Ich habe oft sehr tiefe Gedanken, und das Gefühl als ob mir schwindelig wird. Dann überkommt mich ei
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Ich habe oft sehr tiefe Gedanken, und das Gefühl als ob mir schwindelig wird. Dann überkommt mich eine extreme Müdigkeit und alles dreht sich. Ich kann nicht genau identifizieren in welchen Situationen das passiert, aber ich hab mehrmals am Tag diesen Dauerschwindel. Es konnte bis jetzt von keinem Arzt festgestellt werde, woher das kommt. Alles scheint normal zu sein. Kann es psychisch sein? Was kann ich dagegen tun?
Sie haben sich selbst bereits die Antwort gegeben. Sie haben bezüglich Ihrem Schwindelgefühl Ärzte nach somatischen Ursachen befragt bzw. das besprochen, und diese haben das als nicht medizinisch bedingt angesehen. Die Psyche ist weniger greifbar bzw. messbar, aber Ihr Körper bzw. Ihr Unbewusstes hat Ihnen die Informationen von Innen heraus gegeben, dass es dann passiert, wenn "tiefere Gedanken" aufkommen, es in einen solchen Zustand mündet, der auch mit Schwindel verbunden ist. Also ist davon auszugehen, dass es Emotionen und Konflikte gibt, die Ihnen schwer fallen zu zulassen. Eine psychologische Behandlung ist zu empfehlen.
Vielen Dank, dass Sie Ihre Beobachtungen so offen teilen.
Was Sie beschreiben, tiefe Gedanken, plötzlich auftretender Schwindel, starke Müdigkeit, das Gefühl, als würde sich „alles drehen“, kann sehr belastend sein. Umso verständlicher, dass es verunsichert, wenn medizinisch bislang keine klare Ursache gefunden wurde.
Tatsächlich kann Schwindel auch psychische Ursachen haben. Viele Menschen erleben ihn zum Beispiel im Rahmen von Stress, Erschöpfung, Angst oder Grübelzuständen. In solchen Fällen spricht man manchmal von „funktionellem Schwindel“ oder auch „psychogenem Schwindel“. Das bedeutet keineswegs, dass man sich die Symptome einbildet, im Gegenteil: Die körperlichen Empfindungen sind real, aber sie entstehen durch innere Anspannung oder Überforderung, nicht durch eine organische Erkrankung.
Auch der Zusammenhang zwischen intensiven Gedanken, Erschöpfung und Schwindel kann auf einen Kreislauf hindeuten, bei dem Körper und Psyche sich gegenseitig beeinflussen.
Mein Tipp: Sprechen Sie mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt über die Möglichkeit einer psychotherapeutischen Abklärung. Verhaltenstherapie kann helfen, Auslöser und Zusammenhänge besser zu verstehen und konkrete Strategien zur Entlastung zu entwickeln.
Es lohnt sich, genauer hinzuschauen, Sie müssen mit diesen Symptomen nicht allein zurechtkommen.
Was Sie beschreiben, tiefe Gedanken, plötzlich auftretender Schwindel, starke Müdigkeit, das Gefühl, als würde sich „alles drehen“, kann sehr belastend sein. Umso verständlicher, dass es verunsichert, wenn medizinisch bislang keine klare Ursache gefunden wurde.
Tatsächlich kann Schwindel auch psychische Ursachen haben. Viele Menschen erleben ihn zum Beispiel im Rahmen von Stress, Erschöpfung, Angst oder Grübelzuständen. In solchen Fällen spricht man manchmal von „funktionellem Schwindel“ oder auch „psychogenem Schwindel“. Das bedeutet keineswegs, dass man sich die Symptome einbildet, im Gegenteil: Die körperlichen Empfindungen sind real, aber sie entstehen durch innere Anspannung oder Überforderung, nicht durch eine organische Erkrankung.
Auch der Zusammenhang zwischen intensiven Gedanken, Erschöpfung und Schwindel kann auf einen Kreislauf hindeuten, bei dem Körper und Psyche sich gegenseitig beeinflussen.
Mein Tipp: Sprechen Sie mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt über die Möglichkeit einer psychotherapeutischen Abklärung. Verhaltenstherapie kann helfen, Auslöser und Zusammenhänge besser zu verstehen und konkrete Strategien zur Entlastung zu entwickeln.
Es lohnt sich, genauer hinzuschauen, Sie müssen mit diesen Symptomen nicht allein zurechtkommen.
Ganz allgemein gesagt, kann ein Schwindel auch "psychogen", das heißt, von der Psyche herrührend, sein. Das heißt nicht, dass das bei ihrem Schwindel der Fall ist, aber möglich ist es prinzipiell. Gerade wenn Sie noch nicht genau erkennen können, in welchen Momenten das auftritt, lohnt es sich, ein Tagebuch über den Schwindel zu führen. Dort können Sie zunächst alle möglichen äußeren Faktoren erfassen, wie die Zeiten, zu denen der Schwindel auftritt, die Wetterlage, wie viel Schlaf Sie hatten, wie viel Sie getrunken haben, was sie gegessen und getrunken haben usw. Bei den psychischen Faktoren ist ihr Stimmung interessant, was Sie an dem Tag belastet, was vorgefallen ist (Begegnungen, Gespräche, Unvorhergesehenes) und gerade, wenn Sie sagen, dass Sie "oft sehr tiefe Gedanken" haben, kann es interessant sein, zu beobachten, woran Sie in den Minuten vor dem Schwindelanfall gedacht haben.
Schwindel und plötzliche Müdigkeit können vor allem dann auftreten, wenn wir uns belastenden Themen oder Erinnerungen zuwenden. Sie dienen dann als eine Art "Schutzfunktion", um nicht weiter in diese schmerzhaften Bereiche vorzudringen und uns davon abzulenken. Evtl. können Sie selbst eine Idee bekommen, was diese Themen sind, wenn Sie ein solches "Gedanken vor dem Schwindel"-Tagebuch führen. Möglicherweise wäre aber auch eine kompetente therapeutische Begleitung in diesem Fall hilfreich, weil wir mit eine Reflektion von außen einfach viel schneller Erkenntnisse gewinnen können.
Schwindel und plötzliche Müdigkeit können vor allem dann auftreten, wenn wir uns belastenden Themen oder Erinnerungen zuwenden. Sie dienen dann als eine Art "Schutzfunktion", um nicht weiter in diese schmerzhaften Bereiche vorzudringen und uns davon abzulenken. Evtl. können Sie selbst eine Idee bekommen, was diese Themen sind, wenn Sie ein solches "Gedanken vor dem Schwindel"-Tagebuch führen. Möglicherweise wäre aber auch eine kompetente therapeutische Begleitung in diesem Fall hilfreich, weil wir mit eine Reflektion von außen einfach viel schneller Erkenntnisse gewinnen können.
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