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GOT im Blut


Wissenswertes


Welche Aufgabe erfüllt die GOT?

Die GOT (= Glutamat-Oxalacetat-Transaminase), auch als AST oder ASAT (Aspartat-Aminotransferase) bezeichnet, ist ein Enzym aus dem Eiweiß-Stoffwechsel. Sie findet sich in der Leber, im Skelett- und Herzmuskel, aber auch in geringerer Menge in den Nieren, der Bauchspeicheldrüse, der Lunge und im Gehirn.


Was sagt die GOT über Ihre Gesundheit aus?

Die GOT ist eines der wichtigen Leberenzyme, das durch ein vermehrtes Auftreten im Blut eine Leber- oder Gallenerkrankung anzeigt. Auch bei Muskelerkrankungen oder ?verletzungen tritt GOT verstärkt ins Blut über. Oft bestimmt man neben der GOT noch andere Blutwerte, die bei Verdacht auf eine Erkrankung eine Rolle spielen (z. B. andere Leberenzyme). So kann man eine genauere Diagnose stellen und z. B. Art und Ausmaß einer Lebererkrankung abschätzen, den Verlauf eines Herzinfarktes kontrollieren oder eine Skelettmuskelerkrankung feststellen.


Die Normalwerte richten sich nach dem Analysegerät

Laut der Deutschen Gesellschaft für klinische Chemie sind bei Männern Werte bis 35 U/l (U steht für Unit und bedeutet Einheit) bzw. 0,58 µkat/l (µ steht für mikro und kat ist die international gebräuchliche Einheit), bei Frauen Werte bis 31 U/l bzw. 0,52 µkat/l im Normbereich. Allerdings unterscheiden sich die Normalwerte bei den einzelnen Analysegeräten. Der Fachmann sagt, sie sind abhängig von der verwendeten Analysemethode. Fragen Sie deshalb dort, wo Ihre Werte bestimmt wurden, nach, welche Ergebnisse für das dort verwendete Analysegerät als normal gelten und wie Ihre persönlichen Werte zu beurteilen sind. Für das in vielen Apotheken und Arztpraxen verbreitete Reflotron-Gerät gelten z. B. bei Männern Werte bis 40 U/l bzw. 0,67 µkat und bei Frauen Werte bis 33 U/l bzw. 0,55 µkat als normal.

Für die Umrechnung gilt: 60 U/L = 1 µkat/L


Wenn Ihr GOT-Wert erhöht ist...

dann können z.B. folgende Ursachen dafür verantwortlich sein:

  • Lebererkrankungen
  • Herzerkrankungen (z.B. Herzinfarkt, Herzmuskelentzündung, Herzrhythmusstörungen, Herzkatheteruntersuchungen, Herzoperationen u.a.)
  • Skelettmuskelerkrankungen und Schäden der Skelettmuskulatur (z.B. infolge schwerer körperlicher Arbeit, epileptischen Anfällen u.a.)
  • großen Gewebeschäden

Wenn die Ursache der GOT-Erhöhung unklar ist und eine Leberschädigung vermutet wird, gibt eine -Bestimmung weitere Hinweise.


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