Guten Tag. Beim Entfernen einer Zecke bei meinem Mann (Haut wurde zusammengedrückt) hat es mir ins A
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Guten Tag. Beim Entfernen einer Zecke bei meinem Mann (Haut wurde zusammengedrückt) hat es mir ins Auge und in den Mund gespritzt. Ich mache mir jetzt Sorgen, dass ich mich mit FSME oder Borrelien infiziert haben könnte.
Ich bin leider nur grundimmunisiert gegen FSME. Mein Mann hat zum Glück eine aufgefrischte Impfung.
Was kann ich tun?
Abwarten, ob Symptome kommen oder versuchen eine Boosterimpfung zu erhalten? Muss ich nach 8 (?) Wochen auf Borreliose testen?
Ich bin leider nur grundimmunisiert gegen FSME. Mein Mann hat zum Glück eine aufgefrischte Impfung.
Was kann ich tun?
Abwarten, ob Symptome kommen oder versuchen eine Boosterimpfung zu erhalten? Muss ich nach 8 (?) Wochen auf Borreliose testen?
Hallo, anbei meine Gedanken dazu:
FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)
• FSME-Viren befinden sich im Speichel der Zecke, nicht im Blut.
• Eine Übertragung erfolgt praktisch nur durch den Stich selbst, wenn die Zecke Speichel in die Haut abgibt.
• Eine Infektion über Spritzer oder Schleimhautkontakt (Auge, Mund) ist nicht dokumentiert und gilt als extrem unwahrscheinlich bis ausgeschlossen.
Borreliose (Borrelia burgdorferi):
• Borrelien leben im Darm der Zecke, nicht im Speichel.
• Sie werden erst nach längerer Saugzeit (oft >12–24 h) übertragen.
• Eine Übertragung durch Zeckenflüssigkeit, die auf Schleimhäute gelangt, ist nicht möglich – die Bakterien sind außerhalb der Zecke nicht überlebensfähig.
• Infektionsrisiko durch deinen geschilderten Vorfall: praktisch Null.
• Ein Borrelien-Antikörpertest nach 6–8 Wochen ist in diesem Fall nicht sinnvoll, da keine relevante Exposition stattgefunden hat.
• Außerdem ist der Test ohne Symptome schwer interpretierbar (hohe Rate falsch-positiver Ergebnisse).
FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)
• FSME-Viren befinden sich im Speichel der Zecke, nicht im Blut.
• Eine Übertragung erfolgt praktisch nur durch den Stich selbst, wenn die Zecke Speichel in die Haut abgibt.
• Eine Infektion über Spritzer oder Schleimhautkontakt (Auge, Mund) ist nicht dokumentiert und gilt als extrem unwahrscheinlich bis ausgeschlossen.
Borreliose (Borrelia burgdorferi):
• Borrelien leben im Darm der Zecke, nicht im Speichel.
• Sie werden erst nach längerer Saugzeit (oft >12–24 h) übertragen.
• Eine Übertragung durch Zeckenflüssigkeit, die auf Schleimhäute gelangt, ist nicht möglich – die Bakterien sind außerhalb der Zecke nicht überlebensfähig.
• Infektionsrisiko durch deinen geschilderten Vorfall: praktisch Null.
• Ein Borrelien-Antikörpertest nach 6–8 Wochen ist in diesem Fall nicht sinnvoll, da keine relevante Exposition stattgefunden hat.
• Außerdem ist der Test ohne Symptome schwer interpretierbar (hohe Rate falsch-positiver Ergebnisse).
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