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Schuppenflechte

Die Schuppenflechte (Psoriasis oder auch Psoriasis vulgaris) ist eine Verhornungsstörung der Haut, von der etwa zwei Prozent der westeuropäischen Bevölkerung betroffen sind. Die Krankheit beginnt meist im zweiten oder dritten Lebensjahrzehnt. Sie verläuft in Schüben und entwickelt sich meist zu einer chronischen Erkrankung.


Diagnostik

Die Hautveränderungen sind in der Regel so typisch, dass der Hautarzt die Diagnose ohne Schwierigkeiten stellen kann. In Zweifelsfällen hilft eine feingewebliche (histologische) Untersuchung weiter.


Symptome und Beschwerden

  • Entzündete Haut mit silbrig-glänzenden Hautschuppen, meist an Knien und Ellenbogen und am behaarten Kopf
  • Häufig Nagelveränderungen wie "Tüpfelnägel" oder "Ölflecknägel"
  • Gelegentlich Juckreiz

An den Streckseiten der Arme und Beine, aber auch über dem Steißbein, am behaarten Kopf, im Bereich des Nabels und der Gehörgänge ist die entzündete Haut mit silbrig-glänzenden Schuppen belegt. Werden diese entfernt, liegt darunter gerötete und entzündete Haut. Die befallenen Hautareale können punkt- oder auch münzgroß sein. Im Extremfall ist die gesamte Hautoberfläche betroffen.

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Therapie

Körperzonen
Die Wirkung von Feuchtigkeitscremes

Konventionelle Medizin

Die Therapie der Schuppenflechte beginnt mit der Ablösung der Schuppen. Dazu werden in der Regel Präparate mit Salicylsäure oder Ölbäder verwendet.

Salben und Cremes
Die anschließende Behandlung hat zum Ziel, die überschießende Zellerneuerung zu drosseln und die Entzündung der Haut zum Abklingen zu bringen. Hierzu werden Salben und Cremes mit verschiedenen Wirkstoffen eingesetzt. Schon vor 100 Jahren war die heilsame Wirkung von Teer bekannt. Auch heute noch werden Teerpräparate verordnet, mit denen die übermäßige Verhornung der Haut eingedämmt werden kann. Ein anderer "Klassiker" unter den Salben ist Dithranol, ein Wirkstoff, der die Zellteilung in der Haut beeinflusst. Weiterhin kommen Vitamin-D-Abkömmlinge zum Einsatz. Diese Präparate normalisieren das Wachstum und die Reifung der Zellen in der Oberhaut. Sie sind bei Patienten mit mäßig ausgeprägter Schuppenflechte ebenso wirksam wie Cortisonpräparate, haben aber weniger Nebenwirkungen. Auch Vitamin A - als "Hautschutz-Vitamin" allgemein bekannt - hilft bei der Schuppenflechte. Wenn nur einzelne Krankheitsherde behandelt werden müssen, kann eine Salbe mit Retinoiden - chemischen "Verwandten" des Vitamin A - hilfreich sein. Wer stark unter der Schuppenflechte leidet, kann kaum auf cortisonhaltige Salben verzichten. Sie sollten allerdings immer nur vorübergehend auf kleinen Hautbezirken angewandt werden. In den letzten Jahren wurden relativ verträgliche Salben entwickelt, mit denen auch hartnäckige Psoriasis-Herde behandelt werden können, ohne dass die gesunde Haut darunter leidet.

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Ursachen

Die Anlage für diese chronisch-entzündliche Hauterkrankung wird häufig vererbt. Oft lösen dann Infektionen (z.

Links

Deutscher Psoriasisbund
Psoriasis Selbsthilfe Arbeitsgemeinschaft
www.derma.de - Website der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft
Berufsverband der Deutschen Dermatologen


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