Ich bin 24 Jahre alt, 189 cm groß und wog damals ungefähr 85–90 kg. Ich war körperlich fit und habe

Ich bin 24 Jahre alt, 189 cm groß und wog damals ungefähr 85–90 kg. Ich war körperlich fit und habe als Gepäckabfertiger gearbeitet, also ziemlich körperlich anstrengend. Bei dieser Ärztin war ich nur ein einziges Mal. Ich bin hingegangen, weil ich nach der Arbeit Rückenschmerzen hatte und ein paar Tage Ruhe brauchte. Ich wollte einfach wissen, ob eine kurze Krankschreibung sinnvoll wäre. Ich bin nicht hingegangen, weil ich dachte, ich hätte irgendeine bestimmte Krankheit. Der Termin ging nach meiner Erinnerung nur ein paar Minuten. Ich habe gesagt, was ich arbeite und dass mein Rücken durch die Belastung weh tut. Sie hat meinen Rücken nicht untersucht, es gab keine neurologische Untersuchung und auch sonst keine weitere Diagnostik. Später habe ich bei meiner Krankenkasse gesehen, dass für diesen Termin folgende Diagnosen als gesichert eingetragen wurden: * M54.16 – Radikulopathie: Lumbalbereich * E66.90 – Adipositas Grad I Vor allem Adipositas Grad I verstehe ich bei 189 cm und ungefähr 85–90 kg überhaupt nicht. Und auch die Radikulopathie wundert mich, weil nach meiner Erinnerung nichts in diese Richtung untersucht wurde. Ich habe die Praxis inzwischen mehrmals nach meiner Patientenakte und nach der Grundlage für diese Diagnosen gefragt. Auf die Diagnosen selbst wurde bisher aber nicht wirklich eingegangen. Mich würde deshalb interessieren: Ist es normal bzw. medizinisch nachvollziehbar, unter solchen Umständen solche Diagnosen als „gesichert“ zu codieren? Und wie würdet ihr als Ärzte damit umgehen, wenn ein Patient denkt, dass so etwas falsch codiert wurde?

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