehlen, da die Haut aufquillt und den Pilzsporen das Eindringen in die Haut erleichtert.

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Ursachen

Pilzinfektionen werden durch Fadenpilze (Dermatophyten), Schimmelpilze oder Hefepilze (Sprosspilze) hervorgerufen und können den gesamten Körper einschließlich des behaarten Kopfs befallen. Die Übertragung erfolgt durch Kontakt von Mensch zu Mensch, häufig auch durch Gegenstände (z.

Da bestimmte Pilzarten nicht nur beim Menschen, sondern auch bei Haustieren vorkommen (z.

Links

Informationen des Robert Koch-Instituts über Mykosen (Pilzinfektionen)
Deutschsprachige Mykologische Gesellschaft
Österreichische Gesellschaft für Medizinische Mykologie
www.2m2-haut.de - Website der Präventionskampagne Haut der gesetzlichen Kranken- und Unfallversicherung
www.haut.de - Website der Arbeitsgemeinschaft ästhetische Dermatologie und Kosmetologie
www.derma.de - Website der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft
Berufsverband der Deutschen Dermatologen


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