Hallo, im März dieses Jahres wurde mir der untere Weisheitszahn operativ entfernt. Seit einiger Zeit

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Hallo, im März dieses Jahres wurde mir der untere Weisheitszahn operativ entfernt. Seit einiger Zeit verspüre ich in diesem Bereich recht starke, dumpfe Schmerzen. Ist das normal? Ich möchte hinzufügen, dass der Chirurg sagte, es sei sehr schwierig, es zu entfernen. Nach dem Eingriff verheilte alles richtig und ich nahm Antibiotika.
Es ist nicht ungewöhnlich, dass nach einer schwierigen Weisheitszahnentfernung Schmerzen auftreten, aber wenn diese Monate nach dem Eingriff wieder intensiv werden, ist es wichtig, die Ursache abzuklären. Da der Zahn im März entfernt wurde und die Heilung zunächst gut verlief, könnten folgende Ursachen für die aktuellen, dumpfen Schmerzen infrage kommen:

Mögliche Ursachen für die Schmerzen:

1. Spätfolgen der Heilung:
• Es kann sein, dass sich tiefere Strukturen wie Knochen oder Nerven, die bei der Operation betroffen waren, noch nicht vollständig beruhigt haben. Dies ist bei besonders schwierigen Eingriffen möglich, wenn der Zahn tief im Knochen lag oder wenn umliegendes Gewebe stark beansprucht wurde.
2. Knochenfragmente oder Knochensporn:
• Manchmal bleiben kleine Knochenfragmente (Sequester) im Kieferknochen zurück oder es bildet sich ein Knochensporn, der später zu Schmerzen führen kann. Diese können im Heilungsverlauf nach oben wandern und das umliegende Gewebe reizen.
3. Nervenreizung:
• Wenn der Eingriff in der Nähe des Unterkiefernervs (Nervus alveolaris inferior) stattgefunden hat, kann es zu einer anhaltenden oder wiederkehrenden Nervenreizung kommen. Das kann sich als dumpfer, anhaltender Schmerz äußern, auch Monate nach der Operation.
4. Infektion oder Entzündung:
• Obwohl die Wunde zunächst gut verheilt ist, kann es manchmal zu einer nachträglichen Entzündung kommen, insbesondere wenn Bakterien in die Tiefe des ehemaligen Zahnbereichs gelangen. Eine erneute Infektion oder eine Kieferknochenentzündung (Osteomyelitis) kann dumpfe Schmerzen verursachen.

Was Sie tun sollten:

Es ist ratsam, einen Zahnarzt oder Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen aufzusuchen, um eine genaue Untersuchung durchzuführen. Ein Röntgenbild oder eine 3D-Aufnahme (DVT) kann helfen, die Ursache zu erkennen, sei es ein Knochensporn, ein entzündlicher Prozess oder eine Nervenreizung. In manchen Fällen sind kleine Eingriffe nötig, um verbliebene Fragmente zu entfernen oder den Heilungsprozess zu unterstützen.

Eine erneute Kontrolle ist wichtig, um sicherzustellen, dass keine Komplikation vorliegt und um die richtige Behandlung einzuleiten.
 Dominique Heizler
Zahnarzt
Gundelfingen
Bitte zum Operateur gehen und nochmals nachgucken lassen. Es könnte sich um eine verzögerte Wundinfektion handeln. In jedem Fall wird das der Operateur am besten einschätzen können.
Vielen Dank für Ihre Frage!

Auch wenn die Wundheilung nach der operativen Entfernung eines Weisheitszahns zunächst unauffällig verlaufen ist, können Monate später erneut Beschwerden auftreten – zum Beispiel durch tiefer liegende Entzündungen, gereizte Nerven oder Veränderungen im Kieferknochen. Besonders nach einem schwierigen Eingriff, wie von Ihnen beschrieben, kann es in Einzelfällen zu Spätfolgen kommen.

Dauerhafte oder wiederkehrende Schmerzen sollten auf jeden Fall zahnärztlich abgeklärt werden. Eine genaue Diagnostik, etwa mittels Röntgenbild, kann helfen, die Ursache zu finden und gezielt zu behandeln.

Gerne können Sie sich bei uns melden – wir nehmen uns Zeit für Ihre Sorgen und finden gemeinsam eine Lösung.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Möller, Dr. Jarry und Team

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